Kategorie: Minimalismus

Richtig verkaufen auf dem Flohmarkt – 10 Tipps für mehr Erfolg

Seit Kurzem bin ich dem Verkaufen auf Flohmärkten verfallen. Anfangs war es nur so eine Idee, nicht mehr gebrauchte Dinge loszuwerden. Bei unserem ersten Käufer waren Matteo und ich aber schon so voller Adrenalin, dass wir uns gegenseitig ansahen und wussten: Das machen wir wieder!

Mittlerweile waren wir drei Mal auf dem Flohmarkt. Und ein Ende ist noch immer nicht in Sicht. Ständig laufen wir durch unsere Wohnung und „entdecken“ Dinge, die man verkaufen könnte, weil wir sie einfach nicht mehr brauchen.

Meine aktuelle Entrümpelungsaktion (hier und hier geht es zum Anfang der ganzen Geschichte) startete schon vor vielen, vielen Monaten. Damals allerdings nur in meinem Kopf. Seit wir wirklich mit dem Ausmisten angefangen haben, ist vor uns nichts mehr sicher. Bisher habe ich allerdings keinem einzigen Teil auch nur eine Sekunde nachgetrauert! Ganz ehrlich: Man könnte sich alles nachkaufen.

Wir verkaufen schließlich keine Erinnerungsstücke oder Geschenke, die wir selbst bekommen haben. Insofern ist alles andere definitiv käuflich – also wirklich no regrets!

Dass das Verkaufen auf dem Flohmarkt heilsam ist, darüber habe ich schon geschrieben. Heute teile ich unsere ultimativen Tipps und Dinge, die wir selbst nirgends gelesen haben, sondern mehr oder weniger durch Zufall ausprobiert haben. Natürlich ist auch der ein oder andere Trick aus einem meiner zahlreichen Fachbücher zu Markt- und Werbepsychologie dabei.

Meine Tipps zum richtigen Verkaufen auf dem Flohmarkt

 

Immer lächeln

Regel Nr. 1: Immer lächeln und freundlich sein. Auch auf dem Flohmarkt steht der Spaß im Vordergrund. Niemand will von jemandem kaufen, der nur jammert, böse guckt oder einfach nur schlecht gelaunt ist. Deshalb: lächeln und freundlich sein – egal wie unverschämt die Anfragen sind.

Keine Preisschilder anbringen

Im Laden nervt es mich, wenn mir ein Produkt gefällt, keine Verkäuferin in Sicht ist und ich nicht weiß, was das Ding kosten soll. Auf dem Flohmarkt ist das anders. Die Menschen wollen miteinander in Kontakt treten. Preisschilder sind da eher kontraproduktiv und verhindern den Dialog. Wir haben bei unserer ersten Teilnahme am Flohmarkt gemerkt, dass die Preisschilder einfach nichts bringen – ganz im Gegenteil – und sie schnell entfernt. Danach brummte das Geschäft.

Immer in Bewegung bleiben

Kennt ihr diese Straßenhändler mit dem extrem nervigen Spielzeug, das sich ständig bewegt? Diese komischen „Tierchen“, die sich um einen Plastikball drehen? Vielleicht braucht das kein Mensch, aber es zieht Blicke an – garantiert! Alles was sich bewegt erweckt erstmal unsere Aufmerksamkeit. Dazu gibt es zahlreiche Studien, mit denen ich euch aber natürlich nicht nerven möchte.

Wie kann man das auf dem Flohmarkt umsetzen? Uns hat eine Porsche-Fahne geholfen. Auch diese wollten wir verkaufen und haben sie an dem Kleiderständer befestigt. Selbst einen kleinen Stand kann man so kaum übersehen. Außerdem hatten wir ein merkwürdiges Gerät, das die Armmuskulatur stärken soll. Es handelt sich um eine Art Hoola-Hoop für die Arme, nur etwas kleiner im Umfang. Dieses Teil schwingen wir ab und zu wenn wir so an unserem Stand stehen. Das hat den Nebeneffekt, dass wir das Ding trotzdem nutzen und so einwenig Armtraining nebenbei machen (perfekt!), aber es zieht auch alle Blicke auf sich. Und im zweiten Schritt schaut man sich dann alle anderen Produkte an – wenn man doch schon dabei ist und die Aufmerksamkeit geweckt ist.

Wühlkiste nicht vergessen

Es geht nichts über eine coole Kiste mit allerlei Krimskrams. Genau die Leute, die „nur mal schauen wollen“ und eigentlich nichts kaufen wollten, werfen einen Blick rein. Am besten funktioniert das natürlich bei kleinteiligen Dingen wie z. B. Kosmetik (aber dazu später mehr). Wir haben eine Kiste von einem bekannten schwedischen Möbelhaus, die man uns ständig abkaufen möchte (warum auch immer, schließlich gibt es sie dauerhaft im Möbelhaus um die Ecke?). Daran haben wir ein Schild mit „Jedes Teil 50 Cent“ befestigt. Und so viel sei verraten: Es ist unsere größte Einnahmequelle überhaupt.

Nachfrage schlägt Angebot

Nur so und niemals andersherum. Du magst das beste Angebot haben, aber was bringt es Dir, wenn es aktuell nicht nachgefragt wird? An einem konkreten Beispiel erklärt: Wir hatten beim ersten Mal zufällig ein paar Nagellacke dabei. Jeder Nagellack für 50 Cent – egal ob Chanel oder eine viel günstigere Marke. Diese waren am schnellsten weg. Selbst Männer, die keine Frau dabei hatten, meinten, dass sie ihrer Frau einfach mal einen mitbringen – mit 50 Cent kann man nichts verkehrt machen.

Als dann gezielte Nachfragen nach Kosmetik kamen, haben wir beim nächsten Mal reagiert und unser Angebot an die Nachfrage angepasst. Ich besitze sowieso viel zu viel Kosmetik, die zwar noch relativ neu und definitiv nicht abgelaufen ist, die ich jedoch nicht mehr benutze. Als ich meine Kosmetik-Reserven beim nächsten Mal aussortiert habe, stürzten sich alle Frauen (und auch einige Männer) darauf. Crazy! Ich hätte nie gedacht, dass ein Kajal oder ein Haarspray noch so reißenden Absatz finden würden.

Spaß haben

Eigentlich sollte das der Tipp Nr. 1 sein. Wer keinen Spaß am Verkaufen, an der Kommunikation mit Menschen und Flohmärkten im Allgemeinen hat, sollte nicht hingehen. Ehrlich! Es ist nicht der einzige Weg Dinge loszuwerden, also warum sich dazu zwingen und den ganzen Tag ein langes Gesicht machen? Außer Du willst professionell auf Flohmärkten verkaufen, also wirklich jedes Wochenende, überleg Dir, ob es Dir so viel Spaß macht. Rumzustehen und auszurechnen wieviel man eingenommen hat, was der „Stundenlohn“ ist und darüber zu grübeln, ob es sich gelohnt hat – das alles bringt einfach nichts. Also hab einfach Spaß an der Sache – das wird man Dir ansehen und Du wirst die Käufer damit magisch anziehen. Wetten?

Präsentation ist alles

Nicht nur die Ware sollte einigermaßen ordentlich und hübsch präsentiert werden. Auch Du solltest nicht mit Panda-Augen, einem uralten T-Shirt und schlechter Laune auf einem Flohmarkt aufkreuzen. Das Erscheinungsbild der Verkäufer sagt auch Einiges über die Produkte aus. Bevor sich jemand genauer mit Deinem Angebot beschäftigt, hat er Dich von Weitem gesehen und innerhalb weniger Sekunden die Entscheidung getroffen zu Deinem Stand hinzugehen. Wer also Fake-Markenklamotten trägt sollte sich nicht wundern, wenn man davon ausgeht, dass er auch solche nachgemachten Dinge verkauft. Oder eben minderwertiges Zeugs. Nein, das muss nicht schlecht sein:  Es gibt viele Menschen, die auf dem Flohmarkt Kleidung für einen Euro suchen. Wenn man so etwas verkauft, ist die Original Chanel-Tasche fehl am Platz. In dem Fall sollte man wirklich eher die Kleidung tragen, die dem Angebot entspricht. Andersherum aber genauso.

Emotionale Bindung ist nicht gleich Wert der Gegenstände

So hart es ist, aber es interessiert wirklich niemanden, dass Du Dir dieses Oberteil während Deiner Flitterwochen auf Maui gekauft hast und es für Dich einen unendlich hohen Wert hat. Für den Käufer ist es ein T-Shirt.

Also lass die Story sein. Das erweckt nichts außer Mitleid und das ist auf einem Flohmarkt fehl am Platz. Storytelling funktioniert, aber die Story muss den Käufer ansprechen, nicht die Story des Verkäufers widergeben. Du willst mit Geschichten verkaufen? Dann überleg Dir was Deinen Kunden anspricht. Nichts anderes macht die Werbung seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten. Wir kaufen Stories, aber die Story muss UNS berühren, nicht den Verkäufer.

Verhandeln, aber fair

Sind wir mal ehrlich: Auf den Flohmärkten wird gefeilscht was das Zeug hält. Dabei geht es nicht immer fair zu. Für Dinge, die 8 Euro kosten sollen einfach mal einen Euro anzubieten ist wirklich dreist. Ich liebe das Feilschen – für mich ist es eher ein Spiel und ich nehme das nicht zu ernst. Vordergründig will ich mit einem Flohmarkt-Verkauf nicht reich werden, sondern mich von (mittlerweile) ungeliebten Dingen trennen.

Neulich bot mir eine Frau für eine Marken-Hose, die ursprünglich 80 Euro gekostet hat und für die ich noch 6 Euro haben wollte, ganze 2 Euro an. Mal ehrlich 2 Euro! Dafür bekomme ich in der Innenstadt nicht mal mehr einen Kaffee. Einen Espresso vielleicht, aber auch den mit ganz viel Glück.

Sie hielt die Sporthose in der Hand und verhandelte weiter. Danach drehte sie sich zig Mal hin und her und entdeckte einen Fleck. Zugegeben: Ich habe ihn nicht gesehen, sonst hätte ich die Hose vorher gewaschen. Nun blühte sie richtig auf und wollte die Hose auf jeden Fall aber auf keinen Fall mehr als 2 Euro bezahlen. Als wäre ein Fleck die Rechtfertigung die Dinge quasi kostenlos zu bekommen.

Daraufhin meinte ich nur ganz emotionslos: „Gar kein Problem, geben Sie mir bitte die Hose. Ich wasche sie und verkaufe sie nächstes Mal dann eben für 8 Euro.“ Aus der Hand geben wollte sie sie aber doch nicht und hat mir nach ein paar Minuten zögern das Geld überreicht.

Verhandeln – aber klar! Veräppeln lassen muss man sich dennoch nicht.

Sich mit anderen Verkäufern vernetzen

Wegen jedem cm feilschen und sich über die Nachbarstände ärgern bringt gar nichts! So war unsere erste „Nachbarin“ am Flohmarkt: den ganzen Tag schlecht gelaunt und hat ihren Stand nur hin und hergeschoben, um ja keinen cm Fläche zu verlieren. Dabei hatte sie an die 20 qm während wir nur einen (!) qm gebucht haben. Irgendwie hatten wir aber mit unserem Mini-Stand einwenig zu viel Aufmerksamkeit. Woran das wohl lag?

Aber nur wenige Zeit später haben wir die ersten Kontakte zu anderen Verkäufern geknüpft. Sie haben gesehen, dass wir einen Stift dabei hatten und sich diesen kurz ausgeliehen. Als eine Frau an unserem Stand ein Kleid anprobiert hat, kam sofort die Frage „Brauchen Sie einen Spiegel?“ Gleich darauf kam schon unser Standnachbar mit einem riesigen Spiegel und hielt ihn der Frau so lange hin, bis sie sich von allen Seiten gesehen hat und sich für den Kauf entschieden hat. Mega nett von unserem Stand-Nachbarn, oder? Und das nur, weil wir ebenfalls hilfsbereit waren. Zum Ende des Tages (oder besser gesagt des Vormittags) kam auch noch seine Frau zu uns und hat drei Sachen mitgenommen. Sie hat kurzfristig erfahren, dass sie heute noch auf einen Geburtstag eingeladen war und brauchte eine originalverpackte Kleinigkeit. Dabei steuerte sie gezielt unseren Stand an, obwohl es noch mindestens 80 weitere Stände gegeben hätte. Geben und nehmen – so einfach es klingt!

Fazit: Wir zwei sind angefixt: Verkaufen auf den Flohmärkten macht so viel Spaß! Mehr darüber wie wir überhaupt dazu gekommen sind, kannst Du hier nachlesen.

Im Herbst werden wir noch das ein oder andere Mal auf einem Flohmarkt verkaufen. Der Keller ist leider noch voller Gerümpel…

Die heilsame Kraft des Loslassens und meine Erfahrungen mit Flohmärkten

Flohmarkt entrümpeln alte Bücher loswerden BUREAUStyle

Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich habe ein neues Hobby. Nach dem ersten Mal wollte ich noch nicht groß schwärmen, aber wir beide (Matteo und ich) haben schon nach einer Stunde gemerkt, dass das „unser Ding“ ist.

Dass es mein Ding ist, das wusste ich schon mit acht Jahren. Damals kamen meine beste Freundin und ich auf die grandiose Idee Obst aus unserem Garten zu verkaufen. Damals lebte ich noch auf der Krim – Sonne satt von April bis Oktober – und wir wussten nicht wohin mit dem ganzen  Obst. Es gab auch keine Nachbarn, denen man damit eine Freude gemacht hätte, denn ihr ahnt es: Ja, sie hatten selbst viel zu viel und wussten nicht wohin damit.

Also stellten wir uns kurzerhand vor den Supermarkt (heutzutage undenkbar) und verkauften unser Obst. Die Passanten lächelten die ganze Zeit nur. Schließlich war das wie Eulen nach Athen tragen. Oder Eis in die Arktis. Oder… OK, ihr wisst, was ich meine.

Aber irgendwann kam eine Touri-Familie vorbei und die Mutter hat uns x-mal gefragt, ob denn der Preis aus wirklich stimmte, denn in Jalta, also direkt am Meer, haben sie das dreifache bezahlt. Mir leuchtete allerdings schon damals ein, dass die Preise in den Urlaubergebieten viel höher waren als im Landesinneren. Aber sie war sehr überrascht und hat uns alles (!) abgekauft. Soweit mein erstes Erlebnis mit Sachen verticken.

Auf dem Flohmarkt in Nürnberg läuft das Ganze natürlich einwenig anders und unsere Intention ist auch eine andere. Ursprünglich dachte ich mir, dass ich das ein oder andere, das ich nicht mehr trage oder brauche, loswerden würde. Aber schon nach dem ersten Flohmarkt Besuch waren wir wie beflügelt und haben unsere ganze Wohnung unter einem völlig anderen Gesichtspunkt betrachtet.

„Was könnten wir noch verkaufen?“

In einem russischen Zeichentrickfilm heißt es: Damit man etwas Unnötiges verkauft, muss man erst etwas Unnötiges kaufen. Und das ist so wahr!

Leider habe ich in den letzten Jahren zu viel Unnötiges angehäuft. Unser letzter Umzug liegt auch schon über sechs Jahre zurück. In dieser Zeit war ich entweder viel beruflich unterwegs oder wir hatten andere Prioritäten. Das regelmäßige Entrümpeln stand da wohl nicht auf dem Programm. Das kommt jetzt auf uns zurück.

Ich besitze einfach zu viel von allem: Klamotten, Kosmetik, Büchern…

Natürlich hat das Ganze eine Vorgeschichte. Es fing langsam an. Erst Marie Kondo gelesen, dann einen Finanzkurs bei Madame Moneypenny (absolute Empfehlung!) belegt… Zeit gehabt zu meditieren und über Dinge nachzudenken. Sehr viele Dinge.

Der erste Flohmarktbesuch war dann nur der letzte Tropfen, der mich endgültig zum Umdenken angeregt hat. Aber der Reihe nach.

Der Erlös aus dem Verkauf ist gar nicht das Entscheidende. Das Entscheidende war der Spaß und die Befreiung, die wir beide verspürt haben. Mit jedem Ding, das unseren Mini-Stand verließ, fühlte ich mich immer besser.

Seit über einem Monat habe ich mir nichts gekauft. Gar nichts.

Nicht mal ein Shampoo. Denn die Wahrheit ist: Ich habe einfach viel zu viel von allem.

Natürlich bekomme ich als Bloggerin auch ab und an Dinge zugeschickt oder geschenkt. Teilweise gehe ich Kooperationen ein und teste Produkte. Nach einem mehrtägigen Test habe ich das Produkt natürlich immer noch, das verschwindet ja nicht. Aber die Sachen, die ich zugeschickt bekomme, sind es noch nicht mal. Ich gehe Kooperationen bewusst ein und überlege mir genau, welches Produkt ich wirklich gut finde, testen und darüber berichten möchte. Diese Dinge sind es also nicht mal.

Vielmehr habe ich in den letzten Jahren (oder eigentlich gefühlt immer) viel zu viel konsumiert. Schon letztes Jahr hatte ich Phasen, in denen ich mein Konsumverhalten hinterfragt habe. In den letzten Wochen seit ich selbständig bin und generell sehr viele Dinge viel klarer sehe, hat es dann endgültig „Klick“ gemacht. Ich finde es selbst verrückt und manchmal sogar einwenig erschreckend. Eigentlich ist es ja etwas Positives, aber es fühlt sich noch sehr ungewohnt an.

Ich betrachte Dinge unter einem anderen Gesichtspunkt und habe ein anderes Bewusstsein für Qualität entwickelt. Zwar war ich nie eine Chicwish-Käuferin, aber in der Vergangenheit landeten viel zu viele H&M und Zara Teile viel zu schnell in meiner Tasche.

Und egal wie oft ich mir vorgenommen habe weniger zu kaufen, irgendwie hat es nie geklappt.

Ich find´s verrückt wie schnell es manchmal geht. Irgendetwas hat mein Unterbewusstsein getriggert und meine Weltsicht hat sich komplett verschoben. Es ist nicht nur der Konsum, es sind noch viele andere Dinge. Aber das mit dem Konsum merke ich einfach am stärksten.

Und so haben unsere Samstag Vormittage auf dem Flohmarkt viele gute Nebeneffekte:

  • wir kaufen insgesamt viel weniger
  • das, was wir kaufen, sind wirklich Lieblingsteile
  • wir räumen Dingen jetzt bewusst Platz in unserer Wohnung
  • man kann sich viel leichter trennen, wenn man ein Enddatum hat und nicht „erstmal was im Keller“ einlagert
  • mit jedem verkauften Stück (teilweise verschenke ich Sachen auch auf dem Flohmarkt), fühlen wir uns leichter und befreiter
  • eine Wohnung mit weniger Krempel macht einen freien Kopf und hat positive Auswirkungen auf unsere Gedanken

Sogar auf den Kauf von Lebensmitteln wirkt sich die Entrümpelung positiv aus. Ich kaufe nichts mehr „auf Vorrat“. Wenn man gegenüber einem Gemüseladen wohnt und im Umkreis von 500m drei Supermärkte sind, kommt mir der wöchentliche Einkauf geradezu lächerlich vor. Früher habe ich einfach viel zu viele Dinge gebunkert und ich frage mich wieso?

Alles in allem hat so eine Entrümpelung viele positive Aspekte. Ich habe bisher auch noch keinem Teil nachgeweint. Ganz ehrlich: Wenn der Verlustschmerz so groß wäre, könnte man sich die Dinge zur Not auch nachkaufen. Tut man in 99,9999 % der Fälle aber nicht (zumindest ist mir noch kein Fall bekannt).

Abgesehen vom Flohmarkt kann man Dinge natürlich auch auf andere Weise loswerden bzw. gegen etwas, das für einen selbst wertvoller ist, eintauschen:

Öffentliche Bücherregale

In Nürnberg nutze ich vor allem das Bücherregal am Dutzendteich. Man kann dort ganz unkompliziert Bücher vorbeibringen, ins Regal stellen und sich ein Buch mitnehmen. Matteo und ich haben eine einfache Regel: Egal wieviele Bücher wie hinbringen, meistens sind es so um die zehn, jeder darf nur ein einziges Buch mitnehmen. So kann man sichergehen, dass man nicht noch mehr Krempel anhäuft. Diese Regel funktioniert für uns sehr gut!

Stromkasten der Liebe

Es ist ein einfacher Stromkasten, der im besten Stadtteil der Welt – St. Johannis in Nürnberg – steht. Man bringt einfach schöne, nützliche und noch gut erhaltene Sachen hin und kann natürlich auch jederzeit etwas mitnehmen. Es ist sehr unkompliziert und es gibt sogar eine Facebook-Seite: https://www.facebook.com/stromkastenderliebe/ Bisher haben wir allerdings immer nur etwas vorbeigebracht und nie etwas mitgenommen. Entrümpeln und so…

Tauschparties

Ich habe im Frühjahr dieses Jahres eine Tauschparty bei mir zu Hause veranstaltet und es war richtig toll! Dazu habe ich Freundinnen eingeladen, die in etwa +/- dieselbe Größe haben. Danach wurde einfach getauscht nach dem Motto „Ich finde das Teil toll. Findest du auch was bei meinen Sachen? Dann können wir tauschen.“

Anfangs machte ich mir noch große Sorgen, dass man stets den Gegenwert der Dinge haben wollte. Aber das war gar nicht so. Alle haben sich über die neu „erworbenen“ Dinge gefreut und das war auch der Sinn der Sache. Irgendjemand kann noch etwas mit meinen „alten“ Dingen anfangen und braucht es sich nicht neu zu kaufen. Perfekt!

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Flohmärkten gemacht? Und wie werdet ihr nicht mehr gebrauchte Dinge los?

Top 3 Café in Nürnberg mit W-LAN und mein neuer coffee to go Favorit

NoWaste Treecup BUREAUStyle

Beitrag enthält *Werbung

Seit ich meinen Job gekündigt habe und mich selbständig gemacht habe, versuche ich so oft wie möglich von unterwegs zu arbeiten. Auch jetzt sitze ich im Hotelzimmer und während es draußen fast schon unerträglich heiß ist, und wir besseres Wanderwetter am Nachmittag abwarten, tippe ich hier in meinem Hotelbett diese Zeilen.

Für mich bedeutet von unterwegs arbeiten zu können absolute Freiheit.

Ich weiß aber auch, dass es für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen ist. Die meisten haben klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, wobei ich auch viele Ausnahmen kenne. Gerade im Sales & Marketing Bereich wird auch viel von zu Hause aus oder unterwegs gearbeitet und viele Angestellte nehmen auch Arbeit mit nach Hause. Home Office Modelle werden immer beliebter.

Meine Freunde ermahnen mich jetzt immer öfter Arbeit und Freizeit ganz klar zu trennen. Aber zum Einen mache ich das einfach noch nicht so lange, als dass sich bei mir bereits absolute Routine eingespielt hätte und zum Anderen macht es mir einfach (noch) zu viel Spaß. Ich kann mir vorstellen, dass ich mich nicht unbedingt mit Laptop auf den Strand legen würde. Aber einwenig Abwechslung und ein paar Stunden Arbeit zwischendurch sind bei kleineren Urlauben definitiv drin. Wie gesagt, vielleicht bin ich einfach noch nicht urlaubsreif und es ist die Anfangseuphorie. Kann alles sein 😉

Wenn ich in Nürnberg bin, will ich aber auch nicht die ganze Zeit allein in meiner Wohnung sitzen. Stattdessen flüchte ich immer mal wieder in Cafés. Wichtig ist mir dabei eine stabile W-LAN Verbindung sowie ein guter Kaffee. Abgesehen davon darf es laut sein, dürfen Kinder umherlaufen und der Hund zu meinen Füßen liegen. Für mich alles kein Problem. Ich setze mich dann mit Kopfhörern hin und alles ist gut!

Meine Top 3 Cafés in Nürnberg mit stabiler W-LAN Verbindung:

 

  • Ill amore in der Obere Wörthstraße
  • Five Diner am Obstmarkt
  • ALEX am Hauptmarkt

Mit Laptop und Kaffee im Park

 

Ab und an flüchte ich aber auch gerne in einen der Parks. Man kann hier wahnsinnig gut abschalten und dennoch produktiv sein. Gerade kreative Aufgaben sind hierfür perfekt! Meistens terminiere ich mir Dinge, bei denen ich richtig kreativ sein kann extra für die Arbeitssessions im Freien.

Aber ohne Kaffee geht es trotzdem nicht. Für das Thema „Kaffee to go“ bin ich mittlerweile auch sehr sensibilisiert. Ich hatte in der Vergangenheit auch schon Becher aus Metall und Plastik verwendet. Jetzt habe ich jedoch einen Becher aus wiederverwertbarem Material entdeckt: Tree Cup*

 

Die Geschichte dahinter ist so einfach wie genial. Nach einem Kindergeburtstag bleibt viel zu viel Müll zurück: Plastikbecher, Plastikteller und Plastikbesteck. Um diesen in Zukunft zu vermeiden wird kurzerhand Tree Cup ins Leben gerufen. So beginnt die Story von NO WASTE.

Pro Tag werden 320.000 Einwegbecher weggeworfen. Das sind etwa 2,8 Mrd. pro Jahr! Hast Du das gewusst? Ich fand diese Zahl erschreckend. Aber es wäre auch naiv zu glauben, dass ich die Einzige bin, die gern mit einem Becher durch die Stadt rennt. Das tun natürlich viele und die Mülleimer sind regelmäßig voll. Rechnet man das auf die ganze Stadt hoch, das Land, den Kontinent – da wird Einem doch schwindlig…

Was mich bei dem Tree Cup im Vergleich zu anderen Mehrwegbechern überzeugt hat, ist das Gewicht. Früher habe ich es mir 3x überlegt, ob ich einen schweren Kaffeebecher mit mir herumschleppen will. Wenn man diesen nicht sofort ausgewaschen hat, konnte man gleich davon ausgehen, dass etwas vom Kaffeerest in der Tasche landet. Wie transportiert man dieses Ding überhaupt nach Hause oder bis zum nächsten Waschbecken?

Bei dem Tree Cup Becher ist mir in der Verwendung aufgefallen, dass die Tropfen regelrecht abperlen und man den Becher restlos entleeren kann. Mit dem Verschluss ist dieser zudem luftdicht und es kann nichts mehr auslaufen.

Alle Informationen und die Geschichte von NOWASTE findest Du hier. 

Den Becher gibt es in verschiedenen Variationen und in verschiedenen Farben. Damit man sich am heißen Kaffee verbrennt, gibt es eine Manschette, die selbstverständlich auch mehrmals verwendet werden kann. Hier spart man weiteren Müll ein.

An dieser Stelle vielen Dank an NOWASTE für die coolen Becher, die ich in den vergangenen Wochen ausgiebig beim Arbeiten getestet habe!

*Werbung – Der Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wieder. Alle Informationen zum Thema Werbekennzeichnung und wie diese bei BUREAUStyle gekennzeichnet wird, findest Du hier.