Kategorie: Selbständigkeit

Wo Du wirklich Kunden für Dein Business findest und wie ich es geschafft habe

Egal womit Du Dich selbständig machst: Irgendwann kommst Du an diesen nervigen Werbeanzeigen in so gut wie allen sozialen Netzwerken nicht mehr vorbei. An jeder Ecke gibt es unglaublich viele Tipps wie Du mit Deinem Business an Deine Traumkunden kommst. Es gibt Challenges, die Dir dabei helfen sollen herauszufinden wie Du Deine Kunden anziehst. Es gibt Kundenmagnete, Coachings zur Kundenfindung und all das kostet nach einer kostenlosen Challenge, versteht sich, eine Menge Geld.

Jedes Angebot hat seine Daseinsberechtigung. Und wenn das jemandem hilft, dann soll er oder sie das bitte unbedingt wahrnehmen. Wenn die Nachfrage da ist, warum nicht das entsprechende Coaching, den Online-Kurs oder ein sonstiges Angebot kreieren?

Dieser Artikel ist für all diejenigen, die keine Challenge machen wollen, sondern in nur wenigen Minuten erfahren möchten, wie sie Kunden finden. Ob das dann Deine Traumkunden sind, das musst Du schon selbst herausfinden. Jeder ist für sein Glück respektive seine Kunden selbst verantwortlich.

„Meinen ersten Auftrag bekam ich nachdem ich in einer XING-Gruppe kommentiert habe.“

 

Das war´s. Zwei Minuten meiner Zeit – ein laufender Auftrag, der mir monatlich Geld einbringt.

Klingt zu einfach? Das war es auch.

Was ich an dieser Stelle jedoch nicht verschweigen möchte, ist die Tatsache, dass ich bereits seit 2005 auf XING angemeldet bin. Zwar war ich nicht durchgehend die letzten 13 Jahre gleichermaßen aktiv, aber immer mal wieder, phasenweise.

Und das ist meiner Meinung nach auch das größte „Geheimnis“, das Dir in keiner Challenge verraten wird. Es bringt wenig mit Beginn der Selbstständigkeit einen Blog zu starten und darüber zu schreiben was Du so den lieben langen Tag so machst oder worin Du Experten-Wissen hast (noch so ein Buzzwort in diesem Bereich).

Wen willst Du heutzutage damit beeindrucken und wie willst Du für die Sichtbarkeit sorgen?

Ich weiß, dass es hart klingt und vielleicht meint Du gerade, dass das Leben unfair ist. Ich halte dagegen und behaupte einfach ganz frech, dass es genau so wie es ist extrem fair ist. Warum sollten 13 Jahre auf einem Business-Netzwerk nicht belohnt werden? Schließlich willst Du doch mit Deinem Blog auch schnelle Reichweiten aufbauen und suchst nach „DEM Geheimrezept“?

Aber mit einem Netzwerk ist es nicht getan.

Meinen zweiten Auftrag bekam ich, weil ich auf Facebook kommentiert habe. Dort bin ich seit 2008 angemeldet und kenne die Person, die mich angeschrieben hat, seit nunmehr fast drei Jahren. Auch so ein „Glück“ oder „Zufall“.

Für Ausreden dieser Art habe ich leider gar kein Verständnis, deshalb weiter im Text.

Auftrag Nr. drei kam nach einer Veranstaltung, die ich moderiert habe. Im Übrigen ohne Honorar. Ich werde auch oft gefragt, wie ich zu „unbezahlter Arbeit“ stehe. Dazu schreibe ich gerne einen separaten Blogpost, weil es mir wichtig ist Dir zu zeigen, dass die Fragestellung falsch ist und es keine „unbezahlte Arbeit“ gibt. Gerade bei Bloggern ist das ein ganz großes Thema. Vor allem bei den kleineren Bloggern und denjenigen, die gerade mit dem Bloggen anfangen. Wie gesagt, das Thema ist einfach zu vielfältig, um es hier in zwei Sätzen zu behandeln. Deshalb wird es noch einen separaten Blogpost geben.

Aber zurück zum Auftrag Nummer drei. Tatsächlich hat einer der Podiumsteilnehmer seine Idee mit mir geteilt und ich fand sie sofort genial. Ich habe ihm vorgeschlagen ihn beim Projekt zu unterstützen und freue mich sehr Dir schon morgen alles im Detail über dieses Projekt zu erzählen. Nur soviel vorab: Es geht um gutes Essen, tolle Shops und noch viele Insights rund um Nürnberg. Das Ganze wird Anfang Dezember veröffentlicht und ich bin mehr als happy Teil dieses Projekts zu sein.

Auftrag Nummer 4 bekam ich per Instagram. Damit habe ich dann bald alle Netzwerke durch, nicht wahr? Jedenfalls bekam ich eine Anfrage als Direktnachricht. Daraufhin folgte ein Telefonat, ein Treffen und der Vertragsabschluss. Wie die Person auf meinen Account kam, konnte sie sich nicht mehr erinnern. Und ganz ehrlich: Mir geht es oft genauso! Wenn ich von a nach b klicke und von dort aus nach c, stoße ich oft an richtig coole Infos und muss mir den Link unbedingt sofort speichern. Wenn ich das nicht tue, habe ich keine Chance meinen Weg zu diesem Link nachzuvollziehen. Gerade das nächtliche Surfen führt mich oft auf die besten Webseiten und Social Media Kanäle.

Jetzt denkst Du Dir vielleicht: OK, schön und gut, aber wie komme ich jetzt an die Kunden? Hast Du konkrete Tipps?

Klar habe ich die! Es ist keine Abkürzung (sorry, die gibt es wirklich nicht) und kein Geheimtipp. Im Grunde sollte sich jeder Selbstständige mit Marketing beschäftigen. Ja, ich rede mich leicht. Ich habe BWL mit dem Schwerpunkt Marketing studiert, über 12 Jahre Berufserfahrung im Marketing und Vertrieb und weiß wovon ich spreche. Auch in meinem Masterstudium habe ich mich für Markt- und Werbepsychologie entschieden. Aber weißt Du was? Auch ich bin längst nicht perfekt und mache auch Fehler.

Aber das ist gar nicht der Punkt.

Der Punkt ist, dass Du rausgehen sollst. Sprichwörtlich aber auch virtuell (hey, es ist immerhin 2018!)

Meine Tipps wie Du Deine Kunden findest:

1.Branding

Wer bist Du und wofür stehst Du? Weiß man das sofort oder muss man sich erst durch Deine gesamte Webseite durchwühlen, um es zu verstehen?

Heute hat einfach niemand Zeit. Wenn ich jemanden suche und auf seine Webseite / sein social media Profil komme, will ich auf den ersten Blick sehen worum es geht. Die Webseite lädt nicht oder ist nicht mobil optimiert? OK, Bye! Ja, ich weiß, klingt extrem hart. Und mit Sicherheit wird Dir der eine oder andere Fehler verziehen. Aber willst Du den potentiellen Kunden wirklich ziehen lassen? Dasselbe gilt übrigens für alle Branchen, auch für Online-Shops. Dort will ich auf den ersten Blick das Angebot sehen, gleich wissen wie ich bezahlen kann und alle wichtigen Infos nicht erst suchen müssen.

Mein Branding ist ganz einfach: Ich bin die, die in Nürnberg und München „irgendwas mit Social Media, Influencern und Events“ macht. Klingt vielleicht zu allgemein, aber es funktioniert. Außerdem bin ich die mit dem Lifestyleblog über ihre Selbstständigkeit – auch schon oft gehört.

Wie willst Du wahrgenommen werden?

2. Präsenz

Am besten zeigt man Präsenz schon bevor man etwas von anderen Menschen möchte (= Aufträge). Es ist immer besser spät als nie anzufangen, aber bitte mit der richtigen Einstellung. Vor allem bringt es wenig links und recht zu schielen und auf die Kontakte anderer neidisch zu sein.

3. Zu hohe Erwartungen

Gary Vaynerchuk hat dazu einen Klassiker geschrieben: „Jab, jab, jab right hook.“ Ich habe schon mit x Leuten über das Buch gesprochen. Die meisten interpretieren das als „drei Kundenkontakte vor dem Kauf“. In Wirklichkeit mein Gary V damit, dass man den Menschen drei Mal etwas gibt – ohne einen Gegenwert zu erwarten. Erst dann… Aber das weißt Du schon selbst.

4. Mehrwert

Welches Problem löst Du und wie kannst Du dem Kunden helfen? Was kannst Du besonders gut und vor allem wo hast Du Erfahrung? Natürlich kann man sich bereits nach dem Studium selbstständig machen. Aber was genau willst Du Deinem Kunden dann anbieten? Nicht falsch verstehen, irgendwo muss man ja anfangen und

5. Bleibe realistisch 

Von jetzt auf gleich wird man nicht ausgebucht sein. Außer Du gehörst zu dem 1% der Menschen, denen es so geht. Oder aber Du nimmst ein Angebot an, das Dich von Anfang an voll auslastet. Dann wärst Du jedoch ein Freelancer, kein Selbstständiger per Definition und das ist ein Unterschied.

Eine gewisse Bodenständigkeit ist enorm wichtig. Anfangs wirst Du viele „unproduktive“ Stunden haben, also Stunden, die Du dem Kunden gar nicht in Rechnung stellen kannst. Aber mit der Zeit werden diese weniger (im Optimalfall) und Du kannst Dich immer weiter steigern. Übrigens habe ich vor Kurzem einen genialen Weg entdeckt das Ganze zu tracken. Dazu aber mehr in einem separaten Artikel.

6. Geduld 

Und über allem steht die Geduld. Ja, ich weiß, es ist nicht einfach. Wenn ich an die letzten Monate denke, dann frage ich mich auch warum ich mich so gestresst habe. Versetze ich mich aber in meine Lage vor gerade mal 3-4 Monaten, kann ich es sehr gut verstehen. Damals hatte ich zwei unglaublich mikrige Aufträge und jeder, wirklich jeder, hat mir „den einen großen Auftrag“ gewünscht.

Am Ende kam alles anders und ich habe für mich beschlossen eben keinen „einen großen Auftrag“ anzunehmen. Vielleicht noch nicht. Vielleicht werde ich das nie tun. Seit wenigen Wochen weiß ich genau was ich machen will und welche Aufträge so gar nicht zu mir passen. Erst jetzt, nach über einem halben Jahr der Selbstständigkeit, ist mir klar, was genau ich den lieben langen Tag machen will. Bei mir ist es eine Mischung aus eigenen Projekten und Kundenprojekten. Ich kann sowohl kreativ sein als auch meinen Kunden strukturiert weiterhelfen. Genau diese Mischung macht mich aus.

Aber über all dem stand die Geduld. Ohne die kommt man nicht weit bzw. dreht man als Selbstständiger irgendwann durch. Ich wäre es fast. Mach Du nicht denselben Fehler.

Team BUREAUStyle wächst und ich suche eine/n Praktikant/in

Anna Benz-Reichenauer • Bloggerin bei BUREAUStyle • selbstständig mit benz reichenauer communication. in Nürnberg

Titelfoto/Fotografin: Velia Sellner

Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis ich das Thema Gründung hinter mich bringen konnte. Wahnsinn! Ich habe bereits hier ausführlich darüber erzählt. Der Beitrag trägt den Titel „Warum Du Dich als Gründer vernetzen solltest“. Und tatsächlich ist es genauso gekommen.

Aber der Reihe nach.

Vergangene Woche war ich beim StartUp Pitch in Lauf bei Nürnberg. Neben mir haben neun weitere Unternehmen bzw. Gründer gepitcht. Alles in allem war es eine überschaubare Veranstaltung und es waren fast nur die Gründerteams anwesend. Dennoch hat sich der Abend für mich schon jetzt mehr als gelohnt, denn ich habe bald nach dem Pitch eine E-Mail mit einer Bewerbung erhalten. Wahnsinn, oder?

Genau so sollte es immer laufen: Man sagt der Community was man haben möchte und dann bekommt man genau das. Für mich ist es jedes Mal eine irre Wertschätzung, wenn sich jemand bei mir bewirbt!

Leider hat sich der Gründungsprozess so lange gezogen, dass ich meine Praktikantin Nathalie, die mich beim 3. BloggerBUREAU im April unterstützt hat, nicht einstellen konnte. Vielen lieben Dank an dieser Stelle nochmal an Nathalie für ihre Unterstützung (absolut ehrlich gemeint!) und für die Behörden für ihre Langsamheit (absolut unehrlich gemeint!).

Bevor ich mich aber auf das Negative fokussiere, schaue ich nach vorne. Immer!

Und so suche ich jetzt gleich zwei Leute – Wahnsinn, oder? Ich kann es selbst noch kaum glauben! Aber ich habe aktuell so viele Aufträge (und noch mehr Anfragen), dass ich das niemals werde alleine bewältigen können. Abgesehen davon hatte ich nie vor die typische Freelancerin zu werden, sondern habe von Anfang an das Ziel verfolgt eine Agentur aufzubauen. Ich will keine Full Service Agentur, da ich sie selbst eher strange finde. Sorry, aber wer kann schon alles?

Stattdessen habe ich genaue Vorstellungen davon wie ich arbeiten möchte und wie ich in Zukunft leben möchte. Es ist extrem wichtig eine Vision zu haben und Mitarbeiter gehören für mich einfach dazu.

Ich weiß genau welchen Typ Mitarbeiter ich suche:

  • motiviert
  • wissbegierig
  • und immer bereit sich weiterzuentwickeln

Abschlüsse oder Noten sind mir herzlich egal. Gerade weil ich Abi, Studium, noch ein Studium und eine Ausbildung vorweisen kann, weiß ich wie wenig all diese Abschlüsse aussagen. Ich kenne Menschen mit Dr. Titel, die nicht von 12 auf Mittag denken können und Menschen ohne Abschluss, die einfach unglaublich fit im Kopf sind. Titel und Abschlüsse sagen für mich wirklich Null Komma Null aus. Sorry an alle, die auf ihren 1,0 Abschluss stolz sind. Es ist wirklich eine Leistung und ich möchte diese niemandem absprechen. Es ist super sich anzustrengen und tolle Noten zu schreiben. Allerdings nur dann, wenn man auch nach dem Abschluss performt und sich nicht auf seinem tollen Titel ausruht.

Just my 2 cents.

So, jetzt habe ich genug geschrieben.

Wen suche ich eigentlich? 

Im Grunde suche ich zwei Leute: einen Pflichtpraktikanten (m/w/d) und einen Grafik-Designer (m/w/d).

Eine Grafik-Designerin hat sich bei mir beworben und kommende Woche findet das Vorstellungsgespräch statt. Dennoch freue ich mich über weitere Bewerbungen, denn zum einen weiß man nie, ob es auf Anhieb funktioniert (vielleicht will ja sie nicht?) und zum anderen kann es sein, dass ich so viel mehr Arbeit habe, dass ich mehrere Personen beschäftigen kann.

Was den Praktikanten angeht, so suche ich jemanden, der/die BWL mit Schwerpunkt Marketing oder Vergleichbares studiert. Wichtig ist mir vor allem, dass Du motiviert bist täglich Neues zu lernen. Ich werde meine Erfahrung aus über 10 Jahren im internationalen Marketing- und Event-Business mit Dir teilen. Im Gegenzug erwarte ich mir viele frische Ideen und Spaß an der Arbeit. Dass man bei mir keinen Kaffee kochen muss, versteht sich von selbst.

Hier die Stellenausschreibung für die Praktikanten-Stelle: Stellenausschreibung_Praktikum 

Selbstverständlich erhälst Du ein Praktikumszeugnis und einen genauen Einarbeitungsplan. Du wirst mit mir zahlreiche Events besuchen und Dich auf meine Kosten weiterbilden können. Wenn es gut zwischen uns passt, wird das Praktikum verlängert bzw. in ein Arbeitsverhältnis umgewandelt.

Und jetzt bleibt mir nur zu sagen, dass ich mich schon wie eine Wahnsinnige auf die Bewerbung und die Zusammenarbeit freue! Bitte schreibe mir bei Interesse einfach eine E-Mail an anna { at } benz-reichenauer.de

Investment und Business Days 2018 – meine Vorträge und das erste Mal vor der Kamera

Als ich zu den Investment und Business Days 2018 eingeladen wurde, habe ich mich sehr gefreut! Ich habe von Beginn an zwei Slots bekommen und wusste natürlich sofort, worüber ich referieren würde: Social Media und Influencer Marketing. Beide Themen sind untrennbar miteinander verbunden und machen einfach extrem viel Spaß!

Am vergangenen Freitag ging es zusammen mit Robert Puchalla vor arsmedium nach Frankfurt/M, wo die Investment und Business Days 2018 in der FH, mitten in der Stadt, aufgezeichnet wurden.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um das größte Event in Deutschland, das live gestreamt wird. Fünf Tage voller Vorträge, die allesamt parallel stattfinden, lassen kaum Wünsche offen. Organisiert wurde das Ganze von Michael Voigt, dem wohl bekanntesten Trader Deutschlands. Er ist nicht nur ein Profi, wenn es um Börsenhandel geht, sondern hat das Standard-Werk „Das Große Buch der Markttechnik“ geschrieben, das ich zusammen mit einer weiteren Übersetzerin ab 2009 übersetzt habe.

Ich kenne Michael seit mittlerweile neun Jahren und die Geschichte, wie wir uns kennengelernt haben, ist richtig crazy. Kurz nachdem ich einen neuen Job angetreten habe, ging es für mich nach Moskau zu meiner ersten Messe mit dem Unternehmen. Auf dem Rückweg beschwerte sich meine Kollegin, die im Flieger neben mir saß, über ihren Vordermann. Dieser hatte seinen Sitz nach hinten gestellt und sie hatte kaum Platz für ihren Klapptisch.

Sie traute sich allerdings nicht den Mann anzusprechen und so habe ich für sie übernommen und den Herrn mit den Worten „Entschuldigen Sie bitte, aber könnten Sie Ihren Sitz vorstellen?“ angesprochen. Als sich der Mann umdrehte, erkannte ich den Vater einer Freundin. Daraufhin ergab sich ein Gespräch darüber was er in Moskau machte und wieso ich dort war. Auf dem Flug las er ein Buch, von dem er augenscheinlich begeistert war. Als ich mich erkundigte worum es ging, meinte er, dass ich dieses gleich behalten und übersetzen sollte, denn er kenne den Autor und dieser ist gerade auf der Suche nach einer Übersetzerin, die das Buch für ihn ins Russische übersetzen würde.

Ich lehnte dankend ab, aber der Vater meiner Freundin lies nicht locker. Wir plauderten noch einwenig und verabschiedeten uns bei der Ankunft am Münchner Flughafen.

 

Nur wenige Tage später erhielt ich einen Anruf. Michael Voigt war dran und stellte ich als „Autor des Buchs, das Sie gerade übersetzen, vor“. Ich fiel fast vom Stuhl! Zwar stammelte ich irgendwas von Missverständnis, aber er ließ nicht locker und schlug vor sich einfach unverbindlich zu treffen…

Neun Jahre später ist das Buch längst übersetzt und ich bin als Speakerin bei den Investement und Business Days 2018 dabei.

 

Es läuft halt nicht immer alles nach Plan und ich lerne tatsächlich sehr selten Menschen in den „dafür vorgesehenen“ Situationen kennen. In den meisten Fällen sind es absolut zufällige Bekanntschaften und ich staune jedes Mal darüber, wen ich woher kenne. Verrückt – anders kann ich das nicht bezeichnen. 

Meine Vorträge bei den Investement- und Business Days 2018

Vor den beiden Vorträgen war ich super-nervös. Obwohl ich im Grunde keine Präsentation und keine Notizen brauche, habe ich viel zu viel auf meinen Bildschirm gestarrt. Dabei habe ich jedoch Null abgelesen, sondern einfach nur in der Gegend rumgeschaut. Definitiv etwas, woran ich in Zukunft arbeiten kann und werde.

Gleich der erste Vortrag war eine Punktlandung! Ich habe trotz Fragen aus dem Publikum (eigentlich ist kein Publikum vorgesehen, aber bei meinem ersten Vortrag waren zwei Personen anwesend), um gerade mal 2 Minuten überzogen.

 

Es war schon etwas crazy eine Stunde lang mit der Kamera zu sprechen. Eine absolut neue Erfahrung für mich als Speakerin!

 

Selbstverständlich war es nicht mein erster „Auftritt“, aber fast gänzlich ohne Publikum und die Interaktion mit anderen Leuten, war es irgendwie spooky. Aber toll! Ich habe es absolut genossen und möchte diese Erfahrung nicht missen.

Nach einer Pause, in der ich nochmal meine zweite Präsentation durchgegangen bin, und etwas gegessen habe, war ich auch schon mit meinem zweiten Vortrag dran. Dieses Mal hatte ich wieder einen Gast, der im Anschluss an die Präsentation die ein oder andere Frage gestellt hat. Zwar hat sich herausgestellt, dass all seine Fragen im ersten Vortrag beantwortet wurden und er sich lieber diesen hätte anhören müssen, aber auch der zweite Vortrag hat ihm gut gefallen.

Robert und ich waren zeitgleich mit unseren Vorträgen fertig und konnten die Heimreise antreten. Alles in allem war es eine großartige Erfahrung! Und noch am selben Tag habe ich eine erste E-Mail mit einer Anfrage für Social Media Beratung bekommen. Mein Vortrag wurde als „sehr erfrischend gelobt“ und auch das Wort „großartig“ kam darin vor. Ich hätte niemals mit so einem schnellen Feedback gerechnet und freue mich sehr über das anstehende Telefonat mit der Dame.

Vielen Dank an dieser Stelle an Micha Voigt und sein ganzes Team für die reibungslose Organisation, die professionelle Betreuung und die Verpflegung vor Ort! 

Alle Fotos sind von Robert Puchalla. Vielen Dank für die Fotos, dass Du nach Frankfurt gefahren bist (und das wirklich sehr sicher!) und Du sofort zugesagt hast dabei zu sein!

Selbst und ständig – warum Du Dich mit anderen Gründern vernetzen solltest

Vorsicht, ein sehr persönlicher Post.

Ich sitze hier mit dem Laptop auf dem Schoß und kann es gar nicht glauben: Ein Kampf, den ich über ein halbes Jahr geführt habe, ging heute zu Ende. Dieses letzte halbe Jahr war richtig, richtig anstrengend. Und auch wenn ich nach außen immer schön gelächelt habe, tief im Inneren hat mir das ständige Kämpfen zugesetzt. Und zwar richtig.

Am liebsten würde ich jetzt einfach ans Meer fahren, mit dem Boot hinausfahren und einfach meinen ganzen Frust herausschreien. Ich kann es gar nicht in Worte fassen wie bescheiden es mir diesbezüglich in den vergangenen Monaten ging. Jeder Tag drehte sich um Formulare, Anträge und irrsinnige Telefonate. Irrsinnig deshalb, weil mir einfach niemals jemand geglaubt hätte, dass das überhaupt möglich ist. Wahrscheinlich haben alle, denen ich einen Bruchteil meiner Erlebnisse erzählt habe, gedacht, dass ich maßlos übertreibe. Dabei habe ich maßlos untertrieben.

Vor ein paar Wochen war Matteo zufällig zu Hause, als ich einen wiederholten Anruf bekam. Er ging ans Telefon und beschwerte sich anschließend so schräg behandelt worden zu sein. Ja, willkommen in meiner Welt! Genau so ging es mir über ein halbes Jahr. Ein halbes Jahr! Mal ehrlich, muss man das wirklich ertragen?

Dass in der Selbständigkeit nicht immer alles heiter Sonnenschein ist, danke, ich bin keine 20 mehr um das nicht zu wissen. #ironyoff

Ich habe in unzähligen Ländern dieser Welt mit Menschen aller Berufsgruppen verhandelt und habe noch nie solch eine Behandlung erfahren wie in den letzten sechs Monaten in der Stadt, die ich seit mittlerweile sieben Jahren als mein Zuhause bezeichne. Ich habe in Russland, China, Brasilien und fast jedem Land in Europa erfolgreich Projekte abgewickelt. Nicht selten ging dabei etwas schief und ich brauchte Hilfe. Ich weiß man sollte niemals nie sagen. Aber rückblickend kann ich behaupten noch nie in meinem Leben so behandelt worden zu sein.

Ich habe lange überlegt diese Geschichte öffentlich zu machen, um damit anderen Gründern zu helfen. Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht, ob ich das mache…

Denn der Witz ist ja, dass man als Selbstständige eben für sich selbst verantwortlich ist und egal wieviele Grabenkämpfe man gerade führt, irgendwie auch das Geld verdient werden muss. An dieser Stelle überlegt man es sich 3x, ob man die Zeit für Aufträge oder eher für „solche Geschichten“ aufbringt.

Und versteh mich nicht falsch: Es geht mir nicht um die Tatsache etwas nicht bekommen (oder nicht sofort bekommen) zu haben. Es geht um den Umgang und die Art und Weise wie mit mir kommuniziert wurde. Ich hoffe, dass meine Ansprechpartner sehr bald in den verdienten Ruhestand gehen. So haben sie dann einfach keine Problem-Fälle wie mich und müssen sich nicht mit Gründern wie mir beschäftigen. Am besten sie beschäftigen sich dann mit niemandem mehr, sondern haben ihre wohlverdiente Ruhe und niemand stört…

Ich wünsche es niemandem zu hören, dass man fälschlicherweise zwei Accounts angelegt hat und man selbst (!) sich nun bitte bei der hauseigenen IT melden soll, um das Problem zu klären.

Ich wünsche niemandem es sich anhören zu müssen, dass man doch bitte weiterhin jedes verdammte Mal, über sechs Monate lang, an der Hotline anrufen soll, sich verbinden lassen soll (wenn es denn klappt) und nur so mit der Sachbearbeiterin telefonieren kann. Nein, eine Durchwahl gibt es nicht. Wir haben schließlich 2018 und nicht 2058. Lassen Sie uns in Zukunft über eine Kommunikation auf Augehöhen sprechen. Digitalisierung? Kommunikation? Nie gehört!

Ich wünsche niemanden, dass man abgewiesen wird und der Vorschlag „jederzeit für ein Gespräch vorbeizukommen“ abgeschmettert wird. Kein einziger persönlicher Termin in sechs Monaten! I can prove it.

Und nein, das ist leider kein Scherz. Eine Behörde, die 20 Minuten von mir entfernt ist. 20 Minuten! Ich wäre jeden Tag auf der Matte gestanden, wenn man es mir erlaubt hätte. Ich habe tatsächlich überlegt vor dem Amt zu demonstrieren, damit mich die Damen und Herren doch bitte zu einem Gespräch einladen. Und auch das ist kein Scherz.

Ich wünsche niemandem am Freitag eine E-Mail zu erhalten, dass die Unterlagen nun doch endlich alle komplett wären, nur um am darauffolgenden Montag zu erfahren, dass dem nicht so wäre.

Wir schalten alle gern am Dienstag „Die Höhle der Löwen“ ein und diskutieren bei den Produkten mit, ob die Welt auf sie gewartet hat oder nicht. Aber wir vergessen auf den Weg zu schauen, den die Gründer gegangen sind. Und ich meine damit nicht den kurzen Weg vom Eingang bis zur Fernsehkamera.

Es ist ein Kampf und wir Gründer wollten ihn so.

Aber es ist ein ungleicher Kampf.

Im Internet und von allerlei Beratern bekommst Du unzählige Infos, Tipps und Tricks. Aber am Ende ist es alles Auslegungssache und eine Kann-Leistung.

Ich frage mich wie die Politik und die Wirtschaft mit einer Kann-Leistung, für die man über ein halbes Jahr kämpft, gegen die Googles und Amazones dieser Welt bestehen will?

Wo soll denn bitte die so vielgelobte und erhoffte Innovation entstehen? In der Zeit zwischen 9:00 und 17:00 Uhr? Zwischen „Rechner hochfahren“ und „Kaffee holen“? Oder doch während der Überstunden, wenn man bereits ausgestempelt hat (weil der Betriebsrat es sich so wünscht) und wieder an den Arbeitsplatz zurückgekehrt ist?

Dieses überregulierte System macht nicht nur mich müde. Nein, es ist kein Frustartikel und ich beschwere mich nicht nach „gerade mal sechs Monaten“ und nein, auch bisher wurde ich nicht in Watte gepackt. Meine Eltern kamen 1993 mit zwei Kindern und drei Koffern nach Deutschland. Alles, was ich heute bin und besitze habe ich nur meinen Eltern und meinem eigenen Willen zu verdanken. Ich bin kein verwöhntes Kind, das erst nach Abschluss des Studiums zum ersten Mal ein Büro von innen gesehen hat und mit Sicherheit haut mich diese Erfahrung mit dem Amt jetzt auch nicht um.

Ich finde es einfach nur zum Schreien! Und mich wundert es nicht, dass so viele Menschen es gar nicht erst versuchen. Man kann ihnen nicht absprechen einen starken Willen zu haben. Vielmehr wiegen sie ab, ob sich dieser Aufwand, dieser Kampf gegen die Windmühlen überhaupt lohnt.

Die Theorie der sunk costs besagt, dass man, falls man bereits viel Geld „versenkt“ hat, genau überlegen muss, ob man weiterhin investiert. Oft begründen wir Investitionen damit, dass man ja bereits „so und so viel Geld investiert habe“. Genauso ist es mit der Zeit. Irgendwann rechtfertigt man die Situation damit, dass man ja bereits so und so viel Zeit investiert hat und jetzt nur noch ein paar Schritte zu gehen sind. Zu dem Zeitpunkt, als ich so gedacht habe, war es aber noch ein Marathon.

Aber weißt Du was? Ich bin ihn gelaufen und ich bin ins Ziel gekommen. Und f***, ja, ich fühle mich wie in dem Lied von Christina Aguilera: „Thanks for making me stronger.“ Deshalb will ich danke sagen. Danke für diese lehrreiche Zeit. Ich bin froh, dass ich von Natur aus keine dunklen Haare habe, denn jetzt wären sie mit Sicherheit grau. Danke an alldiejenigen, die mich ermuntert haben immer weiter zu kämpfen. Für mich kam zu keinem Zeitpunkt etwas anderes in Frage, denn mal ehrlich, sonst wäre ich wohl in der falschen Branche und fehl am Platz.

Ich möchte mich auch in Zukunft für all diejenigen einsetzen, denen es genau so geht wie mir in den vergangenen Monaten. Mich haben schon einigen Anfragen erreicht, wie ich es geschafft habe (damals hatte ich es aber noch nicht geschafft) und was die beste Strategie ist, um ans Ziel zu kommen. Damit wir alle in Zukunft keine „Strategie“ benötigen, sondern einfach bei der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen unterstützt werden, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Uns mehr austauschen und mehr vernetzen.

Aus genau diesem Grund werden, Digitalisierung hin oder her, reale Events, Messen und sonstige Treffen mit Mehrwert (!) niemals aussterben. Wer aus dem Marketing kommt und sich mit anderen Marketern vernetzen möchte, dem empfehle ich die XING-Gruppe Marketing Community Nürnberg. Ich leite diese Gruppe und organisiere regelmäßige After-Work Treffen.

Außerdem habe ich aus dieser Gruppe heraus das Unternehmerfrühstück in Nürnberg ins Leben gerufen. Wer dabei sein möchte, schreibt mir einfach eine Nachricht. Ich melde mich dann mit weiteren Infos.

Weiterhin bin ich Co-Organisatorin des Social Media Stammtisch Nürnberg. Wer in diesem Bereich aktiv ist – einfach eine Nachricht an mich und ich lade Dich in diese Gruppe ein.

Vernetzung und Austausch untereinander ist in jeder Branche wichtig. Für Gründer ist dieser meiner Meinung nach essentiell. Lass uns gemeinsam an unseren Zielen und Träumen arbeiten. Egal ob es sechs oder sechzehn Monate dauert – als Gründer ist man auf sich selbst gestellt. Und das ständig.

 

 

 

 

Zwei Dinge, die Du als Selbstständige brauchst

Neulich habe ich mich mit einer Freundin über meine Selbstständigkeit, die Akquise und das Kennenlernen von interessanten Menschen unterhalten. Es war ein spannendes Gespräch und wir sind beide zur gleichen Erkenntnis gelangt…

Kennt ihr diese Menschen, die augenscheinlich die größten Netzwerker sind? Diejenigen, denen alles zuzufliegen scheint? Die so scheinbar mühelos durchs leben schweben und denen alles gelingt, weil sie die richtigen Menschen kennen und sie jeder mag, einfach so, ohne, dass sie etwas hierfür tun?

Ich kenne genug solcher Menschen. Aber Fakt ist: Im Grunde gibt es sie nicht. Nichts ist wirklich mühelos, einfach oder liegt einfach auf der Straße herum.

Es hat gedauert bis ich erkannt habe, dass alles Gute, was uns im Leben passiert, absolut verdient ist und genauso sein soll. Es ist dieses eine Treffen, auf das niemand Lust hatte. Es ist dieser eine Anruf, den andere nicht machen wollten. Egal was es ist: Nichts fällt uns so mühelos in den Schoß wie es von außen oft aussehen mag.

Gerade wenn man sein eigenes Business aufbaut trifft es 100% zu. Man kann noch so viel über Vertrieb und Akquise lernen – es bringt nichts. Zu Beginn meiner Karriere war ich auf unzähligen Seminaren – teils vom Arbeitgeber bezahlt, teils selbst finanziert. Unzählige Kniffe und Verkaufssituationen später kann ich mit Sicherheit sagen: All das bringt nichts.

Wenn Deine Einstellung nicht stimmt, kannst Du der Master aller Seminare dieser Welt sein. Es wird Dir absolut nichts bringen. Wenn Du es nicht wirklich willst und von vornherein denkst, dass es so nicht funktionieren wird, kannst Du Dir die Zeit sparen.

Es ist verrückt wieviel Geld mit Seminaren über „die richtige Technik“ verdient wird. Diese ganzen Zauberformeln für Deinen Erfolg, die Tipps und Tricks, die einem tagtäglich angepriesen werden, sind alle zusammen ein großer, großer Quatsch. Wenn Du nicht dahinterstehst und keine Lust auf die Zusammenarbeit mit Menschen hast, dann wird es einfach nichts werden. Oder es wird nur etwas Halbherziges. So oder so macht es Dich am Ende des Tages nicht glücklich – egal wieviel Du rumprobierst.

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich mir natürlich einen Plan gemacht was ich alles haben müsste: Die perfekte Webseite, so und so viele Kontakte zu potentiellen Kunden, professionelle Fotos für meinen Webauftritt und und und. Die Fotos habe ich noch immer nicht machen lassen. Und ganz ehrlich: Mit dem Erfolg oder Misserfolg haben sie auch Null Komma Null zu tun.

All meine Projekte kommen von Menschen mit denen ich entweder in der Vergangenheit zu tun hatte oder die ich tagtäglich in den unterschiedlichsten Situationen treffe. Ich weiß nicht mehr wieviele Menschen ich bisher in den Flugzeugen dieser Welt kennengelernt habe… Unzählige! Übrigens ausschließlich in der normalen „Holz-Klasse“ und niemals dann, wenn ich Business Class geflogen bin. Die meisten Geschäftsinhaber fliegen übrigens Economy. Ich habe Menschen kennengelernt, die mich erst über ein Produkt ausgefragt haben – ob ich es kenne, wie ich es finde etc. – nur um mir dann kleinlaut zu sagen, dass die Firma ihnen gehört und anschließend zu erzählen wie sie so weit gekommen sind. Nicht selten wollte ich nach einem Autogramm fragen, habe mich jedoch mit einer Visitenkarte begnügt.

Damit will ich nur sagen, dass man nicht in den elitären Kreisen verkehren muss. Niemand braucht Vitamin B, um einen Job zu landen oder ein Projekt an Land zu ziehen. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber mal ehrlich, wer von uns ist schon ein Baulöwe und an einem Großauftrag dran? Wer das macht – klar, hier gelten mit Sicherheit andere Regeln. Aber im Allgemeinen neigen die meisten Menschen dazu in ihrem Kopf tausende Grenzen aufzubauen und sich anschließend innerhalb dieser Grenzen zu bewegen.

Um selbstständig zu sein benötigst Du keine Millionen Startkapital, keine Beziehungen und eine E-Mail Liste mit mehreren Tausend Datensätzen. Alles was Du brauchst, ist die Bereitschaft auf Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören und offen über Dich und Dein Business zu sprechen. As easy as that.

In meinen Augen sind Offenheit und eine positive Einstellung die Grundlage für ein funktionierendes Business (und nebenbei vieles andere). Wenn Du nicht mit verschränkten Armen durch die Welt läufst und alles schwarz siehst, wirst Du das, was Du haben willst, geradezu anziehen. Probier´ es doch mal aus und sag mir ob es funktioniert!

Wenn Du Fragen zum Thema Selbstständigkeit hast oder Anregungen hast, schreib mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail. Die E-Mail Adresse findest Du im Impressum. Ich freue mich!

 

Instagram Posts und Bio mit Leerzeichen formatieren

Instagram entwickelt sich immer mehr zu einer Full-Service-App. War es anfangs nur eine Foto-App, sind die Möglichkeiten heute nahezu unbegrenzt. Kommende Woche halte ich einen Vortrag darüber wie ich innerhalb von acht Wochen einen Account mit über 1.000 realen (!) Followern aus der richtigen Zielgruppe aufgebaut habe.

Heute geht es um einen kleinen aber feinen Trick.

Du kennst das bestimmt: So sahen und sehen nach wie vor die meisten Posts aus:

Es ist einer meiner älteren Posts.

So „schlimm“ sieht er vielleicht gar nicht aus, denn es ist auch nicht soooo viel Text. Es geht definitiv schlimmer… Wenn man wirklich einen langen Post schreibt oder ausschließlich auf Instagram bloggt, da sieht es schnell sehr unübersichtlich aus.

Aber mit einem kleinen Trick kann man den Text im Post formatieren und so für eine bessere Lesbarkeit sorgen. Hier habe ich zwischen den Zeilen Aufzählungspunkte verwendet:

 

Willst Du aber eine Leerzeile (ohne Punkt), dann kannst Du Dir mit diesem Instagram Trick helfen:

 

—–>⠀<—-

 

einfach dieses Leerzeichen zwischen den beiden Pfeilen kopieren und – voilà – Du hast einen Absatz eingefügt!

 

 

Ganz genau so funktioniert das Ganze auch mit der Instagram Bio:

Ich finde es so auf jeden Fall übersichtlicher und man sieht die wichtigsten Infos auf den ersten Blick. Gerade auf dem Smartphone scrollen Nutzer viel und vor allem schnell. Das Auge kann aber keine langen Textblöcke erfassen. Mach es also Deinen Followern leicht und füge Leerzeilen ein. Die Instagram Nutzer werden es Dir danken.

Falls Du Fragen zu Instagram hast oder nicht weiß wo Du starten sollst, melde Dich gerne bei mir. Meine Kontaktdaten findest Du im Impressum. Oder hinterlasse hier einfach einen Kommentar. Ich freue mich!

 

Creative Day Challenge mit CommClubs Bayern bei Artdeco Cosmetics

Was gibt es für Marketer Schöneres als ein Mal in der W&V aufzutauchen? Richtig – nichts! Aber der Reihe nach.

Vergangene Woche war ich bei Artdeco Cosmetics. Das hast Du doch bestimmt in den Instagram Stories gesehen, gell? Aber weshalb und wieso – das habe ich noch gar nicht erzählt. Deshalb kommt hier der Bericht über einen spannenden Tag, tolle Produkte und ganz viel Kreativität.

 

Creative Day Challenge

Am vergangenen Freitag durfte ich als eine von 12 Kreativen an der Creative Day Challenge teilnehmen. Dabei handelt es sich um ein Tages-Event bei einem Unternehmen. Die Aufgabe ist zu 100% real und zu 0% abstrakt. Es geht um konkrete Aufgabenstellungen, die in kleinen Teams bewältigt werden. In wenigen Stunden erarbeitet man gemeinsam eine Lösung – in diesem Fall eine Präsentation.

Unsere Köpfe haben geraucht! Im Team waren neben einem Texter, eine PR-Expertin sowie die absolute Überfliegerin im Art Design. Zu viert haben wir mit Hilfe unserer beiden Coaches Frederike und Jürgen buchstäblich in der letzten Sekunde unsere Präsentation fertiggestellt. Unsere Präsentation war letzten Endes free style. Wir haben noch nicht mal die Reihenfolge abgesprochen, mit der wir die Präsentation vorstellen wollten. Letzten Endes hat man es aber wohl überhaupt nicht gemerkt, weil ständig jemand von uns eingesprungen ist und einfach weitergemacht hat. Was mir an unserer Präsentation am besten gefallen hat, war der Bezug zum Kunden.

Ich bin es nicht gewohnt kreativ zu arbeiten und dabei nicht an die Kosten zu denken. Schon immer war ich entweder im Vertrieb oder das Bindeglied zwischen Vertrieb und Marketing. Ich bin ein Fan von Brainstorming, das schon. Aber einfach mal kreativ sein ohne dabei an die Umsetzung zu denken – das fällt mir wahnsinnig schwer. Umso besser war es, dass wir alle ähnlich tickten und der Kunde Artdeco Cosmetics und letzten Endes auch genau dieses Feedback gegeben hat: Unsere Ideen waren allesamt umsetzbar und konkret. Außerdem wusste man immer wo im Sales Funnel wir uns zu welcher Zeit befunden haben. Das war mir besonders wichtig und ich bin froh, dass es auch so rübergekommen ist.

Ohne angeben zu wollen: Unsere Arterin war einfach Hammer und hat eine richtig coole Präsentation gezaubert! Wir haben zwar alle gleichzeitig daran gearbeitet, Bilder rausgesucht und Texte geschrieben. Aber es ist schon cool, wenn man einen Photoshop-Freak im Team hat.

Und was soll ich sagen? Dank der Teamleistung haben wir gewonnen! Am besten hat mir das Feedback gefallen. Denn sind wir mal ehrlich: Es ist schön zu gewinnen und ich freue mich immer über neue Kosmetik (wir habne einen Gutschein gewonnen!). Aber am Ende nimmt man an so einer Challenge teil, um sich weiterzuentwickeln, zu wachsen und Erfahrungen zu sammeln.

Dank der Challenge bin ich mit vielen weiteren kreativen Menschen in der W&V gelandet (klick!)

CommClubs Bayern e. V. 

Über die Challenge habe ich jetzt Einiges erzählt. Aber wie bin ich dazu gekommen? Es ist bereits mein zweites Event mit CommClubs Bayern, wo ich seit ein paar Monaten Mitglied bin.

Unter der Marke „CommClubs Bayern e.V.“ wird die Idee einer kompetenten Interessenvertretung verfolgt. Die CommClubs Bayern als Markenzeichen der bayerischen Werbebranche setzen Trends und schaffen eine Plattform der Kommunikation. Wir verfolgen nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern setzen auch in vielen Bereichen der Gesellschaft neue Ideen um und geben Impulse.

Quelle: https://www.commclubs.com/ueber-uns/

Ziel des CommClub Bayern e. V. ist es jungen bayerischen Kreativen die Möglichkeit zu geben an konkreten Cases bei inhabergeführten Unternehmen zu arbeiten. Unterstützt wird der Verein vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien. Hier geht es zur offiziellen Webseite des CommClubs. 

{ Zuvor war ich mit dem CommClub bei Dauphin, einem Büromöbelhersteller im Nürnberger Land. Darüber erzähle ich euch aber ein anderes Mal. }

Beider Veranstaltungen waren richtig gut organisiert und ich hatte viel Spaß, wahnsinnig viel gelernt und durfte an tollen Projekten mitarbeiten. Falls Du mal gefragt wirst, ob Du an einer solchen Challenge teilnehmen willst, mach das unbedingt! Dabei kann man nur gewinnen, selbst wenn man nicht zum Siegerteam zählt und nicht in der W&V abgedruckt wird.

BUREAUWeek #36

Sonntag Abend, Zeit für einen Rückblick. In der Vergangenheit habe ich die Woche immer unter BUREAUReview zusammengefasst. Dank meines ehemaligen Hosters ist dies allerdings passé. Ab sofort gibt es jede Woche ein Lebenszeichen von mir unter der Rubrik BUREAUWeek. Enjoy!

Diese Woche war super aufregend. Mittlerweile bin ich der festen Überzeugung, dass ich ein typisches Leben einer Selbständigen / Freiberuflerin führe: es ist ein ständiges Auf und Ab. Wenn man eine gute Nachricht erhält, kommt ein paar Stunden später irgendein Hammer – garantiert. Aber hey, gehört dazu und langsam aber sicher komme ich zu dem Ergebnis, dass es sich wohl so gehört und auch in Zukunft so bleiben wird. Langweilig wird es einem in der Selbständigkeit nicht – so viel ist sicher.

Creative Day Challenge bei Artdeco

Ein Highlight dieser Woche war die Creative Day Challenge bei Artdeco. Nach dem Creative Camp bei Dauphin vor einigen Wochen, war das bereits meine zweite Teilnahme mit dem CommClub Bayern. Ich werde an dieser Stelle noch ausführlich über die Challenge berichten und einwenig hinter die Kulissen schauen lassen. Soviel kann ich jedoch verraten: Unser Team hat gewonnen!

Wir haben uns stark an die Aufgabenstellung gehalten und die Fragestellung immer wieder aufgegriffen. Bei der Präsentation haben wir stets den Sales Funnel erwähnt und erklärt wie der Interessent zum Käufer wird.

Alles in allem war es eine kreative Challenge, die jedoch ganz konkret umgesetzt wurde. Ich finde es bei solchen Aufgaben immer wichtig zu sagen, was denn letzten Endes hängenbleibt. „Kreative“ Pitches fernab von jeglicher Realität habe ich in den über zwölf Jahren Berufserfahrung genug erlebt. Umso mehr freue ich mich immer über authentische Aufgaben und ebensolche Anfragen von (potentiellen) Kunden.

Außerdem habe ich diese Woche Kontakt zu Menschen aufgenommen, mit denen ich schon etwas länger nicht mehr gesprochen habe. Das waren jeweils sehr interessante Telefonate und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

Kommende Woche steht der Start eines neuen Projekts an, das ich PR-seitig betreuen werde. Außerdem kommt unter Umständen ein Projekt für Nürnberg nach dem Vorbild von München dazu. Noch kann ich leider nicht zu viel verraten, da ich ungern über ungelegte Eier spreche. Sobald es mehr zu berichten gibt, werde ich natürlich hier darüber erzählen.

Unbezahlte Projekte

In den vergangenen Wochen konnte ich mich von „unbezahlten“ Projekten und Projekten nach dem Motto „Wir verlinken Dich auf unseren Account“ fernhalten und bin richtig happy darüber da nicht mitgemacht zu haben. Keines dieser Projekte hat „gezündet“ – warum wohl?

Ich finde es ein wichtiges Thema darüber zu sprechen was unsere Arbeit wert ist. Es ist nicht so, dass ich Arbeit ohne Gegenleistung grundsätzlich ablehne, zumal es das an sich sowieso kaum gibt. Man bekommt immer einen Gegenwert – die Frage ist eben nur, ob das ein monetärer Wert ist oder in Form von Kontakten, die mitunter einen viel höheren Wert haben können. Ein immerwährendes Thema, an dem sich immer die Geister scheiden werden. Kommende Woche mehr dazu.

Ich wünsche Dir eine traumhafte September-Woche!

xx

 

 

August Review – Was ich im August geschafft habe und mein erster virtueller Assistent

Immer wenn ein Tag, eine Woche, ein Monat vergangen ist, denken wir an die Dinge, die wir nicht geschafft haben. Wir wäre es zur Abwechslung damit darüber nachzudenken was man alles GESCHAFFT hat?

Ich lade Dich ein Dir mit mir zusammen mehr positive Gedanken zu machen. Nein, das wird jetzt kein esoterischer Post – das wäre nicht ich. Aber ich finde es tatsächlich sehr nützlich sich vor Augen zu führen, was man in einem bestimmten Zeitraum erreicht hat.

Soll ich anfangen?

OK, das ist meine Liste:

Ich habe im August ein hammergeiles Profil erstellt. 

Sorry, das muss ich jetzt mal so sagen. Ich saß eine gefühlte Ewigkeit darüber und dabei ist es noch immer nicht perfekt! Was ich mit „Profil“ meine? Es ist eine Art CV, aber sehr viel mehr. Ich habe in einem Dokument zusammengefasst was mich ausmacht, was ich kann und worin ich richtig gut bin. Im Grunde ist es ein Lebenslauf und eine About Me-Seite in einem. Aber es sind auch über zehn Jahre Berufserfahrung und ganz viele Überlegungen das Ganze auf so wenig Seiten wie möglich darzustellen. Und dennoch arbeite ich immer noch daran. Weil ich mit jeder Nachfrage, jedem Gespräch und durch jedes Feedback Ideen bekomme wie ich das Ganze noch mehr schärfen kann.

Falls Du ebenfalls einen CV, ein Profil oder ein MediaKit (für Blogger) suchst, dann schau unbedingt bei Canva vorbei. Dort gibt es zahlreiche Vorlagen, die bereits vorausgefüllt sind. So bekommt man eine Idee davon wie das eigene Profil aussehen könnte.

Weitere Beispiele habe ich hier auf dem Pinterest Board gesammelt:

Ich habe meinen ersten Online-Kurs konzipiert und durchgeführt. 

OMG, wie lange wollte ich das schon ausprobieren? So wie ich der Meinung bin, dass jeder ein Influencer sein kann, bin ich auch der festen Überzeugung, dass jeder sein wissen (online) teilen kann, wenn er möchte. Vielleicht hat nicht jeder einen Plan davon wie er sein Wissen monetarisiert, aber das kann man sich schnell aneignen. (Wenn Du Fragen hast, kannst Du mir aber auch jederzeit eine E-Mail schicken. Die Adresse steht im Impressum.)

Ich bin einfach stolz auf mich, dass ich mich überhaupt getraut habe und vor allem endlich mal die Zeit gefunden habe das zu machen. Du kennst das bestimmt: Tausend Ideen, aber nichts bringt man wirklich weiter. Hier hilft es einfach nur Prioritäten zu setzen und Schritt für Schritt an seinen Zielen zu arbeiten.

Ich habe das BloggerBUREAU Consulting Projekt zusammen mit Robert gestartet. 

Robert und ich haben uns 2015 während meiner Zeit bei Porsche kennengelernt. Er hat mich über XING kontaktiert und wir haben vereinbart, dass er und ein Kollege von ihm in der Porsche-Zentrale vorbeischauen. Nach kurzer Zeit haben wir festgestellt, dass wir beide aus Nürnberg kommen. Damals war ich schon wieder auf dem Sprung in die Frankenmetropole und wir haben beschlossen in Kontakt zu bleiben…

Ein paar Blogger-Events auf denen Robert als Speaker und Mentor dabei war später haben wir nun unser „eigenes Ding“ am Start. Ich finde es immer großartig wenn aus Ideen Projekte entstehen und man diese mit Menschen, die man schon lange kennt (gefühlt kenne ich Robert länger als drei Jahre – und das ist absolut positiv gemeint!) umsetzen darf.

Check it out 😉

Das Foto ist von Velia Sellner. 

Im August habe ich mich vom Ballast befreit.

Ich habe wieder Dinge zum „Stromkasten der Liebe“ gebracht und war auch ein Mal am Flohmarkt, um Sachen zu verkaufen. Ich habe unzählige Pakete zur Post gebracht und noch mehr Anzeigen veröffentlicht. Diese Woche lag dann ein Flyer in meinem Briefkasten. Es ging um das Netzwerk nebenan.de. Kennst Du das? Es ist wirklich genial! Man meldet sich dort an und sieht nur seine Nachbarschaft. Gerade unter Nachbarn kann man Dinge tauschen, loswerden oder auch seine Hilfe anbieten. Es ist verrückt was in unserer Nachbarschaft (St. Johannis) los ist! Unzählige Kurse, Interessengruppen und irre viele Anzeigen. Gerade sperrige Dinge wie Sofas kann man dort gut loswerden. Wer will schon für ein Sofa durch die halbe Stadt gurken?

Meine Top 5 Plattformen / Möglichkeiten um Dinge zu verkaufen / zu verschenken sind aktuell: 

  • eBay Kleinanzeigen – funktioniert noch immer am besten
  • Flohmärkte – ich bin gerne an den Samstagen unterwegs
  • nebenan.de
  • „Stromkasten der Liebe“ – in St. Johannis
  • öffentliches Bücherregal am Dutzendteich (beim Gutmann)

Ich habe meinen ersten Freelancer über fiverr gefunden und habe seitdem einen virtuellen Assistenten in Pakistan. 

Ähm, ja, wo fange ich da an? Zuerst habe ich jemanden gesucht, der mir ein Logo für meinen russischen Instagram-Account erstellt. Als das Logo fertig war und ich einwenig auf fiverr (einer Plattform für Freelancer) gestöbert habe, bin ich auf zahlreiche weitere Dienstleistungen gestoßen. Darunter viele Virtuelle Assistenten aus dem In- und Ausland. Ich wollte es einfach mal ausprobieren und habe einen kleinen Job reingestellt. Eine halbe Stunde später hatte ich 12 Rückmeldungen. Sie alle überboten sich bei den Kenntnissen und unterboten sich beim Preis. Die Nummer 7 war jemand, der meinte, dass er die Kenntnisse nicht hat, aber Herausforderungen mag. Keine Ahnung warum, aber mich hat das überzeugt!

Ich habe ihm die Aufgabe erklärt und er hat sofort die richtigen Nachfragen gestellt. Es war schon komisch mit jemandem zu schreiben, der einem Arbeit abnehmen würde, ihn dabei aber nicht zu kennen. Ich hatte in meinem früheren Job auch Personalverantwortung und habe mit zahlreichen Agenturen zusammengearbeitet, die ich anleiten musste. Aber jemand, der mehrere Tausend km von mir entfernt war? Das war schon ein komisches Gefühl.

Letzten Endes war er so gut, dass er die Arbeit früher erledigt hat und ich mit ihm vereinbart habe langfristig zusammenzuarbeiten. Das machen wir nun schon seit 3 Wochen und er überrascht mich jedes Mal aufs Neue wie gut er sich in ein ihm gänzliches neues Aufgabenfeld in drei (!) Sprachen, von denen er zwei nicht beherrscht, eingearbeitet hat.

Ich habe mir nichts gekauft.

Tatsächlich kann ich es selbst nicht glauben, aber ich habe mir im August nichts, aber auch absolut gar nichts gekauft (außer Lebensmittel und Essen auswärts). Noch nicht mal einen Lippenstift. Ich war kein einziges Mal bei dm & Co. Wahnsinn, oder? Hintergrund ist meine große Entrümpelungs- und Aufbrauch-Aktion. In den Tiefen meiner Schränke habe ich Beauty-Produkte entdeckt, die ich zwar noch nicht so lange besitze, die ich jedoch völlig vergessen habe. Im Grunde ist bei mir jeder Tag wie ein Besuch in der Drogerie. Dafür gehe ich nur zu meinem sortierten Schrank und entdecke dort täglich neue Dinge. Kein Witz!

Dasselbe gilt für Bücher (oh mein Gott habe ich viele Bücher!) und Klamotten. Hier bin ich noch lange nicht am Ende meiner Verkaufs-/Verschenk-/Wegwerf-Aktion.

Und versteht mich nicht falsch: Ich befreie mich von unnötigen Dingen nicht weil ich nichts mehr konsumieren möchte. Ganz im Gegenteil! Ich liebe schöne Dinge, sehr sogar. Allerdings möchte ich in Zukunft nur von solchen umgeben sein. Nichts was mir nur so halb gefällt, passt oder mich nur zu 70% interessiert. Gerade WEIL ich nur noch tolle Dinge besitzen möchte trenne ich mich gerade von all dem, was nicht mehr zu meinem Leben passt.

Wie Du siehst war diesen Monat alles dabei – von privat bis beruflich habe ich überall irgendwas abgehakt. Und es fühlt sich grandios an sich das Ganze vor Augen zu führen. Nicht immer nur darüber jammern, dass die Zeit schon wieder so schnell vergangen ist und man „wieder nichts geschafft hat“. Einfach mal aufschreiben (und zwar wirklich mit Stift und Papier) was man geschafft hat und sich das Ganze vor Augen führen. Du wirst sehen: Es ist mehr als Du dachtest.

{ Titelbild: Maracons von der Patisserie Tafelzier, Schmuck von Thomas Sabo (PR-Sample), Duft von Chanel }

Es könnte so einfach sein

Gestern abend war meine Webseite benz-reichenauer.de weg.

Ich habe keine Ahnung was ich gemacht oder nicht gemacht habe. Es war Samstag abend und ich konnte den Support erst am nächsten Morgen um 10:00 Uhr erreichen. Und so blieb mir nach stundenlangem Rumprobieren nichts anderes als auch den nächsten Morgen und die Hilfe des Supports zu warten. Aber immerhin war jemand an einem Sonntag zu erreichen.

Jemand, der sehr gut gelaunt war, eine Wahnsinnsgeduld hatte und sich mit mir über eine halbe Stunde durchgeklickt hat. Am Ende war ich so happy, dass ich vergessen habe nach dem Namen zu fragen. Aber ich werde mir jetzt wirklich mal was überlegen, wie ich den Mitarbeiter bei All-Inkl (der beste Provider der Welt!) ausfindig machen kann. Anhand der Anrufzeit sollte das nicht so schwer sein. Außerdem hing der Arme eine Zeit lang an der Strippe.

Der ein oder andere denkt sich jetzt: Na klar, ist doch schließlich sein Job! 

Ja, aber wenn alle ihren Job so gut machen würden, gäbe es keine Beschwerden und viel weniger Gerichtsverfahren. Es gäbe weniger genervte Menschen und viel mehr gute Geschäftsbeziehungen.

Der Ton macht die Musik

 

Und mittlerweile mache ich diese Erfahrung fast täglich.

Im Geschäftsleben kannst Du, wie im richtigen Leben auch, ergebnisoffen fragen oder etwas unterstellen. Z. B. statt zu fragen „wann endlich dies und jenes erledigt wird“ einfach mal offen zu fragen, ob es denn schon erledigt wurde. Ein kleiner aber feiner Unterschied.

Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass man das noch lernen kann. Die meisten Menschen sind einfach nicht bereit sich umzustellen und sehen die „Schuld“ (was zugegeben ein sehr hartes Wort ist) niemals bei sich. Warum auch? Es ist doch so viel bequemer es einfach anderen in die Schuhe zu schieben bzw. den Ball zurückzuspielen und einfach mal abzuwarten.

Sicherlich kennst Du auch solche Kollegen, die bei jeder Aufgabe fragen, ob sie das tun müssen und ob das wirklich in ihren Aufgabenbereich fällt? Früher habe ich mich mit solchen Menschen ganz schwer getan. Kaum kommt eine neue Arbeitsanweisung wird schon zum Telefon gegriffen und erstmal abgeblockt. Wer dabei gewinnt? Niemand. Weder das Unternehmen noch man selbst.

Umso happier bin ich gerade über die Hilfe des Mitarbeiters am anderen Ende der Leitung. Schade, dass guter Service so selten ist, dass er so gut in Erinnerung bleibt. Mein alter Dienstleister, der meinen Blog gehostet hat, hat sich da leider ganz anders verhalten, weshalb der Blog-Relaunch anders ausfiel als gedacht.

Meine Daten waren tatsächlich weg. Komplett. 

Back-Up – ja, habe ich, aber dieser ist nicht aktuell. Denn der Hoster hatte den automatischen Back-Up im Angebot. Dumm nur, dass dieser ebenfalls offline geschaltet wurde als der Job verschwand. Nach mehrmaligen Telefonaten war dann einfach klar: Es ist nichts zu machen.

Natürlich bleibt mir noch der Rechtsweg… Aber das ist eine ganz andere Geschichte und ich frage mich, ob es mir wert ist… Bisher kenne ich niemanden, der in einer ähnlichen Sache gegen den Hoster vorgegangen ist. Ich müsste mich in den Fall einarbeiten, mir einen Anwalt nehmen und überhaupt sehr viel Zeit, Geld und vor allem Energie darauf verschwenden.

Aber was viel schlimmer ist, ist der Umgang des Hosters und die gesamte Kommunikation. Nachdem sie mehrmals „geprüft“ haben, ob das was zu machen wäre, hieß es einfach „Leider nein“. Keine Entschuldigung, kein wirkliches Bedauern (keine Ahnung was ich erwartet hätte, aber vielleicht etwas mehr Aufrichtigkeit?) – nichts.

Deshalb sind solche Geschichten wie die heute morgen für mich längst nicht mehr selbstverständlich. Menschen, die sich wirklich kümmern und nach gescheiterten Versuchen sagen „Bleiben Sie mal bitte kurz in der Leitung, ich probiere da mal noch was aus – vielleicht kommen wir so weiter.“ Lösungsorientiertes Handeln statt 08/15, ehrliches Interesse dem Gegenüber zu helfen und dabei relaxt und freundlich bleiben – es könnte so einfach sein.