#coffeebreak – virtuelle Assistentin Janina über ihren Job, Work-Life-Balance und Tipps gegen Stress

Virtuelle Assistentin? Nie gehört? Oder wolltest Du schon immer mal wissen, was virtuelle Assistentinnen genau machen? Dann ist dieses Interview für Dich genau das Richtige! Janina erzählt was sie macht, wie sie dazu gekommen ist und verrät ihre Tipps gegen Streß.

Liebe Janina, schön, dass Du uns ein Interview gibst. Stell Dich bitte kurz vor und erzähle was Du machst.

Hallo liebe BUREAUStyle.com-Leser. Ich bin Janina, 22 Jahre alt aus dem schönen Hamburg und arbeite selbstständig als virtuelle Assistentin. Ich biete meine Dienstleistung als Onlinetexterin, Social Media Managerin und als persönliche Assistentin an.

Wie bist Du darauf gekommen VA zu werden?

Meine große Liebe ist das Reisen und somit habe ich mich schon lange mit dem digitalen Nomadentum und Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Mit dem Hintergrund des Inputs aus dieser Welt und der Tatsache, dass ich mich nirgends in eine bestimmte berufliche Schublade reinquetschen konnte, weckte bei mir den Wunsch etwas Eigenes zu starten. Einen Job zu erschaffen, wo ich meine Stärken und Interessen ausleben kann und meinem Dauerwehfern bedingungslos nachgeben kann. Plötzlich war der Gedanke in meinem Kopf und ich bin diesem Gedanken nun so weit gefolgt und bin sehr glücklich über dieses Bauchgefühl, diese Eingebung.

Was gefällt Dir ganz besonders an Deiner Arbeit?

Ach da gibt es so viel. Ich liebe die ständige Abwechslung in den Aufträgen. Ich bin ein Mensch, der nicht eine Sache perfekt kann, sondern viele Dinge sehr gut und somit kann ich in jedem Bereich immer wieder was Neues lernen und das tun worauf ich wirklich Bock habe. Natürlich ist ein großer Bonus die freie Zeiteinteilung und die Möglichkeit einfach seinen Koffer zu packen und loszuziehen – unbezahlbar!

Mit welchen Herausforderungen hast Du täglich zu kämpfen?

Auch wenn ich meinen Job liebe und ich nichts anders machen möchte, hat auch das digitale Nomadentum und die virtuelle Assistenz Schattenseiten. Existenzängste sind der größte Gegner. Auch sich ohne Vorgaben zu positionieren und seinen Platz in der “unbekannten Welt” der virtuellen Assistenten finden ist nicht leicht.

Aktuell ist bei mir eine große Herausforderung, dass ich zur Zeit nebenberuflich selbstständig bin und eine enorme Doppelbelastung habe. Sprich ich arbeite Vollzeit und arbeite noch nebenbei in meinem eigenen Business. Das hat einfach der Grund, dass es in Deutschland nun mal sicherer ist eine abgeschlossene Ausbildung zu haben. Somit hole ich mir erstmal den blöden Wisch und starte dann komplett Vollzeit in meinem Business durch!

Gibt es etwas, das Du Dir als Selbstständige wünscht? Unterstützung seitens der Ämter oder bestimmte Informationen vielleicht?

Ohja das gibt es! Hallo liebe Krankenkassen – wieso macht ihr es Selbstständigen so schwer???? Wenn ich eine Vollzeitselbstständige bin, muss ich meine Krankenkassenbeiträge selbst zahlen und das ist leider nicht wenig. Gerade wenn man es gewöhnt ist, dass der Arbeitgeber brav seinen Anteil zahlt. Da schluckt man ganz schön. Ich würde mir wünschen, dass sich an dem System etwas ändert, damit Selbstständige beruhigter schlafen können – auch wenn sie gerade am Anfang stehen. Das lässt unheimlich viele Träume platzen. Das muss nicht sein…

Ein Wunsch von mir ist auch noch, dass sich Behörden und Ämter mehr mit dem Thema digitale Nomaden und dem ortsunabhängigen Arbeiten beschäftigen. Immer mehr Menschen entdecken diesen Lebenstil für sich und stehen am Anfang meist hilflos mit einem Kopf voller Fragezeichen vor dem riesigen Berg an Behördenpapierkram. Da wäre es doch großartig, wenn jemand einem die Hand reichen könnte und einen durch den Dschungel der Bürokratie führt.

Was würdest Du jemandem raten, die sich als VA selbstständig machen möchte?

Mach es. Jetzt. In diesem Moment noch.

Ich bekomme regelmäßig Nachrichten, dass Mädels meine Entscheidung bewundern und auch gerne als virtuelle Assistentin arbeiten möchten. Was alle gemeinsam haben? Das “ABER”. Aber ich habe noch nicht genug Erfahrung/Geld/Zeit/Mut/Qualifikationen. Es gibt nie den perfekten Zeitpunkt im Leben – auch nicht um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Ich hatte am Anfang auch unglaublich viele Zweifel, weil man ja nicht nur seine Unsicherheit mit sich rumschleppt, sondern auch die seines Umfelds. Wichtig ist einfach weiterzumachen. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Es ist, trotz Angst, zu tun was nötig ist.

Ohne welche Tools / Apps kannst Du nicht leben?

Wenn ich auf mein Handy schaue, ist es natürlich direkt Instagram. Als Social Media Managerin gehts halt nicht ohne Social Media. Ich nutze für meine Buchhaltung und zur Zeiterfassung Fastbill und bin sehr zufrieden damit. Zur Postplanung nutze ich Later.com und für die Bildbearbeitung Lightroom.

Ich bin ein totaler Verfechter für Papier und Stift, besonders um mein tägliches Chaos in To-Do-Listen unterzubringen. Offline ist halt schon noch cooler 😉

Was machst Du in Deiner Freizeit, um von Deinem Job abzuschalten. Stichwort „Work-Life-Balance“: Was bedeutet das für Dich?

Work-Life-Balance ist für mich das Hochhalten mehrerer Bälle in der Luft. Täglich jongliert man mit dem Business, den Hobbys, den Liebsten und der Zeit für sich. Manchmal muss man Bälle kurz abfangen um die anderen in der Luft zu halten. Das ist okay, wenn man die Bälle nicht völlig aus dem Spiel nimmt. Deswegen Balance. Es ist ein ständiges Zusammenspiel und manchmal sind halt ein paar Bälle aus dem Spiel, aber man nimmt sie wieder auf und macht weiter.

Überraschenderweise bin ich privat überhaupt kein Freund von Social Media und der Onlinewelt. Ich bin in meiner Freizeit deswegen offline unterwegs. Ein gutes Buch, eine Tasse Kräutertee und meine XXL-Decke machen mich sehr glücklich und erden mich. Für den körperlichen Ausgleich gehe ich Schwimmen und ins Fitnessstudio. Außerdem bin ich eine leidenschaftliche Tänzerin (Dancehall und Hip Hop). Spaziergänge mit und ohne vierbeinige Begleitung bringen mir wieder neue Inspiration und lassen mich wieder durchatmen.

Hast Du Geheimtipps gegen Stress?

Als Tänzerin natürlich, wer hätte es gedacht, Musik laut aufdrehen und in den Wohnung durch die Gegend tanzen. Hebt die Laune und vertreibt den Stress. Musik ist bei mir der Stresskiller Nummer Eins und wenn Tanzen gerade nicht angesagt ist, dann halt Auto fahren. Ich gebe die besten Gesangs- und Tanzshows beim Autofahren (schön hört es sich nicht an). Liest sich vielleicht gerade etwas merkwürdig an, aber ist tatsächlich so. Lieblingslied an und spüre die innere Beyonce.

Vielen Dank für das Interview, liebe Janina.

Hier geht es zu Janina´s Instagram Profil. 

 

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