Eine Welt voll Hass – Wie mit negativen Kommentaren umgehen

Eigentlich bin ich kein Fan von Negativität und Rumgemeckere. Wenn ich was haben will, dann arbeite ich dafür und hole es mir. Ständig darüber zu lamentieren wie schlecht die Welt, die Nachbarn oder ein Kollege ist, bringt einfach nichts. Mach Dein Ding und schau nicht auf die anderen.

Es könnte so einfach sein…

Und dennoch häufen sich in letzter Zeit in meinem Umfeld Fälle von Hate. Sinnlose Kommentare, deren Verfasser nichts anderes im Sinn haben als andere zu beleidigen, Menschen, die andere niedermachen wollen und Foren, deren einziger Sinn darin besteht andere durch den Dreck zu ziehen gehören bei mir mittlerweile schon zum Alltag.

Es ist einfach immer wieder erstaunlich wieviel Zeit mit sinnlosem Gerede verbracht wird. Wahnsinn! Manchmal kann ich es gar nicht glauben.

 

Da treffen sich Menschen in einem Forum und die ganze Welt kann mitlesen was sie von XY halten. Warum? Warum nicht einfach selbst etwas erschaffen? In der Zeit, in der sie lästern, hätten sie zusammen ein eigenes Label hochziehen können. Oder einen Blog starten. Einen Brunnen in Afrika bauen. Oder eine Fremdsprache lernen.

Diese Woche hat Caroline Preuss, die nach eigener Aussage für ihre Arbeit noch immer beleidigende Kommentare erhält, einige dieser literarischen Ergüsse vorgelesen. Wahnsinn! Auf Instagram hat sie erzählt welche Situationen es waren, die sie beinahe zum Aufgeben bewegt hätten. Da bringen Menschen andere Menschen mit ihrem Gerede (oder besser ihrem anonymen Geschreibsel) zum Aufgeben. Geht´s eigentlich noch?

Klar kann man jetzt dagegenhalten, dass niemand verpflichtet ist das alles zu lesen. Im Grunde braucht man seinen Namen nicht zu googlen, sondern kann einfach sein Ding machen und die Hater Hater sein lassen. Aber es bleibt ja (leider) nicht bei den anonymen Foren. Stattdessen kommentieren diese Menschen alles, was ihnen unter die Finger kommt: YouTube Videos, Instagram Posts oder auch Artikel auf dem Blog.

Nur selten hat mal jemand soviel Anstand öffentlich zu kommentieren. Klar, es ist ja auch viel bequemer so. 

Wenn ich gefragt werde wie man mit negativen Kommentaren umgeht und ahnungslose Unternehmen sich fragen wie sie auf soviel Hass reagieren können, habe ich nicht diese eine Antwort. Wer etwas tut, erntet Neid. Leider ist unsere Gesellschaft so. Siehe den aktuellen Fall der Politikerin, die sich von ihrem Geld eine Rolex gekauft hat. Ich meine, geht´s noch? Was interessiert das bitte andere Menschen wer wofür Geld ausgibt? Es geht nicht um Steuerhinterziehung (da sind erstaunlicherweise sehr viele sehr ruhig) oder öffentliche Gelder. Es geht einfach nur um Kritik an der Person, weil sie ihr eigenes Geld für das verwendet, was sie für richtig hält. Sie ruft niemanden dazu auf es ihr gleichzutun… Alles, was diese Kommentatoren empfinden, ist purer Neid.

Deshalb würde ich immer unterscheiden bevor ich auf jemanden wegen seines Kommentars sauer werde: Ist die Person einfach nur neidisch – und Neid muss man sich bekanntlich erst verdient haben, kritisiert sie sachlich oder will einfach nur beleidigen?

Bei Neid klopft man sich einfach auf die Schulter und macht weiter wie bisher. Konstruktive Kommentare sind selten, bringen mich aber regelmäßig zum Nachdenken. Auch die auf den Accounts anderer Blogger. Wenn jemand schreibt, dass das Outfit eines Fashionbloggers nicht oder schlecht gebügelt ist, mag es im ersten Moment doof klingen, ist aber Fakt. Hier macht aber der Ton die Musik. Ist es eher ein Hinweis oder einfach nur plumpe Kritik?

Beleidigende Kommentare gehören in den virtuellen Papierkorb. Ebenso alles, was von anonymen Accounts kommt. Ich habe es selbst schon mal erlebt, dass mir eine Person vermeintlich „anonym“ geschrieben hat, ich jedoch wusste um wen es sich handelte. Das ist natürlich blöd. Für die Person. Warum nicht einfach ins Gesicht sagen, was man mir anonym mit viel Aufwand (neuen Account anlegen etc.) mitgeteilt hat? Zumal es jetzt auch nicht sooo wild war. Aber das verstehe wer will.

Um aber diesen Beitrag nicht negativ beenden zu müssen, habe ich noch einen positiven Gedanken für euch. Das Gegenteil von Liebe ist ja bekanntlich nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Erst wenn ich einer Person gegenüber absolut gleichgültig bin, ist sie mir vollkommen egal. Erst dann habe ich keine Gefühle (und schon gar keine Liebe) für sie.

Ähnlich verhält es sich mit den Kommentatoren. Solange sie kommentieren, ist man in einer gewissen Hinsicht interessant. Am Ende kann man vielleicht sogar froh sein ein eigenes „anonymes“ Forum zu haben. Menschen, die einem fast täglich ihre kostbare Zeit schenken, sich die Accounts ansehen, die Blogposts durchlesen, es schaffen alles aus deinem Leben zu kommentieren. Ja, man kann sich schon fast geehrt fühlen.

In diesem Sinne: Verdient euch euren Neid! 😉

 

Ärgert euch nicht über die sinnlosen Kommentare und antwortet nur den konstruktiv kommentierenden Menschen. Alles andere macht einfach gar keinen Sinn, begünstigt nur vorzeitige Hautalterung und macht schlechte Laune.

Habt eine schöne Woche!

 

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