Beauty Favoriten – CLARINS Double Serum

Bei manchen Beauty Produkten weiß ich genau wann ich sie zum ersten Mal gekauft habe und mich in sie verliebt habe. Das Double Serum von CLARINS ist so ein Produkt. Eins vorab: Das ist keine Werbung. Ich möchte euch in Zukunft meine Lieblingsprodukte vorstellen, die ich seit Jahren kaufe und nachkaufe. Dass ich von der Marke CLARINS begeistert bin, ist denke ich mal, kein Geheimnis mehr. Wie gesagt, es ist dennoch keine Werbung, sondern meine persönliche Meinung.

Vor ein paar Jahren besuchte mich meine Cousine mit ihrem Mann und zwei Freuden in Nürnberg. Wir sind dann zwischen Weihnachten und Silvester nach Paris geflogen und hatten dort ein paar schöne Tage verbracht. Am Flughafen, kurz bevor unser Flug zurück nach Hause ging, waren wir natürlich noch einbißchen shoppen.

Sie entdeckte dabei ein Double Pack von eben diesem Serum und war sofort begeistert über das Angebot. In Russland, wo sie herkommt, kostet es um einiges mehr. Ich starrte sie nur ungläubig an. Sie ist fünf Jahre jünger als ich und benutzt schon ein Serum? Oha! Aber vielleicht erklärte das ihre makellose Haut?

Meine Cousine redete so lange auf mich ein, bis ich mir das Produkt ebenfalls kaufe. Danach kam ich mir einwenig vor wie ein Neandertaler, der sein Leben in der Höhle verbracht hat, während andere schon längst mit einem Serum hantiert haben. OK, selektive Wahrnehmung und so, aber von nun an sah ich das Serum überall und Freundinnen meinten, dass sie das ebenfalls benutzten.

Schon bei der ersten Anwendung war ich überzeugt. Die Haut fühlt sich irgendwie anders an und ich kann euch gar nicht sagen wie. Irgendwie frischer und lebendiger. Manchmal hat man einfach schlecht geschlafen (oder zu wenig), die Haut ist ausgetrocknet (ob durch die Heizungsluft oder die Luft im Flugzeug) und man sieht plötzlich viel müder aus, die Haut einfach nur fahl.

Natürlich sollte man auch viel trinken, um die Haut auch mit genügend Flüssigkeit zu versorgen – das ist klar. Aber nur das Wasser allein hilft mir persönlich leider auch nicht weiter. Mit dem Serum habe ich ein Produkt gefunden, dem ich nun schon seit Jahren treu bin. Im Sommer verwende ich es eher in unregelmäßigen Abständen – je nach Bedarf.

Im Winter dagegen kann ich nicht ohne. Mein persönlicher Winter beginnt auch schon im Herbst. Heute hatte es in Nürnberg 5 Grad. Gerade mal 5 Grad – das ist für einen Oktober echt irre! Ohne ein Serum habe ich das Gefühl, dass meine Haut regelrecht gefriert. Mit einer Tagescreme alleine komme ich da leider auch nicht weiter.

Vor Kurzem wurde das Double Serum komplett erneuert. Bei so einem Produkt-Relaunch kann auch Einiges schief gehen. Natürlich werden vorher Tests durchgeführt und man macht so einen Relaunch ja auch nicht einfach so. Aber dennoch habe ich es schon oft erlebt, dass Texturen geändert wurden und das Produkt am Ende nicht mehr dasselbe war.

Beim Double Serum war ich ebenfalls skeptisch. Aber am Ende war ich umso begeisterter. Im Ernst, mir ist vorher gar nicht aufgefallen, dass die Konsistenz leicht klebrig war. Das neue Serum fühlt sich auf der Haut viel leichter an. Die Flasche hat sich ebenfalls verändert, aber nur minimal.

Es ist kein Mitnahmeprodukt in dem Sinne, dass ich es einfach beim nächsten Einkauf mitnehme wie einen Lippenstift oder einen neuen Nagellack. Aber wie bei vielen anderen Herstellern gibt es bei CLARINS ebenfalls kleine Tester. Wenn man dort direkt bestellt, kann man sich immer auch verschiedene Produkte in kleinen Größen aussuchen. Ich habe so schon viele neue Lieblingsprodukte entdeckt – ich sage nur das Öl für die Lippen…

Falls ihr auf der Suche nach einem Serum seid, probiert es doch einfach mal aus. Es ist mein All-Time Favorite und ich möchte es auch nicht mehr missen. Und nicht vom Preis abschrecken lassen – man hat ewig was von dem Produkt und muss es meiner Meinung nach auch gar nicht täglich verwenden (aktuell tue ich das, aber auch nur, weil meine Haut gerade wegen der Umstellung auf die herbstlichen Temperaturen problematisch ist). Das Produkt reicht wirklich ewig lang und lohnt sich deshalb auf jeden Fall.

Im Bild links seht ihr übrigens die alte Version, recht die neue.

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Von Frau zu Frau – Was hat mein Äußeres mit meinem Können zu tun?

Aktuell gibt es ja eine riesige Debatte zur Diskriminierung von Frauen durch Männer. Und sie ist gut, man muss darüber sprechen – so viel steht fest. Was mir jedoch in diesen Debatten immer wieder fehlt ist eine differenzierte Betrachtung der Dinge und zwar geschlechtsunabhängig. Niemand spricht über das Verhalten von Frauen gegenüber anderen Frauen. Das findet im Grunde nicht statt. (Korrigiert mich wenn ich falsch liege.)

Ich bin es nicht gewohnt bei jedem Menschen, den ich treffe, sofort in Schubladen zu denken: Aha, ein Mann oder aha, eine Frau. Ja, ich bin nicht blind und registriere wer wer ist. Aber mein Verhalten bleibt MEIN Verhalten. Dieses Verhalten hat nichts mit dem Gegenüber zu tun. (Hat es natürlich evolutionsbedingt doch, aber das ist lediglich der unterbewusste Part, der da abläuft. Aber klar, ich bin kein Rotober, habe Psychologie studiert und bin mir dessen bewusst, dass mein Verhalten eben nicht nur durch mich selbst aktiv gesteuert wird. Das hätten wir also geklärt).

Mir ist es aber unerklärlich, warum Frauen immer nur zu anderen Frauen so dämlich sind. Eine Frau ist auf einen Mann sauer? Dann wird sie anderen Frauen gegenüber aggresiv. Eine Frau ist mit ihrem Leben unzufrieden? Dann startet sie ein Läster-Forum gegen eine andere Frau.

Nie im Leben würde doch eine Frau, die etwas auf sich hält und sich sowohl um ihr Inneres als auch um ihr Äußeres kümmert, ihre Zeit damit verschwenden andere Frauen klein zu machen. Leider kam es bisher noch nicht bei jeder Frau an.

Diese vielen Bücher, Blogs, Magazine (ich könne jetzt unendlich so weitermachen…) – wir leben doch in einer aufgeklärten Zeit, oder nicht? Warum also dieses Verhalten wie in der Steinzeit (ja, ich weiß, der Ur-Mensch in uns…)?

Die Situation, die ich – mal wieder – erlebt habe ist so neu wie sie alt ist. Ich erlebe das immer und immer und immer und immer wieder aufs Neue. J-e-d-e-s Mal, immer wieder dieselben Menschen – und zwar Frauen.

Die Situation

Das Ereignis ist wirklich kurz und schnell erzählt.

Person A erzählt über einen Verhandlungserfolg. Details sind an dieser Stelle sowohl banal als auch absolut uninteressant. Für Person A ist es das Ergebnis eines Gesprächs und in ihren Augen kaum der Rede wert. Aber es muss eben berichtet werden, also berichtet sie.

Person B erwidert darauf mit einer sagen wir mal Anerkennung der Leistung und fragt hinterher:
Was hattest du wohl bei dem Termin an?

So weit so banal. Und so alltäglich.

Es ist so alltäglich, dass man sie am liebsten schütteln möchte und ihr zurufen möchte, dass sie doch bitte aufwacht, dass wir im Jahr 2017 sind. Dass Frauen wählen dürfen, studieren dürfen, sich weiterbilden dürfen und ihre eigene Meinung haben. Dass Frauen erfolgreich sind, Unternehmen gründen, als Speaker zu Konferenzen eingeladen werden und überhaupt auch nur Menschen sind. Dass sie doch ihre kleingeistige Haltung bitteschön für sich behalten will, weil sie niemand hören geschweige denn weitertragen möchte. Niemand, wirklich niemand so denkt.

Stattdessen sagt man nichts. Weil man ja nicht die Ruhe im Team stören möchte. Weil es sowieso egal ist und der Graben, den man hiermit aufdeckt, viel tiefer ist. Es ist nicht diese Aussage an sich. Es ist vielmehr die Haltung, die Einstellung der Person.

Dieser Satz sagt so viel wie: Deine Leistung (dein Wissen, deine Fähigkeit zu verhandeln) kann es ja nicht gewesen sein. Es muss also ein kurzer Rock gewesen sein, ein tiefer Ausschnitt – irgendwas dergleichen.

Ich bin keine Jeans-Trägerin, das bin ich nie gewesen. OK, außer nur kurz, aber da war es meine Mutter, die im Kommunismus rebellieren wollte und mich mit einer Jeans statt einer Schuluniform in die Schule schickte. Mir war es damals nicht bewusst. Ich glaubte ihrer Geschichte in Richtung „Blasenentzündung vorbeugen, Gesundheit etc.“ Dabei lebten wir auf der Krim. Subtropisches Klima und so… Ich kann mich nicht erinnern dort jemals gefroren zu haben.

Und anscheinend habe ich es von meiner Mutter geerbt. Dieses hinterfragen, dieses nachforschen und dieses „die Dinge nicht als gegeben hinnehmen“. Wenn jemand sagt, dass etwas nicht geht, dann frage ich „warum nicht“? Matthias bringe ich damit regelmäßig zur Verzweiflung, wenn ich ihm Ideen präsentiere, die rein mechanisch/physisch nicht funktionieren (ich allerdings von Technik so viel Ahnung habe wie von Pflanzen – nämlich gar keine). Als Ingenieur erklärt er mir das in irgendwelchen Gesetzen, die 100 Jahre alt sind bei denen ich mich wieder frage, ob nicht schon einer auf die Idee kam sie zu widerlegen.

Kurzum: Ja, ich will´s wissen. Ja, ich bin nervig. Ich habe es mir mal erlaubt einen Ingenieur nach der Funktionsweise eines Produktes zu fragen. Damals war ich im Vertrieb und habe dieses eine Produkt vertrieben, hatte aber davon überhaupt keine Ahnung. Am Telefon wimmelte er mich ab. Allerdings kam er am nächsten Tag ins Büro und meinte, dass er nur deshalb so blöd drauf war, weil ihn noch nie jemand danach gefragt hat und es bisher keinen Vertriebler interessiert hat, was er da verkauft. Er war so perplex, dass überhaupt ein „BWLer“ das wissen wollte, dass er mich im ersten Moment einfach abwimmelte. Bei ihm kam meine Fragerunde gut an und er war bereit Rede und Antwort zu stehen.

Ich akzeptiere auch, dass ich anderen Menschen damit auf die Nerven gehe. Ich akzeptiere auch ein „nein“ – die größte Nervensäge auf Erden bin ich schließlich auch nicht. Aber etwas als gegeben hinnehmen, wenn es einfach zum Schreien ist? Sorry, das kann ich wirklich nicht. Bzw. ja, ich kann es schon machen. Aber es nicht zur Kenntnis nehmen und diese Person von da an nicht mit anderen Augen sehen? Das wäre zu viel verlangt.

Aber wie damit umgehen? Sein lassen? Lächeln? Ihr sagen, was man von ihrer Einstellung hält (Spoiler Alarm: nichts)? Sie zur Rede stellen? In die USA auswandern und sie auf 100 Millionen Schadenersatz verklagen?

Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir keine amerikanischen Zustände bekämen. Nicht jetzt und nicht in zehn Jahren. Ich habe mit Kollegen aus den USA gearbeitet, die sich gewundert haben, dass bei uns 4-Augen Gespräche mit männlichen Vorgesetzten in einem geschlossenen Raum stattfinden und sich niemand darüber aufregt. Dass Frauen in einen Aufzug treten, in dem sich bereits ein Mann befindet und dieser nicht fluchtartig den Aufzug verlässt.

In den USA hätten die Männer viel zu viel Angst grundlos verklagt zu werden, nachdem sie mit Frauen allein in einem Raum waren. Es gibt wohl viele (auch erfundene) Geschichten und die Gefahr sei den Männern einfach zu groß, weshalb sie sie von vornherein vermieden haben.

Wäre es nicht unglaublich traurig wenn es auch bei uns soweit käme? Immer der Hintergedanke beim Mann, die Frau könnte ihn beschuldigen und die Angst bei der Frau, der Mann könnte sie belästigen oder psychisch angreifen? Unendlich traurig wäre das.

Andererseits haben wir Frauen aber kein Problem damit uns gegenseitig fertigzumachen. Aber sowas von gar kein Problem. Vor einigen Jahren kommentierte eine Kollegin mein Büro-Outfit mit den Worten „Naja, ich kleide mich nicht so wie du. Schließlich bin ich hier um zu Arbeiten und nicht um jemanden kennenzulernen.“ Dabei hatten sowohl sie als auch ich zu dem Zeitpunkt einen festen Freund. Warum also diese Bemerkung?

Langer Rede kurzer Sinn

Mädels, denen es genauso geht wie mir, deren Outfits ständig kommentiert werden (selbst wenn ich in einer langen Strickjacke in die Arbeit komme!), zieht euch weiterhin so an wie ihr wollt. Ihr müsst niemandem etwas beweisen und ihr könnt mit der Situation so umgehen wie ihr wollt: entweder ihr steht einfach drüber (soweit die Ratschläge in meinem Umfeld) oder ihr wehrt euch. Ihr wisst was ihr könnt. Und das, was ihr nicht könnt, müsst ihr bestimmt nicht mit tiefen Ausschnitten ausgleichen.

Ich habe anfangs überlegt, ob ich darüber schreiben soll. Und nein, es ist natürlcih nicht dieser eine Satz, der mich in meinem Glauben erschüttert hat. Das wäre auch wirklich schlimm und mit meiner Psyche wäre wirklich was nicht in Ordnung… Es ist aber so, dass es einfach diese Fülle ist. Dieses Selbstverständnis mit dem uns solche Sätze über die Lippen gehen. Dieses „steh doch drüber“, das wie selbstverständlich kommt.

Es geht aber vor allem darum, dass in der aktuellen Debatte Frauen wie selbstverständlich nur von Männern unter Druck gesetzt werden dies oder jenes zu tun, sie nur von Männern bescheuerte Kommentare zu hören bekommen oder psychisch fertiggemacht werden.

Ich kann mich übrigens an einen Beitrag bei „Mona Lisa“ erinnern, in dem es genau andersherum war: Männer erzählten anonym, wie sie von Frauen geschlagen wurden (den eigenen Frauen wohlgemerkt), beschimpft und psychisch unter Druck gesetzt wurden. Der Beitrag blieb mir vielleicht auch deshalb so in Erinnerung, weil er der einzige Beitrag unter vielen anderslautenden Beiträgen war. Anscheinend haben diese Männer keine Lobby und niemanden, der für sie einen Hashtag gestartet hat.

Vielleicht mache ich aus all den Aussagen im Büro eine Kolumne und veröffentliche sie in einigen Jahren anonym? Das wäre ein Spaß! Wie Frauen mit Frauen umgehen von anonym. Haha!

Aber am Ende bleiben die Fakten: Meine Outfits wurden von Vorgesetzten noch nie kritisiert oder als unpassend betitelt. Ich halte mich an die im Büro gängigen Normen wie Rocklänge eine handbreit überm Knie, blabla. Und vielleicht sollte ich mich einfach nur im Stillen freuen? Jedes Mal, wenn mich jemand fragt, ob ich heute einen wichtigen Termin habe (oder warum ich sonst so herausgeputzt bin), frage ich mich im Gegenzug was ich denn sonst hätte anziehen sollen. Morgen dann vielleicht in einer Pferdedecke in die Arbeit kommen? Oder doch in der Jogginghose? Achso, Moment mal, ich besitze ja keine (kein Scherz, ich bin stolze Nicht-Besitzerin einer Jogginghose).

Nein, ich habe keinen anderen Termin heute. Ich bin heute morgen aufgestanden und mir war nach einem schwarzen Büro-Rock mit Hemd und nicht der Jeans, die ich zum Hausputz anhabe. Finde dich doch bitte damit ab, dass ich so „rumlaufe“ wie ich das tue. Das hat nichts mit meinen Studiengängen, der Ausbildung, meinen Sprachkenntnissen oder meinem Wissensdrang nach Weiterbildung zu tun. Ich kann mich auch dann mit Menschen unterhalten, wenn ich einen Kartoffelsack anhabe. Es ändert nichts am Inhalt.

Was sich jedoch ändert, ist die Einstellung. In meinen Augen ist es auch der Respekt gegenüber meinem Gesprächspartner, dass ich eben nicht mit dreckigen Schuhen und einer zerrissenen Jeans vor ihm sitze. Kleidung ist aber auch immer ein Ausdruck unserer inneren Welt. Mir ist nach hohen Schuhen? Da tut es mir aber wirklich leid, dass es deine Gefühle verletzt und ich nicht den ganzen Tag in Winterstiefeln durchs Büro laufen will. Nicht. Nein, es tut mir nicht leid. An meinem Stil und meiner Klamottenauswahl wird sich nichts ändern.

Es wird höchste Zeit, dass Frauen gerade andere Frauen nicht auf ihre Kleidung reduzieren. Eine gut gekleidete Frau kann schlau oder dumm sein – ihre Kleidung sagt erstmal gar nichts aus. Genauso verhält es sich aber auch andersherum. Einbißchen mehr Bewusstsein für die wirklich wichtigen Dinge im Leben würde uns allen nicht schaden. Menschen auf ihre Kleidung zu reduzieren gehört mit Sicherheit nicht dazu.

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Frühstück im Bett – Möbelfreude Bettwäsche

Transparenz: PR-Sample

Frühstückt ihr gerne im Bett? Ich eigentlich nicht so. Jedes Mal wenn ich auf Instagram ein Bild vom Frühstück im Bett sehe, frage ich mich, ob das ein Fake ist oder die Person tatsächlich so gerne im Bett isst. Bei Frühstück im Bett musste ich lange an Krümel im Bett, umgestoßene Tassen und an Bewegungen in Zeitlupe denken, um ja nichts umzuwerfen.

Mittlerweile ist es anders. Seit wir unser neues Bett haben, also seit ca. drei Jahren, frühstücke ich doch ab und zu im Bett. Entscheidend dabei ist, dass unser Matratze relativ hart ist. Man kann also das Tablett abstellen und es wackelt dann auch nicht – perfekt!

Am besten eignet sich ein Tablett mit Rändern. Ich habe dieses weiße Stück ganz günstig in einem Interior Shop gekauft. Eigentlich war es Teil unserer Hochzeitsdeko. Wir hatten viele Teile in weiß oder aus Glas. Nur wenige Tage vor der Hochzeit fiel mir dann dieses schlichte Schmuckstück ins Auge, das ich sofort gekauft habe. Darauf waren während der Hochzeitsfeier riesige Bonbon-Gläser drapiert. Jetzt verwende ich es als Frühstückstablett bzw. Dekotablett. Aktuell steht es mit all den Kerzen in grau neben meinem Bett.

Überhaupt ist unser Schlafzimmer sehr clean gehalten. Wir haben weiße Wände, weiße Vorhänge und eine weiße Kommode. Das Bettgestell ist ebenfalls aus weiß lackiertem Holz – das war´s. Ich wollte das Schlafzimmer von Anfang an nicht überfrachten. Auf Teppiche im Schlafzimmer reagiere ich allergisch. Ursprünglich wollte ich ein Nachtkästchen, habe mich aber dagegen entschieden. Nach wie vor steht ein einfacher Baumstamm ganz oben auf meiner Liste. Aber es ist gerade nicht Prio 1 und das hole ich mir einfach irgendwann einmal.

Was dagegen umso schöner ist, ist die Wahl der Bettwäsche. Hier kann man ganz einfach Akzente setzen, auch wenn der Rest des Zimmers eher einfarbig gestaltet ist. Bei der Auswahl der Bettwäsche habe ich mich für grau/anthrathzit entschieden – passend zu den Kerzen.

Seitdem dominieren bei uns diese beiden Farben und ich bin richtig happy mit dem Ergebnis und dem Gesamtbild. Ich war noch nie ein Fan von Krimskrams im Schlafzimmer und versuche es deshalb so leer wie möglich zu halten. Unser Kleiderschrank steht deshalb gar nicht im Schlafzimmer wie bei vielen üblich. Vielmehr haben wir einen 4m-Kleiderschrank, der aussieht wie ein Einbauschrank. Uns glaubt immer keiner, dass wir ihn genau so ausgesucht und einbauen haben lassen. Die Handwerker haben zwar ganz schön geflucht, aber das Endergebnis ist einfach topp!

Die Bettwäsche durfte ich mir im Möbelfreude Shop aussuchen. Sie fühlt sich auf jeden Fall ganz toll an! Bei Bettwäsche liebe ich ganz natürliche Stoffe wie Baumwolle oder Leinen. Soweit ich weiß ist es auch die gesündere Auswahl.

Schaut auf jeden Fall im Möbelfreude Shop vorbei. Die Auswahl ist nicht groß, aber vielleicht ist ja genau das das Geheimnis: Wenn wir nicht stundenlang überlegen müssen, entscheiden wir uns intuitiv für das richtige Produkt. Dazu gibt es tatsächlich Studien, die das belegen. Mir ist die Entscheidung aufgrund der Festlegung bei den Farben ganz einfach gefallen. Ich hoffe euch geht es genauso!

Und ihr könnt natürlich auch noch sparen: Verwendet einfach einen dieser Codes.

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Hier müsst ihr natürlich schnell sein! Je eher ihr die Bestellung tätigt und den Code eingebt, desto mehr könnt ihr sparen. Also nutzt den 15% Code, bevor ihn euch jemand wegschnappt.

Im Möbelfreude Shop gibt es natürlich noch viel mehr Produkte – nicht nur die Bettwäsche. U. a. gibt es richtig schöne Boxspringbetten. Allerdings haben wir ein relativ neues Bett, weshalb eine Neuanschaffung für uns erstmal nicht auf dem Programm steht. Aber vielleicht seid ihr ja gerade auf der Suche? Das Model „Perris“ sieht auf jeden Fall Hammer aus und wäre mein Favorit…

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung.
Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Weitere Infos:
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INTERIOR | Couch Tisch Inspiration

Unser Couch Tisch, auch Coffee Table genannt, muss weg. Und zwar ganz bald! Aber wodurch ersetzen? Ich habe mir da ein paar Gedanken gemacht…

Kennt ihr das, wenn man unbedingt etwas verändern möchte und lange überlegt was es genau ist? So ging es mir mit unserem Wohnzimmer. Ich liebe es! Es ist ein richtiger Wohnraum aus Wohnzimmer, Esstimmer und Küche. OK, die Küche ist zugegebenermaßen in einer Art Nische und baulich vom Rest des Zimmers getrennt. Trotzdem ist es aber ein einziger Raum und wir verbringen hier wirklich mit Abstand die meiste Zeit.

Wenn ich morgens aufwache, ist Matthias schon in der Arbeit. Und da ich einerseits ein absoluter Morgenmuffel bin, aber nicht alleine im Bett rumliegen will, ziehe ich meistens aufs Sofa um. Dort döse ich noch eine halbe Stunde auf dem Sofa, das super bequem ist. „Du schläfst heute auf dem Sofa“ ist bei uns keine Drohung, sondern vielmehr eine Belohnung. Das Sofa ist wirklich mein absoluter Lieblingsort.

Gerade deshalb habe ich lange Zeit nicht verstanden, was mich genau an dem Raum eigentlich stört. Es hat wirklich einwenig gedauert, bis ich erkannt habe, dass ich mit unserem Couch Tisch unzufrieden bin. Der Tisch ist aus der gleichen Kollektion wie unsere „Schrankwand“ (es ist natürlich keine Schrankwand, sondern besteht aus einzelnen Elementen). Und anfangs war der Tisch auch toll. Er bietet genug Ablagefläche, die wir meistens sofort mit einer Teekannen und Tassen oder einer Flasche Wein und den passenden Gläsern dazu ausnutzen.

Gänzlich auf den Couch Tisch verzichten könnte ich auch nicht. Die Ablagefläche brauche ich einfach. Und wo würden sonst die vielen wunderschönen Coffee Table Bücher liegen?

Deshalb habe ich den Entschluss gefasst mich von unserem „alten“ Coffee Table zu trennen und einen neuen Couch Tisch zu holen. Vor ein paar Jahren hätte ich dafür noch durch diverse Möbelgeschäfte tingeln müssen. Heute kann man sich ganz viel Inspiration im Netz holen, bevor man sich zielstrebig auf die Suche begibt.

Aber in welche Richtung soll es gehen?

Unsere Couch ist grau, der bisherige Tisch ist komplett weiß. Auch andere Möbel im Raum sind überwiegend hell bzw. aus Holz. Wir haben einen dunklen Holzboden. Was passt also?

Couch Tische in Metallic

Mein Favorit sind diese Konstruktionen, die extrem leicht erscheinen. Da mir mein aktueller Couch Tisch einwenig zu wuchtig ist, hätte ich gerne etwas mit mehr Luft. Metall würde außerdem auch deshalb gut passen, da auch schon die Füße des Sofas aus Metall sind.

Couch Tische für Naturliebhaber

Ein weiterer Favorit sind Holztische. Ich liebe den Alpenstil und kann mich daran kaum sattsehen. Holz verstrahlt soviel Geborgenheit und Naturverbundenheit, Ruhe und Gelassenheit. Ich liebe Holz!

Couch Tische in schwarz

Andererseits hat schwarz auch etwas an sich. Schwarz ist edel und strahlt soviel Eleganz aus. Es wäre definitiv ein Blickfang in unserem großen Wohnraum.

Es ist gar nicht so einfach sich zu entscheiden. Ich bin schon fleißig am Suchen und am Überlegen, habe zig Interior Zeitschriften gewälzt und viele Webseiten durchsucht.

Aktuell tendiere ich auch zu einem oder mehreren runden Tischen, da ich mir an unserem aktuellen Couch Tisch regelmäßig blaue Flecken hole. Und ist es das wert? Auf keinen Fall!

Wenn man nur noch um ein Möbelstück herumläuft und alles drumherum organisiert, ist es einfach nicht wert behalten zu werden. Schließlich sollen sich meine Möbel an mein Leben anpassen, nicht umgekehrt.

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BUREAUReview #40 – que será, será

Kennt ihr das aus, dass ihr Tausend Gedanken im Kopf habt und keinen davon wirklich greifen könnt? Und am Ende denkt man sich einfach nur, egal, es wird so wie es wird. Allerdings dauert es meist einige Zeit, bis man sich mit dem Gedanken anfreuden kann.

Einfach mal loslassen

Ich bin sonst nicht der Mensch, der sein ganzes Inneres nach außen kehrt und alles teilt. Nirgends. Auch nicht hier auf dem Blog. Das hat auch gar nichts damit zu tun, dass ich Bedenken habe. Warum sollte ich? Es ist schließlich mein Blog und ich kann hier im Grunde schreiben was ich will. Nein, Bedenken habe ich nicht. Ich bin einfach grundsätzlich nicht so unterwegs.

Aber das muss ich nun mit euch teilen: Es wird sich irgendwas ändern. Was – das weiß ich noch nicht. Aber ich weiß schon heute, dass wir in den kommenden Wochen ein paar Entscheidungen treffen werden, die unser Leben ändern werden. Entweder minimal (also Richtung Jobwechsel, Umzug etc.) oder eben eher kollosal (ein Umzung weiter weg. Sehr viel weiter weg, um genauer zu sein).

Und ich kann euch sagen, das war keine Entscheidung von ein paar Tagen oder Wochen. Vielmehr rumort das Ganze schon seit einigen Monaten, genauer genommen seit Jahresbeginn in uns. Und zwar in uns beiden. Also es ist auf jeden Fall kein Schnellschuss oder eine spontane Entscheidung. Vielmehr prüfen wir gerade konkret einige Optionen. Natürlich erzähle ich euch bald mehr davon. Im Moment bringt es einfach nichts über ungelegte Eier zu reden. Aber wir sprechen schon viel darüber. Eigentlich fast nur noch. Wie gesagt, mehr sobald irgendwas spruchreif ist.

BloggerLunch

Am vergangenen Samstag traf ich mich wieder mit ein paar Bloggern zum BloggerLunch. Bisher waren wir ja sonst immer frühstücken. Nun haben wir mal einen Lunch probiert und es war richtig cool, wie ich finde. Wir waren eine relativ überschaubare Gruppe, da einige krankheitsbedingt absagen mussten.

Aber auch in der kleinen Runde hatten wir viel Spaß und vielleicht blieb gerade aufgrund der Gruppengröße viel Zeit die anderen kennenzulernen und sich wirklich mit jedem zu unterhalten.

Nicht zu vergessen das super-leckere Essen. Die Empanadas waren mal wieder sehr gut. Außerdem gab es für uns noch Salate, Pisco Sour zum Probieren und Kaffee. Ich berichte auf jeden Fall noch ausführlicher über unseren BloggerLunch, damit ihr auch wisst, wie ihr das nächste Mal dabei sein könnt (falls ihr auch einen Blog betreibt).

Tag der offenen Tür

Wir sind am vergangenen Wochenende, aufgrund des BloggerLunch eben, in Nürnberg geblieben. Dass ausgerechnet an dem Wochenende, wo wir mal zu Hause bleiben, auch noch Tag der offenen Tür der Stadt Nürnberg ist, wussten wir nicht. Aber umso besser war es, dass wir das endlich mal nutzen konnten.

Nach einem Kuchen in Gostenhof sind wir erstmal viel im Stadtteil rumgelaufen. Ich bin sonst nicht der größte GoHo-Fan, aber ab und zu bin ich schon gerne da. Später sind wir in den Biergarten und haben das Wetter nochmal genossen. Wobei Biergarten in Nürnberg nicht zu verwechseln mit dem Biergarten in München ist. Nein, man darf sein Essen nicht mitbringen und es gibt auch keinen extra Ausschank. Aber man kann draußen sitzen – das gilt in Franken schon als „Biergarten“. Jedenfalls gab es wieder leckeres, aber auch deftiges Essen, sodass ich mal wieder daran erinnert wurde mich endlich wieder im Fitnessstudio blicken zu lassen…

Später sind wir noch ins Planetarium, das ich wirklich jedem empfehlen kann. Die Vorführung war an dem Tag gratis, kostet sonst aber auch nicht die Welt. Wir gehen auf jeden Fall nochmal hin – das ist klar.

Was diese Woche ansteht

Morgen bin ich evlt. bei einem Event. Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich hingehe. Sollte das Wetter weiterhin so traumhaft sein (wir haben aktuell über 25 Grad!), werde ich wohl den Nachmittag nutzen und die Sonne genießen. Andererseits will ich schon auch zum Event. Ah, immer diese Entscheidungen…

Am Samstag bzw. schon am Freitag geht es für mich nach München zu einem Blogger-Workshop. Ich freue mich schon sehr auf die Organisatorin, die ich dieses Jahr auf dem ROCK THE BLOG-Event im Rahmen der CeBIT kennenlernen durfte. Endlich haben wir uns mal im wahren Leben getroffen und nun treffen wir uns nach einem halben Jahr wieder in München. Als Blogger kommt man schon einwenig rum und im Grunde trifft man ganz oft auf die gleichen Gesichter. Ich freue mich schon!

Am Sonntag steht dann aber auch schon wieder das nächste Event an und zwar die Messe HAARE. Im Rahmen der Messe gibt es zum ersten Mal ein kleines Bloggerevent, das ich mitorganisiert habe. Dort geht es dann um die neuesten Hair- & MakeUp-Trends. Ich freue mich schon drauf!

Nach der Woche bin ich dann wahrscheinlich mega geschafft, aber was solls? Oh, und habe ich schon erzählt, dass ich ebenfalls am Sonntag eine Wanderung machen will? Das Ganze hängt natürlich stark vom Wetter ab, aber es wäre schon cool, wenn es klappen würde.

Ich hoffe ihr seid gut in die neue Woche gestartet und habt noch eine schöne Woche!

Liebe Grüße

Anna Benz Logo BUREAUStyle

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BUREAUReview #40 – Bloggertalk

OMG! Schon wieder eine Woche rum und irgendwie habe ich es nicht geschafft euch mitzunehmen. Heute ist schon wieder Dienstag und gefühlt ist schon wieder die halbe Woche vorbei. Trotzdem gibt es heute ein neues BUREAUReview bevor ich mich mit meinen Social Media folks auf einen Cocktail treffe.

Wie läuft´s mit der Selbstständigkeit

Diese Frage wird mir oft gestellt, weshalb ich gerade an einem Blogpost dazu schreibe. Es ist nicht ganz so einfach alles unter einen Hut zu bekommen. „Nur“ angestellt sein oder „nur“ selbstständig ist mit Sicherheit einfacher. Allerdings spielt das Thema Sicherheit gerade bei den Selbstständigen eine große Rolle. Woher soll auch das Geld gleich zu Beginn einer Selbstständigkeit kommen? Meiner Meinung nach wird einfach viel zu wenig über die ganzen gescheiterten StartUps gesprochen. Sie gehen einfach still und leise unter. Die Einzelunternehmen melden ihr Gewerbe einfach ab. Aus. Vorbei.

Umso wichtiger ist es darüber zu sprechen wieviele Menschen eigentlich nebener aufstocken müssen und Unterstützung bekommen. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt. Und nur weil z. B. ein Fotograf wunderschöne Bilder machen kann, heißt es nicht, dass er davon auch gut leben kann. Im Grunde heißt es einfach nur, dass er gute Bilder macht. Mehr nicht.

Ich habe mich eben für diesen zweigleisigen Weg entschieden. Andere machen das wieder anders – ein Patentrezept scheint es da nicht zu geben. Auf jeden Fall dürft ihr euch über einen neuen Blogpost zu dem Thema freuen.

Einmal Messe…

…immer Messe. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit: Ich war auf einer Messe eingeladen. Es gab ein tolles Bloggertreffen mit vielen lieben Menschen, die ich bis dato größtenteils nicht kannte. In ihrer „Bloggerbranche“ sind sie alle bekannt und gut vernetzt. Ich war da eher ein Exot.

Die Messe hieß Insight-X und wurde zum dritten Mal veranstaltet; das Bloggertreffen zum zweiten Mal. Ich habe viele Dinge erfahren und Produkte entdeckt, die ich früher nicht kannte. Auf jeden Fall werde ich mich in den Herbst- und Wintermonaten wieder mehr kreativ beschäftigen. Soweit der Vorsatz…

Auf jeden Fall berichte ich auch ausführlich über die Insights-X. Habt ein klein wenig Geduld.

Haartrends

Kommende Woche gibt es nämlich schon wieder ein Bloggertreffen, das ich mitorganisiere. Ich freue mich schon sehr darauf! Vor ein paar Wochen bin ich wieder zu La Biostetique Produkten zurückgekehrt und bin happy wie nie zuvor (bzw. so happy wie früher als ich die Produkte benutzt habe und in einem Stuttgarter La Biostetique Salon Kundin war).

Im Moment kann ich noch nicht so viele Details zu dem Treffen verraten. Aber bald, wirklich ganz bald gibt es mehr Infos. Falls ihr dabei sein wollt, schaut schnell auf dem Instagram Account vom BloggerBUREAU vorbei. Dort gibt es mehr Infos und dort kann man auch sein Interesse bekunden.

Blogger Lunch

Dieses Wochenende ist es soweit! Nicht nur bin ich wieder in der La Empanaderia in Erlangen zu Gast, sondern darf auch noch ein paar Blogger aus Nürnberg und Umgebung mitnehmen. Ich freue mich schon sehr auf das Essen, die neuen und die bekannten Gesichter. Das wird wieder toll!

Jedes Mal wenn ich mich mit anderen Bloggern austausche gibt es viel zu erzählen. Und ich bin auch froh, dass wir uns konstuktiv austauschen (können). Denn ich habe das leider auch schon anders erlebt. Da wurde über genau die Blogger, die fünf Minuten später auftauchten, in aller Ausführlichkeit gelästert. Kaum waren sie da, hieß es „Liebes“ und „Hübsche“… Mir kam dann regelmäßig der Magensaft hoch. Sorry Leute, aber so viel Blabla wie in manchen Bloggerrunden habe ich davor und danach nie erlebt.

Eine Zeit lang wollte ich mich tatsächlich von allem und jedem distanzieren. Ich dachte schon, dass ich zu alt für „diesen Mist“ wäre… Dann kam ich jedoch zu dem Ergebnis, dass mit Sicherheit nicht alle so wären und ich nur lang genug suchen müsste. Außerdem gibt es in jeder Branche solche und solche Menschen – warum sich über die negativen Menschen ohne eigenes Privatleben ärgern? Manche Dinge werden aber auch zu sehr zerredet und sind in Wirklichkeit gar nicht mal soooo spannend.

Ich persönlich mag Blogger, die wirklich etwas erleben, die über den Tellerrand hinausschauen, die Outfits ablichten, die sie genauso in ihrem richtigen Leben tragen (und nicht nur fürs Bild anziehen bzw. das neueste MakeUp ausprobieren), die einen eigenen Stil haben (über den man zwar streiten mag, aber wenigstens ist es der eigene), die Hobbys abseits vom Bloggen haben und nicht vergessen zu leben.

Es gibt nichts langweiligeres als Menschen, die nur den Trends hinterher jagen. Die das Bloggen als ihren ganzen Lebensinhalt sehen. Über kurz oder lang führt es nämlich nur dazu, dass sie über ihr Bloggerleben bloggen, dabei aber nichts wirklich Spannendes erleben.

Wie gesagt, alles schon erlebt. Umso glücklicher bin ich, dass bei den BloggerBUREAU Treffen – ob Event, Frühstück oder Lunch – so liebe Menschen dabei sind. Und ich freue mich auf zig weitere Events, die ich in Zukunft (so ab April 2018) in einer etwas anderen Form organisieren werde. Oh mein Gott, langsam wird es wirklich ernst… Mehr kann ich euch im Moment leider nicht erzählen, zumindest nicht hier. Aber natürlich immer gerne privat bzw. beim nächsten Blogger Lunch 😉

Habt noch eine schöne Restwoche

Alles Liebe

Anna Benz Logo BUREAUStyle

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Frühstück in Nürnberg – Meine Empfehlungen Teil 1

Vor einiger Zeit (zugegeben gefühlt vor einer halben Ewigkeit!) gab es schon mal einen ersten Blogpost zum Thema Frühstück in Nürnberg. Seitdem habe ich zahlreiche weitere Cafés ausprobiert und für gut (bzw. weniger gut) befunden. Deshalb musste die Liste unbedingt ergänzt werden. Zumal es ja damals auch nur ein erster Einblick in die Nürnberger Frühstücksszene sein sollte.

Heute gibt es einen ausführlichen Blogpost für Freunde von ausgiebigem und weniger ausgiebigem Frühstück. Ich lerne immer wieder Menschen kennen, die zum Frühstück einfach nur einen Kaffee trinken. Vielen reicht das. Auch diese Leute kommen in den vorgestellten Cafés voll auf ihre Kosten.

Wer etwas ausgiebiger frühstückt, wird mit der Liste ebenfalls glücklich. Kurzum: Ich habe darauf geachtet, dass wirklich für jeden etwas dabei ist. Wunderschön eingerichtete Cafés, günstige Angebote, eher hochpreisige Angebote, Kaffee im Stehen, gemütliche Sitzecken – jeder findet hier das, wonach er sucht.

Die Reihenfolge ist übrigens absolut zufällig gewählt und hat nichts mit einer Rangliste zu tun. Überhaupt handelt es sich natürlich um meine rein subjektive Meinung. Café-Betreiber: Bitte nicht böse sein, falls ihr nicht in der Liste auftaucht. Entweder ich war noch nicht da (schickt mir gerne eine E-Mail und ich schaue incognito vorbei) oder aber ich fand´s leider nicht so gut. Auf dem Blog stelle ich nämlich nur die Cafés vor, die ich wirklich toll finde. Und nein, ich bin kein Online-Mag, wo man einfach mal eine Anzeige buchen könnte und die Welt wäre in Ordnung.

Café Kaulbach

Kaulbach

Das Café Kaulbach ist wirklich eine Bereicherung für die Nürnberger Frühstückszene. Ich finde nicht nur das Essen einfach nur toll, toll, toll, sondern auch die Einrichtung. Alles ist schön stilvoll und clean eingerichtet – I like. Das Kaulbach ist seit der Eröffnung grundsätzlich ausgebucht, zumindest habe ich diesen Eindruck gewonnen. Es ist stets proppevoll und eine Reservierung ist (wie in den meisten von mir vorgestellten Cafés) absolut zu empfehlen.

Nebem leckerem Kaffee gibt es tolle Granola Bowls und belegte Brote. Letztere klingen nicht so fancy wie sie aussehen und vor allem schmecken, sind aber wirklich sehr zu empfehlen. Außerdem gibt es leckeres Frühstück mit Lachs und und und. Eher hochpreisig, dafür 1A Qualität.

Für wen: Für alle, die Wert auf Qualität legen und ein Instagram würdiges Frühstück haben wollen (weiße Tischplatten sind perfekt für Fotos! 🙂
Warum hingehen: Granola, belegte Brote, hausgebeizter Lachs – muss ich noch mehr sagen?

Deins & Meins

Das Deins&Meins ist schon längst kein Geheimtipp mehr. Hier ist ebenfalls alles frisch und schmeckt phänomenal. Außerdem gibt es die eine oder andere Kleinigkeit zu kaufen. Ich liebe die Food-Magazine!

Was nicht jeder mag: Hier hat man nicht automatisch einen Tisch für sich allein. Selbst bei der Reservierung ist es uns schon mal passiert, dass man wie selbstverstänlich davon ausging, dass wir uns einen Tisch teilen würden. Für mich persönlich ist es kein Problem, allerdings kenne ich genügend Menschen (u. a. mein Mann), für die das ein no-go ist. Also am besten vorher nochmal fragen. Außer man ist sowieso eine größere Gruppe, dann kann man einen Tisch für sich allein buchen.

Für wen: Ein Muss für alle Veganer und Vegetarier. Aber auch für alle anderen zu empfehlen.
Warum hingehen: Weil das Brot hier in einer Tüte angerichtet wird und man ein leckeres Frühstück auf einer Etagere serviert bekommt.

Five Diner

Das Five Diner war lange Zeit mein Favorit. Hier findet bestimmt jeder das passende Frühstück, denn die Auswahl ist wirklich groß und das Frühstück wird auch bis 15 Uhr serviert. Mein Favorit ist das Frühstück für 2 Personen. Außerdem liebe ich die American Pancakes.

Das erste Blogger-Frühstück habe ich übrigens auch im Five Diner veranstaltet. Die meisten kannten es bis dato gar nicht und ich glaube es hat allen geschmeckt, denn später waren die Mädels eine nach der anderen im Diner zu Gast. Ein weiterer Pluspunkt ist das immer funktionierende W-LAN.

Auch hier sollte man unbedingt reservieren, da das Diner sehr zentral liegt und äußerst beliebt ist.

Für wen: Für größere Gruppen und Familien mit Kindern.
Warum hingehen:Ein Wort – Pancakes.

Casa del Caffe – Espresso Bar

Auf Empfehlung einer Freundin, die mit einem Italiener liiert ist, sind wir mal zufällig hier gelandet. Seitdem ist es unser absolutes Lieblingscafé für zwischendurch aber auch für ein schnelles Frühstück. Kaum ist man drin, fühlt man sich wie in Italien. Und zwar nicht wie in dem touristischen Italien – Gott bewahre…

Es wird Italienisch gesprochen (und das nicht zu leise) und alle sind irgendwie immer gut gelaunt. Mein Lieblingsplatz ist natürlich gleich am Eingang am Fenster. Wenn dieser frei ist und ich mein Frühstück bestehend aus Cappuccino, frisch gepressten Orangen und einem mit Schokolade (wahlweise Apricose oder Crema) gefüllten Hörnchen bekomme, ist die Welt in Ordnung.

Für wen: Für alle Italien-Fans und natürlich Italiener. Aber auch für alle, die zwar keine Zeit haben, trotzdem keinen schnöden „Coffee to go“ haben möchten, sondern einen guten Kaffee schätzen.
Warum hingehen:Italienischer Kaffee.

MONDO eatery BY mischbar

Das MONDO gibt es noch nicht allzu lange. Kurz nach der Eröffnung mussten wir natürlich vorbeikommen – ist doch klar 😉 Bei der Auswahl hilft es enorm sich erstmal einen genauen Überblick zu verschaffen, denn es gibt wirklich ALLES! Man muss natürlich Buffets mögen – das ist klar. Aber wer einen Riesenhunger mitbringt und sich nicht davor scheut das ein oder andere Mal ans Buffet zu gehen, wird mit einer tollen Auswahl belohnt.

Für wen: Für alle, mit einem riesen großen Hunger.
Warum hingehen: Diese Auswahl bei der Qualität findet man sonst nur selten.

Green Lion Fitness Food House

Green Lion war einer unserer beiden Caterer beim 1. BloggerBUREAU im Mai 2016. Damals noch vollkommen unbekannt, hat es sich zu DER Adresse für Figur-Bewusste gemausert. Das Frühstücksangebot hat sich seitdem ebenfalls entwickelt. Es gibt super leckere Bowls, die man unbedingt probieren sollte. Und ja, sie sind instagrammable. Also einwenig New York Feeling in Nürnberg. Man sollte jedoch nicht den Fehler machen und gleich zu viel bestellen, denn die Gerichte machen super satt. Im Umkehrschluss nicht von den Preisen ablenken lassen. Man bekommt wirklich tolle Produkte und das Preis-Leistung-Verhältnis ist topp.

Für wen: Für Fitness-Begeisterte (aber nicht nur).
Warum hingehen: Weil wir im Sommer eine gute Figur machen wollen und man mit den Gerichten im Green Lion nicht alles ruiniert.

Dampfnudelbäck

Ich habe schon oft gehört, dass es hier früher viel besser war und das Dampfnudelbäck nicht mehr das ist, was es einmal war. Das mag sein. Zum Glück war ich „früher“ nicht hier und gehe ohne Vorurteile in Lokale. Ich bin eben keine geborene Nürnbergerin und muss deshalb nichts mit „früher“ vergleichen.

Fakt ist, dass im Dampfnudelbäck eine besondere Atmosphäre herrscht. Die Frühstückskarte kann sich sehen lassen. Man sitzt am besten in einem der Strandkörbe draußen. Selbst wenn es regnet, es draußen aber trotzdem warm ist, kann man es unterm Schirm sehr gut aushalten. Aber auch drinnen hat das Café einfach seinen eigenen Charme. Hier ist alles einwenig älter, geschichtsträchtiger, aber kein bißchen verstaubt.

Für wen: Für alle, die Zeit mitbringen und im schönsten Stadtteil Nürnbergs frühstücken wollen.
Warum hingehen: Wegen der besonderen Atmosphäre

Das war Teil 1 der großen Frühstücksserie. Es folgen noch mind. Teil 2 und 3. Und da sich in der Nürnberger Frühstücksszene in den vergangenen Monaten zum Glück Einiges getan hat, wird es wahrscheinlich nicht dabei bleiben.

Falls ihr Empfehlungen habt oder eines der Cafés anders bewerten würdet, lasst es mich wissen. Und wie gesagt, es ist immer eine rein subjektive Einschätzung. Deshalb geht hin und macht euch unbedingt euer eigenes Bild.

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Monday Morning – Die beste Motivation

Es ist Montag und mein Feed ist voll. Voll von „bla bla – bitte den Montag abschaffen“, „Montage überstehen“, „Nur noch vier Tage bis Freitag“-Gedöns. Und zwar JEDES Feed! Ausnahmslos. Egal ob auf Facebook, Instagram oder draußen auf der Straße – die Witze sind flach, die Gesichter lang und es gibt so gut wie niemanden weit und breit, der sich auf den Montag freut.

Ich verstehe, (fast) jeder muss am Montag wieder zur Arbeit. Und nicht jeder kann sich diese, also die Arbeit, aussuchen. Aber „muss“ man wirklich hin? Oder ist es nicht vielmehr so, dass man dorthin kann?

Je mehr ich mich mit der Psychologie beschäftige (also seit meinem Studium and beyond…), desto mehr wundere ich mich über Menschen, die alles als super negativ sehen. OK, die Deutschen sind vielleicht nicht DIE glückliste Nation auf Erden. Aber hey, ab und zu mal lächeln, und ja, auch oder gerade weil Montag ist, kann uns doch nicht schaden, oder?

„What if I told you, you die this week?“

Es gibt unzählige Möglichkeiten sich aus dem Montagstief herauszuholen. Zum Beispiel kann man sich einfach vergegenwärtigen, wie unglaublich gut es einem geht. Wenn man sich diese Gedanken machen kann, dann heißt es doch schon mal, dass man am Leben ist. Man hat das unfassbare Glück in einem der reichsten Länder der Welt zu leben. Wieviele Menschen können das von sich behaupten? Ja, es sind mehrere hundert Millionen (da es ja noch weitere reiche Länder gibt), aber bei der Weltbevölkerung von über 7 Mrd. Menschen hatte man doch ein verdammtes Glück, oder etwa nicht?

Und dann hat man auch noch eine Arbeit. Ich meine, hallo? Wieviele Menschen haben keinen Arbeitsplatz, weil sie schlicht und ergreifend keinen finden? Wie undankbar sind wir, diejenigen, denen es wirklich gut geht, denn eigentlich geworden?

Im Büro kann man mittlerweile auf die Frage „Wie geht´s?“ getrost mit „Naja, Montag eben…“ antworten. Und das reicht den meisten vollkommen aus – jeder weiß sofort Bescheid. Ich bin da nicht groß anders, allerdings bezieht sich meine Laune stets auf die frühe Phase des Tages. Mittlerweile könne ich ein Buch darüber schreiben welche Methoden ich ausprobiert habe, um früher aufzustehen und fitter in den Tag zu starten. Tatsächlich ist es schon sehr viel besser geworden und vielleicht sollte ich tatsächlich einen Blogbeitrag darüber schreiben?

„We are living in a world with so much opportunities.“

Und genauso wie man sich etwas Neues angewöhnen kann, kann man auch lernen Montage zu lieben. Ja, es geht – kein Scherz! Der Montag ist nämlich an sich genommen ein super-aufregender Tag. Montags kann man so schön neue Projekte starten. Ein Montag ist wie der 1. Januar: Man ist so voller Ideen, guter Vorsätze und Hoffnungen. Warum feiern wir den 1. Januar eigentlich so ausgiebig, vergessen aber nie uns Woche für Woche über den Montag zu beschweren?

Damit ihr heute (und hoffentlich in Zukunft auch) besser in den Montag startet, habe ich das beste Motivationsvideo für euch. Es ist einzig und allein dem Montag gewidmet. Ja, auch Gary V. gehen die Menschen, die sich ständig über Montage beschweren, gehörig auf den Senkel.

„You could have been a bus, or a tree.“

Schaut euch das Video unbedingt an. Es dauert auch nur knapp 2 Minuten. Am besten schaut man sich das Video so oft an, bis man montags der am besten gelaunte Mensch im Büro ist. Probiert es aus – es ist gar nicht so schwer. Außer natürlich all eure Kollegen sind top motivierte Athleten, die bei Wind und Wetter für den Triathlon trainieren. Auch an Montagen.

Foto: Creative Market

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Rot & blau – Outfit in Herbstfarben

Der Herbst zählte noch nie zu meinen Lieblingsjahreszeiten. Tee trinke ich, wie Kaffee aber auch, ganzjährig. Deshalb habe das Argument „Man kann jetzt so schön auf dem Sofa kuscheln, mit einer Kanne Tee“ nie so richtig nachvollziehen können. Und dann noch der vielzitierte Kerzenschein. Kerzen verbinde ich mit der Adventszeit. Im Herbst sitze ich höchst selten bei Kerzenlicht und lese (zumal es mir dann definitiv zu finster zum Lesen wäre) oder mache irgendwelche anderen Dinge. Wobei höchst selten auch noch übertrieben ist. OK, ich bin ehrlich, ich tue es einfach nie.

Für mich läutete der Herbst schon immer das Ende des Sommers ein. Der Herbst und die Herbstfarben hatten auf mich stets eine relativ düstere Wirkung. Außerdem musste ich früher gerade im Herbst viel arbeiten und war entweder im Büro oder unterwegs. Der Herbst ist bekanntlich die Jahreszeit mit den meisten Messen.

Alles änderte sich als wir nach Nürnberg zogen. Schon den ersten Herbst fand ich gar nicht mal so unangenehm. Es dauerte dann auch nicht mehr lange bis ich ihn so richtig zu schätzen wusste. Es ist nämlich genau die Jahreszeit, in der man zwar viel macht und noch viel draußen ist, aber dennoch einen Gang (oder gleich mehrere) zurückschaltet. Im Sommer nutzen wir jeden Sonnenstrahl aus um nach draußen zu gehen. Jetzt im Herbst kann man zu Hause bleiben und braucht noch nicht mal ein schlechtes Gewissen zu haben.

Und so langsam habe ich mich auch mit den Herbstfarben angefreundet. Normalerweise trage ich viel schwarz, grau, weiß und blau. Diese Woche habe ich mir meine ersten weinroten Booties gekauft.

Zusammen mit meinem heiß geliebten Mantel in dunkelblau und dem langen Kleid ist es zwar einerseits ein für mich relativ ungewohntes Outfit, aber ich fand es auf Anhieb irgendwie so schön herbstlich und gemütlich. Die Boots sind übrigens von Gabor und ultra bequem. Ich bin am Samstag in die Stand reingelaufen, war dort ziemlich viel unterwegs und nachmittags wieder zurückgelaufen – ohne die Tram zu nutzen. Und sie sind wirklich super bequem. Mein Mann neigt dazu mich stets zu bemitleiden wenn ich Absätze trage und weit laufen muss. Aber Absatz ist nicht gleich Absatz und mit den Schuhen laufe ich genaus wie mit Sneakers.

Den Mantel habe ich seit letztem Herbst und trage ihn wann immer ich kann. Ich finde es extrem schwer einen Übergangsmantel zu finden. Eine Auswahl an Übergangsjacken gibt es bei Fashion ID. Die Trenchcoats finde ich immer am schönsten.

Tatsächlich freue ich mich dank der schönen Mode auch sehr über den Herbst. Ich finde, dass gerade diese Saison relativ farbenfroh ist und man alles so cool kombinieren kann. Und wenn wir mit dem Wetter weiterhin so viel Glück haben und die Sonne auch in den nächsten Wochen noch so schön scheint, dann freue ich mich umso mehr darüber noch ganz viele Teile aus der aktuellen Saison tragen zu können. Der Winter kommt noch früh genug und spätestens dann werden die Mäntel wärmer und man kommt nicht ohne Schal aus.

Apropos Schal. Ich habe mir auch gleich den passenden Schal zu den Schuhen geholt. Sicher ist sicher. So kann der Herbst auch gerne etwas kühler werden (solange er sonnig bleibt) – ich bin jetzt bestens gerüstet. Außerdem habe ich mir diese Baskenmütze gekauft (nur in etwas hellerer Variante). Was ich sonst noch so geshoppt habe, zeige ich euch dann in Kürze. In den vergangenen Tagen war ich nämlich etwas ausgiebiger shoppen…

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Murmeltier Wanderung in den österreichischen Alpen

Der Begriff „Murmeltierwanderung“ lässt einen Titel für so manches Hörbuch vermuten, in dem die Charaktereigenschaften einer Gruppe von Menschen auf komödiantische Art und Weise dargestellt werden: „Murmeltier“ als Synonym für die Teilnehmer einer Reisegruppe. Diese Annahme sollte sich unvorhergesehen als wahr herausstellen. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Murmeltierwanderung um eine Unternehmung, bei der eine limitierte Reisegruppe (vier bis acht Personen) den Berg hinaufsteigt, um Murmeltiere zu beobachten. Organisiert wird dieses Erlebnis vom Posthotel in Achenkirch am Achensee in Tirol.

Los geht´s…

Nach einem kurzen Snack am frühen Morgen im Posthotel und der Anfahrt ins Unterautal beginnt dieser Tagestrip. Nachdem wir uns schon ein wenig beschnuppert haben, machen wir uns auf den Weg zur Gröben Alm. Wir, das sind meine Frau Anna, ich, ein Berg erprobtes Touristenpaar aus Wien und Gerti, unsere Reiseleiterin und Murmeltierexpertin, wie sich später herausstellte.

Jetzt geht´s bergauf!

Der erste Kilometer führt in einem flachen Streckenabschnitt entlang des Unteraubachs durch das Unterautal. Unter den Kursteilnehmern beginnen sich die ersten Gespräche zu entwickeln. Beispielsweise wird darüber diskutiert, inwieweit das Internet die Welt beschleunigt hat und dass diese ständige Erreichbarkeit über das Firmenhandy psychische Krankheiten wie Burnout fördert. Die Wetterlage ist bewölkt und die vier Reiseteilnehmer sind etwas skeptisch, ob es entgegen der Einschätzung der erfahrenen Gerti vielleicht doch Regen geben könnte. Die beiden vielgereisten Wanderer machen sich wenig Sorgen, denn sie sind gut ausgerüstet mit vollgepackten Rucksäcken.

Bei Anna und mir sieht das etwas anders aus. Wir sind nicht auf die Tour vorbereitet, sind ohne Wanderausrüstung angereist. Auf den ebenen Streckensektor (Dauer ca. 20 Minuten) folgt der Steilhang. Ebenso wie schon im ebenen Streckenbereich ist der Untergrund ein breiter, gut zu belaufender Schotterweg. Schon nach ein paar Metern ist ein serpentinenartiger Verlauf erkennbar. Die Gespräche werden fortgesetzt. Gerti beantwortet erste Fragen zu den „Murmeln“, wie sie die Murmeltiere liebevoll nennt. Dass die possierlichen Tiere einmal jährlich einen Nachwuchs zwischen ein bis fünf Jungtieren vorweisen und diese dann nach zwei Jahren auswandern und Ihre eigene Familie gründen, erzählt uns Gerti. Oder dass der größte Fressfeind der Steinadler ist und dessen Annäherung durch durchgängiges Pfeifen (als Warnsignal) kommentiert wird. Es beginnt nun doch zu regnen.

Gemeinsamkeiten

Ein spätsommerlicher Schauer, wir machen uns nichts daraus. Es wird gleich wieder aufhören. Die Gespräche gehen weiter: Diskussionen über die österreichischen und deutschen Politiker oder über die europäische Lage. Beruflich kommt man teilweise auf einen gemeinsamen Nenner: Eventmanagerin von Holzmessen meets Außendienstmitarbeiter, der Anlagen zur Trocknung von Holz vertreibt und auf genau dieser Messe ausstellt. Zufälle gibt´s!

Der Regen kommt einem erträglicher vor, wenn es gemeinsame Gesprächsthemen gibt. Wir sind ca. 45 Minuten unterwegs. Gerti erklärt uns, dass wir nach weiteren 20 bis 30 Minuten die Baumgrenze erreichen werden. Übrigens: Gerti ist mit nur einem T-Shirt und Ihrer dünnen langen Wanderhose bekleidet. Selbst sie beginnt zu frieren. Wir gehen weiter und erreichen eine Schutzhütte, die etwas unterhalb unseres Ziels, der Gröben Alm, liegt. Wir stellen uns dort unter.

Man spricht zu diesem Zeitpunkt sehr viel über das Wetter und hofft, der Regen werde nachlassen. Es ist kalt, die Stimmung jedoch ist ungetrübt. Man macht Fotos voneinander. Jeder darf den anderen einmal ablichten. Der Regen lässt etwas nach und wir gehen weiter. Wir erreichen nach ungefähr 2,5 Stunden unser Ziel: Die Gröben Alm liegt etwas oberhalb des Murmeltierbaus und wir starten erste Versuche, die Tiere zu erblicken. Aber vergebens: Wir befinden uns zu weit weg und die Berge sind durchzogen von Nebelschwaden.

Endlich gibt es Schutz in einer Hütte

Wir beschließen, uns vorerst in die Hütte zurückzuziehen. Sie steht seit zirka einer Woche leer. Der Senner ist schon in den verdienten Winterurlab abgedüst. Durch einen großen Vorraum begeben wir uns in die Küche, in der ein Tisch und ein Holzofen stehen. Ein paar Requisiten wie Tee oder eine Saftschorle für verlorene Gäste wie wir haben uns die Wirtsleute überlassen. Nach erfolgreicher Suche finden wir zwei Kerzen, die wir freudig der Erwartung von Wärme anzünden. Wir packen unsere Luchpakete aus, stärken uns und sprechen miteinander. Themen sind das österreichische und deutsche Fernsehen. Wir stellen Vor- und Nachteile heraus.

Gerti fragt, wie wir unsere Zimmer im Posthotel finden, sie erklärt uns die schwierige Arbeitsmarktsituation in Österreich und wie kompliziert es sei, gutes Personal für ein 5-Sterne-Hotel zu finden. Die interessanten Gespräche in gemütlicher Umgebung (die Kerzen geben etwas Wärme ab) dauern ca. eine Stunde an, bevor wir uns aufmachen, um den Murmeltierbau zu beobachten. Querfeldein begeben wir uns etwas unterhalb der Hütte durch einen Flusslauf. Gerti instruiert, dass wir, sobald wir uns vor dem Bau befinden, keine hektischen Bewegungen ausführen sollen. Ohne große Erwartungen auf Grund der schlechten Wetterlage werden wir überrascht. Wir sehen zeitweise Murmeltierköpfe aus den Baueingängen herauslugen und fotografieren wie die Weltmeister.

Nach kurzem Aufenthalt vor dem Murmeltierbau treten wir den Rückweg an, hinab bis ins Unterautal. Der Regen hat inzwischen nachgelassen, die Sonne kommt heraus und wir setzen unsere Sonnenbrillen auf. Letzte Fotos entstehen. Beispielsweise mit einem Regencape für Anna, das wir uns aus der Hütte ausgeliehen haben. Kaum in unseren Shuttlebus eingestiegen, chauffiert uns Gerti zu einer Aufzuchtsfarm für verwaiste und kranke Murmeltiere. Nachdem wir ein Murmeltierpärchen bestaunt haben, fahren wir zum Hotel zurück und genießen dort erschöpft aber glücklich eine Fußmassage für Murmeltiere.

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