Murmeltier Wanderung in den österreichischen Alpen

Der Begriff „Murmeltierwanderung“ lässt einen Titel für so manches Hörbuch vermuten, in dem die Charaktereigenschaften einer Gruppe von Menschen auf komödiantische Art und Weise dargestellt werden: „Murmeltier“ als Synonym für die Teilnehmer einer Reisegruppe. Diese Annahme sollte sich unvorhergesehen als wahr herausstellen. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Murmeltierwanderung um eine Unternehmung, bei der eine limitierte Reisegruppe (vier bis acht Personen) den Berg hinaufsteigt, um Murmeltiere zu beobachten. Organisiert wird dieses Erlebnis vom Posthotel in Achenkirch am Achensee in Tirol.

Los geht´s…

Nach einem kurzen Snack am frühen Morgen im Posthotel und der Anfahrt ins Unterautal beginnt dieser Tagestrip. Nachdem wir uns schon ein wenig beschnuppert haben, machen wir uns auf den Weg zur Gröben Alm. Wir, das sind meine Frau Anna, ich, ein Berg erprobtes Touristenpaar aus Wien und Gerti, unsere Reiseleiterin und Murmeltierexpertin, wie sich später herausstellte.

Jetzt geht´s bergauf!

Der erste Kilometer führt in einem flachen Streckenabschnitt entlang des Unteraubachs durch das Unterautal. Unter den Kursteilnehmern beginnen sich die ersten Gespräche zu entwickeln. Beispielsweise wird darüber diskutiert, inwieweit das Internet die Welt beschleunigt hat und dass diese ständige Erreichbarkeit über das Firmenhandy psychische Krankheiten wie Burnout fördert. Die Wetterlage ist bewölkt und die vier Reiseteilnehmer sind etwas skeptisch, ob es entgegen der Einschätzung der erfahrenen Gerti vielleicht doch Regen geben könnte. Die beiden vielgereisten Wanderer machen sich wenig Sorgen, denn sie sind gut ausgerüstet mit vollgepackten Rucksäcken.

Bei Anna und mir sieht das etwas anders aus. Wir sind nicht auf die Tour vorbereitet, sind ohne Wanderausrüstung angereist. Auf den ebenen Streckensektor (Dauer ca. 20 Minuten) folgt der Steilhang. Ebenso wie schon im ebenen Streckenbereich ist der Untergrund ein breiter, gut zu belaufender Schotterweg. Schon nach ein paar Metern ist ein serpentinenartiger Verlauf erkennbar. Die Gespräche werden fortgesetzt. Gerti beantwortet erste Fragen zu den „Murmeln“, wie sie die Murmeltiere liebevoll nennt. Dass die possierlichen Tiere einmal jährlich einen Nachwuchs zwischen ein bis fünf Jungtieren vorweisen und diese dann nach zwei Jahren auswandern und Ihre eigene Familie gründen, erzählt uns Gerti. Oder dass der größte Fressfeind der Steinadler ist und dessen Annäherung durch durchgängiges Pfeifen (als Warnsignal) kommentiert wird. Es beginnt nun doch zu regnen.

Gemeinsamkeiten

Ein spätsommerlicher Schauer, wir machen uns nichts daraus. Es wird gleich wieder aufhören. Die Gespräche gehen weiter: Diskussionen über die österreichischen und deutschen Politiker oder über die europäische Lage. Beruflich kommt man teilweise auf einen gemeinsamen Nenner: Eventmanagerin von Holzmessen meets Außendienstmitarbeiter, der Anlagen zur Trocknung von Holz vertreibt und auf genau dieser Messe ausstellt. Zufälle gibt´s!

Der Regen kommt einem erträglicher vor, wenn es gemeinsame Gesprächsthemen gibt. Wir sind ca. 45 Minuten unterwegs. Gerti erklärt uns, dass wir nach weiteren 20 bis 30 Minuten die Baumgrenze erreichen werden. Übrigens: Gerti ist mit nur einem T-Shirt und Ihrer dünnen langen Wanderhose bekleidet. Selbst sie beginnt zu frieren. Wir gehen weiter und erreichen eine Schutzhütte, die etwas unterhalb unseres Ziels, der Gröben Alm, liegt. Wir stellen uns dort unter.

Man spricht zu diesem Zeitpunkt sehr viel über das Wetter und hofft, der Regen werde nachlassen. Es ist kalt, die Stimmung jedoch ist ungetrübt. Man macht Fotos voneinander. Jeder darf den anderen einmal ablichten. Der Regen lässt etwas nach und wir gehen weiter. Wir erreichen nach ungefähr 2,5 Stunden unser Ziel: Die Gröben Alm liegt etwas oberhalb des Murmeltierbaus und wir starten erste Versuche, die Tiere zu erblicken. Aber vergebens: Wir befinden uns zu weit weg und die Berge sind durchzogen von Nebelschwaden.

Endlich gibt es Schutz in einer Hütte

Wir beschließen, uns vorerst in die Hütte zurückzuziehen. Sie steht seit zirka einer Woche leer. Der Senner ist schon in den verdienten Winterurlab abgedüst. Durch einen großen Vorraum begeben wir uns in die Küche, in der ein Tisch und ein Holzofen stehen. Ein paar Requisiten wie Tee oder eine Saftschorle für verlorene Gäste wie wir haben uns die Wirtsleute überlassen. Nach erfolgreicher Suche finden wir zwei Kerzen, die wir freudig der Erwartung von Wärme anzünden. Wir packen unsere Luchpakete aus, stärken uns und sprechen miteinander. Themen sind das österreichische und deutsche Fernsehen. Wir stellen Vor- und Nachteile heraus.

Gerti fragt, wie wir unsere Zimmer im Posthotel finden, sie erklärt uns die schwierige Arbeitsmarktsituation in Österreich und wie kompliziert es sei, gutes Personal für ein 5-Sterne-Hotel zu finden. Die interessanten Gespräche in gemütlicher Umgebung (die Kerzen geben etwas Wärme ab) dauern ca. eine Stunde an, bevor wir uns aufmachen, um den Murmeltierbau zu beobachten. Querfeldein begeben wir uns etwas unterhalb der Hütte durch einen Flusslauf. Gerti instruiert, dass wir, sobald wir uns vor dem Bau befinden, keine hektischen Bewegungen ausführen sollen. Ohne große Erwartungen auf Grund der schlechten Wetterlage werden wir überrascht. Wir sehen zeitweise Murmeltierköpfe aus den Baueingängen herauslugen und fotografieren wie die Weltmeister.

Nach kurzem Aufenthalt vor dem Murmeltierbau treten wir den Rückweg an, hinab bis ins Unterautal. Der Regen hat inzwischen nachgelassen, die Sonne kommt heraus und wir setzen unsere Sonnenbrillen auf. Letzte Fotos entstehen. Beispielsweise mit einem Regencape für Anna, das wir uns aus der Hütte ausgeliehen haben. Kaum in unseren Shuttlebus eingestiegen, chauffiert uns Gerti zu einer Aufzuchtsfarm für verwaiste und kranke Murmeltiere. Nachdem wir ein Murmeltierpärchen bestaunt haben, fahren wir zum Hotel zurück und genießen dort erschöpft aber glücklich eine Fußmassage für Murmeltiere.

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BUREAUReview #39 – Aktuelle und anstehende Projekte

Gefühlt ist der letzte Blogbeitrag Monate her. Das ist er natürlich nicht wirklich, aber so fühlt es sich tatsächlich an. Ich habe in den vergangenen Wochen und Monaten super-wenig gebloggt und das lag einzig und allein an meiner Gesundheit. Aber nun stehen einige Projekte an und ich freue mich sehr darüber euch heute mehr darüber erzählen zu können.

Einige haben ja schon vermutet, dass es an den Hochzeitsvorbereitungen lag und ich deshalb zu nichts mehr gekommen bin. Aber in Wahrheit empfand ich die Vorbereitungen zu unserer Hochzeit gar nicht so schlimm – ganz im Gegenteil. Wir haben uns alles relativ gut eingeteilt und uns immer wieder wöchentliche Ziele gesetzt. Dann hieß es nur Mails schreiben, telefonieren und recherchieren. Mit einem guten Plan ist alles halbwegs einfach. Nein, die Vorbereitungen zur Hochzeit waren es wirklich nicht.

Stattdessen hat es mich vollends erwischt: seit Ende Mai habe ich nur beim Anblick von Blumen, Gräsern und Bäumen eine Allergie bekommen. Bei unserem Ausflug in die Berge wurden wir dann vom Regen überrascht, was zu einer bösen Erkältung führte und uns zwang unsere Reisepläne über Bord zu werfen…

Langer Rede kurzer Sinn: Mir war so gar nicht nach Bloggen.

Ich habe zwar viel geschrieben, letzten Endes aber wenig veröffentlicht. Und so habe ich jetzt Tonnen an Material und Dinge, die ich unbedingt hier teilen wollte, auf meiner Festplatte schlummern. Aber das bekomme ich schon noch hin – ich hab da so einen Plan…

Aktuelle Projekte

In den letzten Tagen habe ich den Blog technisch auf Vordermann gebracht und einwenig strukturiert. Da ich in den kommenden Wochen auch einen Shop einrichten werde, musste erstmal im Hintergrund die Struktur überarbeitet werden. Gleichzeitig habe ich endlich das perfekte Design für meine BloggerBUREAU Webseite gefunden und installiert. Es hat mir viele stressige Stunden und schlaflose Nächte gekostet, aber am Ende habe ich es geschafft! Wundert euch nicht, dass die Webseite noch voller Dummy-Texte ist. Das ändert sich ganz, ganz bald – versprochen.

Mein erster Workshop

Ich habe euch ja schon vor ein paar Wochen von einem „anstehenden Projekt“ erzählt, auf das ich mich ganz besonders freue. Heute kann ich es euch endlich verraten bzw. habe ich es in meinen Instagram Stories auch schon kurz erwähnt: Ich werde meinen ersten Workshop zum Thema Influencer Marketing halten.

Ursprünglich geplant war ein Vortrag von 30 Minuten. Das klingt an sich nach gar nicht so langem Zeitraum, aber in 30 Minuten kann man (wenn man will) schon Einiges an Wissen vermitteln. Ich kenne 20 Minuten Vorträge, die mit Informationen nur so vollgespickt waren, dass man kaum mit dem Dokumentieren hinterher kam. Aber es gibt auch Vorträge, die über eine Stunde dauern und man sich hinterher fragt, was denn letzten Endes die Aussage war.

So oder so – 30 Minuten können verdammt lang sein. Aber das war nur die ursprüngliche Idee.

Aus dieser Idee wurde ein 90 Minuten Workshop. Ja, richtig gelesen. 90 Minuten Zeit. Ich kann euch kaum sagen, wie sehr ich mich darauf freue! Natürlich bin ich auch schon wahnsinnig aufgeregt. Aber positiv aufgeregt, nicht nach dem Motto „Oh mein Gott, worauf habe ich mich da eingelassen?“ Vielleicht kommt das noch – wer weiß?

Der Workshop findet Ende Oktober in Regensburg statt. Unter anderem auch mit Unternehmen wie mymuesli und amazon. OK, vielleicht bin ich jetzt, wo ich das so schwarz auf weiß vor mir habe, doch einwenig aufgeregter. Und immer wieder frage ich mich wo die Zeit hin ist? Denn so ein Workshop muss natürlich konzipiert und mein Input dazu zu Papier bzw. auf Folien gebracht werden… Aber hey, es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ich ganz spontan etwas mache, das ich schon seit Ewigkeiten vor mir herschiebe. Im Grunde ist das wirklich die Story meines Lebens: Ideen vor mir herschieben und dann spontan den Entschluss treffen es einfach zu tun.

Wie gesagt, ich versuche noch dieses Wochenende alle Infos auf die BloggerBUREAU Webseite hochzuladen. Dort seht ihr auch wie ihr euch zum Workshop und dem ganzen Thementag anmelden könnt. Und natürlich gibt es einen Code – was wäre ich für eine Bloggerin, die sich nicht um einen Code für euch bemühen würde?!

Was sonst noch kommt…

Der Workshop findet in ein paar Wochen statt, aber schon kommende Woche gibt es eine Überraschung. Wie diese aussieht, das kann ich euch noch nicht verraten. Aber schaut in den kommenden Tagen unbedingt in euren Mail-Account, denn kommende Woche wird es etwas Neues geben, das ich über den Newsletter verkünden werde. Was das ist, kann ich noch nicht verraten. Ich mag einfach nicht über ungelegte Eier reden bzw. schreiben. Aber ich kann euch sagen, dass es schon ein kleiner Traum von mir war genau so etwas auf die Beine zu stellen. Mit den heutigen Tools und Technologien ist einfach alles möglich. Wobei das natürlich davon abhängt, ob das Glas halb leer oder halb voll ist – also einzig und allein von der inneren Einstellung.

Ich sehe grundsätzlich überall nur Möglichkeiten und frage mich deshalb ständig – warum eigentlich nicht? So war es auch dieses Mal und ich freue mich schon so wahnsinnig darauf euch die News in meinem Newsletter mitteilen zu können.

Das entspannteste Wochenende ever

Und so haben wir uns an diesem Wochenende, das zugegeben extrem lang ist, da wir beide erst am Mittwoch wieder arbeiten müssen, so gar nichts vorgenommen. Der Plan eine Wellness-Tag in unserer Lieblingstherme einzulegen, haben wir wieder verworfen bzw. verschoben. Es ist echt ungewohnt so lange Zeit zu Hause zu verbringen und in Ruhe bloggen zu können. Wobei „zu Hause“ bei uns nicht gleich „in unserer Wohnung“ heißt. Zu Hause bedeutet, dass wir in Nürnbergs Cafés abhängen, in der Fränkischen Schweiz wandern gehen und dies und das machen. Aber das bedeutet vor allem, dass wir nichts geplant haben und einfach spontan entscheiden werden, was wir wann machen.

Ich hoffe ihr habt ebenso ein super-entspanntes Wochenende – wo auch immer ihr seid 🙂

Liebe Grüße und bis ganz bald

Anna Benz Logo BUREAUStyle

Bild credit: creative market

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