2018 Rückblick und learnings BUREAUStyle

2018 Rückblick – was ich dieses Jahr gelernt habe

2018 war definitiv super-schräg. Hat es schlimm gestartet, endet es mehr als versöhnlich. Was ich in diesem Jahr gelernt habe, habe ich hier zusammengefasst. Achtung: Es ist teilweise sehr, sehr ehrlicht. Also nichts als die schonungslose Wahrheit. Los geht´s.

2018 habe ich gelernt wieder mehr auf mein Bauchgefühl zu hören

Die Situation: Ich hatte ein extrem merkwürdiges Treffen, das genau 3 Stunden dauerte. 3 Stunden! Es war mehr oder weniger ein Monolog, denn ich habe maximal 10 Minuten gesprochen, nicht länger. Am Ende kam der Vorschlag für eine Zusammenarbeit, über das Geld würde man nochmal sprechen und mir ein Angebot unterbreiten. Das Angebot hieß Arbeit gegen Erwähnung auf einem Instagram-Account mit gekauften Followern (erfuhr ich aber später) und Erwähnung in einer Kundenzeitschrift.

Learning: Alles klang viel zu gut um wahr zu sein und ich bekam schon bald ein mulmiges Gefühl. Im Nachhinein klingt das Angebot wirklich als absolut absurd, aber damals, als ich noch am Anfang meiner Selbstständigkeit war, habe ich tatsächlich darüber nachgedacht. Am Ende habe ich es abgelehnt und bin von mehreren richtigen (!) Geschäftsfrauen fast schon ausgelacht worden überhaupt darüber nachgedacht zu haben. Klar, hinterher ist man natürlich auch immer ein Stück schlauer. Aber ich habe mir geschworen beim geringsten Zweifel in mich zu gehen und auf mein Bauchgefühl zu vertrauen. Hier hat es schon mal perfekt geklappt!

2018 habe ich mein Konsumverhalten überdacht und alles auf den Kopf gestellt

Die Situation früher: Nach der Arbeit noch schnell in die Stadt und „einbißchen schauen“? Das war absolut meins! Egal wo ich gearbeitet habe: ob in Nürnberg, in Stuttgart (längste Shopping-Meile Europas) oder in Moskau – überall und immer fand ich Zeit zum Shoppen. An erster Stelle Klamotten, dicht gefolgt von Kosmetik und Büchern.

Die Situation jetzt: Ich frage mich bei jedem Teil, das ich mir kaufe oder geschenkt bekomme wo ich es in meiner Wohnung hinlegen oder hinstellen will. Mittlerweile ist es mir viel wichtiger nur gute Sachen zu besitzen, nicht die Masse. 2018 habe ich die Flohmärkte für mich entdeckt und Oh mein Gott, was ich hatte ich Spaß daran!

Learning: Heute muss ich mit dem Kauf nichts mehr kompensieren. Ich muss mich nicht mehr „für einen schlechten Tag im Büro“ belohnen. Wenn ich einen schlechten Tag habe, nehme ich ein Bad oder lese ein Buch, höre einen motivierenden Podcast oder schau mir ein cooles YouTube Video an. Grundsätzlich mache ich dann etwas Produktives: einen Plan für den nächsten Tag, damit dieser besser läuft. Oder ich recherchiere die nächste Reise, plane das nächste Event. Egal was, heute ist es nie der Kauf von irgendwas. Crazy, wie sich Dinge innerhalb eines Jahres ändern können, nicht wahr?

In diesem Jahr habe ich gelernt weniger zu leiden und Sachen nicht einfach hinzunehmen

Die Situation: So schnell haut mich nichts um. Ich bin es gewohnt durchzuhalten, für Dinge zu kämpfen und denke mir grundsätzlich „Das muss doch gehen!“ auch wenn die ganze Welt um mich herum mir sagt, dass das nicht funktionieren wird. Wenn ich zurückblicke, dann muss ich feststellen, dass ich leider zu oft zu lange gewartet habe. Mein Bauchgefühl (siehe Punkt 1) war schon mehr als deutlich, alle Zeichen standen auf Veränderung, auf „jetzt geh endlich“, „jetzt kündige endlich“ oder „jetzt hör endlich auf ein totes Pferd zu reiten“. Aber ich war oft vieeeeeeeeel zu stur und habe „an das Gute im Menschen“ geglaubt. Was für ein Schwachsinn!

Learning: 2018 hat mir definitiv gelernt Dinge schneller sein zu lassen. Öfter mal „nein“ zu sagen gehört übrigens genauso dazu wie Dinge, die keine Aussicht auf Erfolg haben, bis zum Ende auszusitzen. Ich kann heute ganz getrost ein Buch, das mir nicht gefällt, weglegen. Ich klicke uninteressante Inhalte weg und entscheide mich viel öfter dagegen als aus falscher Rücksichtnahme durchzuhalten.

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