44 Praktika und was ich aus meiner Praktikumszeit gelernt habe4 min read

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Welche Praktika habt ihr in eurer Jugend bzw. während des Studiums gemacht? Wenn ich da so zurückdenke… Oh mein Gott! Was habe ich eigentlich NICHT gemacht?

Mein erstes Praktikum war im Einzelhandel. Ich wollte schon immer in den Bereich Vertrieb, Marketing und Organisation. Also bewarb ich mich für ein Praktikum in einem Fachhandel, wo überwiegend TV und Musikanlagen verkauft wurden. Das war von Anfang an richtig abwechslungsreich und mir wurde in den paar Wochen dort niemals langweilig.

Ein paar Jahre später stand ein Pflichtpraktikum an, das ich am BMW-Standort in Wackersdorf absolviert habe. Dieses Praktikum war nochmal eine Schippe spannender. Meine Klassenkameraden entschieden sich für Praktika an ihrem jeweiligen Wohnort. Ich war die Einzige, die pendeln musste bzw. es nicht anders gewollt hat. Und da ich noch keine 18 war, hieß es „hallo öffentlicher Nahverkehr“. Das Gruselige war, dass der Bus nicht direkt vor der Bürotür hielt und ich erstmal mehrere Hundert Meter durch den Wald laufen musste. Im Winter. Yay!

Da es aufgrund der wirklich bescheuerten Busverbindung nicht anders möglich war, war ich immer die Erste im Büro. Ich war also diejenige, die alle Hundert PCs, Drucker und sonstige Geräte (OK, vielleicht weniger als Hundert…) eingeschaltet habe. Soweit so unspannend.

Das wirklich Spannende war jedoch die Abwechslung.

Jeder Tag war anders und jeden Tag passierte unglaublich viel Neues. Ich habe super-viel gelernt und wusste nach dem Praktikum, dass ich auf jeden Fall einen „Büro-Job“ möchte. Allerdings war mir auch klar, dass ich entweder in einem Industrieunternehmen oder in einem industrieverwandten Bereich arbeiten möchte. Projekte managen, Vermarktungskonzepte schreiben – das war seit jeher meine Welt. Und dieses Praktikum, das ich mit 17 Jahren absolviert habe, war der Startschuss in meine berufliche Zukunft.

Das Highlight meines Lieblingspraktikums war die Weihnachtsfeier in einem Hangar am Münchener Flughafen. Das Unternehmen gehörte zur Lufthansa-Gruppe und das ist auch der Grund, warum so eine irre Location für eine Weihnachtsfeier möglich war. Alle mussten vorab durch die Sicherheitskontrolle und wir durften sogar in ein paar Privatjets blicken – eine völlig andere Welt…

Während meines Studiums habe ich weitere Praktika gemacht. Als es darum ging mich um eine Stelle zu bewerben, schrieb ich eine Liste mit meinen „Wunschunternehmen“. Im Grunde habe ich nur rumgesponnen und erstmal die Firmen aufgeschrieben, die im Grunde vollkommen unerreichbar schienen. An erster Stelle stand die Daimler AG in Stuttgart. Und entgegen der allgemein geltender Meinung, man solle sich doch erstmal beim Unternehmen ganz unten auf der eigenen Liste bewerben, entschied ich mich für den Namen ganz oben auf der Liste.

Rotzfrech schrieb ich den Ansprechpartner direkt an, nachdem ich meine Bewerbung ins Nirvana des Bewerbungssystems eines Konzerns schickte… Einen Tag später hatte ich die Einladung zum Gespräch und noch vor Ort die Zusage. That´s how I came to Stuttgart 😉

Rückblickend betrachtet würde ich alles genauso machen. Ich bin anfangs zwar nicht den einfachsten Weg gegangen (mit der umständlichen Anreise zum ersten Praktikum usw.), aber die Erfahrungen, die ich dort gemacht habe, haben mir wiederum zum nächsten Praktikum verholfen und alle Praktika in Summe zum ersten Job usw.

Falls ihr euch noch im Studium befindet, kann ich euch nur den Rat geben den Praktikumsplatz sinnvoll auszuwählen. Natürlich kann man im Vorfeld oft gar nicht wissen, wie es am Ende im Unternehmen selbst aussieht. Viele Unternehmen bemühen sich einfach zu wenig um interessierten Nachwuchs und als Praktikant bekommt man nur langweilige Aufgaben. Aber natürlich liegt es auch an den Praktikanten selbst das Praktikum aktiv zu gestalten und das Beste aus der gebotenen Chance herauszuholen.

Ich habe insgesamt vier Praktika gemacht. Mit Charly und Marvin kann ich da nicht ganz mithalten. Sie sammeln ganze 44 Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen. Welche Berufe das sind und wo es die beiden überall hin verschlägt, sehr ihr im Video und auch hier.

Meine Erfahrungen aus all den Praktika, die ich gemacht habe:

– Traut euch und fragt in der Abteilung nach spannenderen Aufgaben, falls ihr merkt, dass ihr nur eure Zeit absitzt
– Bemüht euch um ein Praktikum bei eurem Traumarbeitgeber und macht hier keine Kompromisse
– Ein „nein“ ist keine Antwort und eine Absage muss nicht endgültig sein. Einfach nochmal probieren. Immer wieder
– Augen & Ohren offen halten: Alles, was gesprochen wird, ist wichtig. Nicht nur das Berufliche…
– Traut euch nachzufragen, wenn ihr etwas nicht versteht
– Bemüht euch um die Stellen, wo ihr wirklich gute Chancen habt etwas zu lernen
– Macht so viele Erfahrungen wie möglich. Später wird euch dadurch alles einfacher fallen und ihr werdet einen „Vorsprung“ vor den anderen haben, die niemals Praktika absolviert haben

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