Auszeit in Tirol + Bildertagebuch3 min read

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Ich habe euch ja bereits hier über meine derzeitige Krise bzw. Auszeit erzählt. Und so richtig weiß ich gar nicht, ob Krise hier so das richtige Wort ist. Auf jeden Fall hatte ich in den vergangenen Wochen extrem viel um die Ohren und alles hat sich irgendwie gleich wichtig angefühlt. Das Ende der Geschichte war einfach zu viel Streß, von dem ich mich nur langsam erhole. Und dabei stelle ich immer mehr fest, dass es nicht die vielen Termine waren. Und nein, es ist auch nicht die Tatsache, dass ich in letzter Zeit viel unterwegs war.

Manchmal will man einfach den Reset-Knopf drücken und sich darüber klar werden, was man eigentlich im Leben will. Das klingt vielleicht hochtrabend, aber am Ende geht es doch genau darum: ein schönes Leben zu führen. Die Definition von “schön” ist dabei bei jedem individuell und oft völlig unterschiedlich.

Das ist Fluch und Segen zugleich.

Einerseits kann jeder sein Leben so gestalten, wie er möchte – und heute mehr denn je. Andererseits kann man sich nichts abschauen oder von anderen Tipps holen.

Es gibt natürlich Hilfe – das ist klar. Z. B. gibt es die sog. Life Coaches. Da ich allerdings selbst eine entsprechende Ausbildung habe und weiß, wie der ein oder andere Coach agiert, ist auch für mich leider keine Lösung. Man kann Ratgeber lesen so viel man will. Letzten Endes sind das alles nur Impulse und niemals die Lösung selbst.

Es dauert einfach so lange wie es eben dauert bis man alles sortiert und geordnet hat. Bei physischen Dingen fällt das leichter als bei den vielen Gedanken, Plänen und oft auch Sorgen, die im eigenen Kopf herumschwirren. Und hier ist auch jeder anders: Der eine macht das Step by Step, der andere eher alles auf einmal.

Ich gehöre definitiv zur “I want it all & I want it now”-Fraktion.

Die Tatsache, dass wir heute wirklich in einer unglaublich freien Zeit leben (und das in jeder Hinsicht), macht es nicht gerade einfacher sich zu entscheiden.

Und in dieser Phase habe ich mir in den verganenen Wochen ein paar Auszeiten gegönnt. Unter anderem war ich Mitte Juni mit meinen Eltern ein Wochenende lang in Regensburg. So richtig Touri mäßig! Nur eine Woche später ging es nach Lindau und in die Schweiz. Heute sind Matthias und ich aus Österreich zurückgekommen. Und dort, genauer gesagt in Tirol, sind am Wochenende auch diese Bilder entstanden.

Für den ein oder anderen ist das Streß pur, aber ich tanke aus solchen Auszeiten viel Kraft und neue Ideen. Beim Wandern vergisst man (spätestens oben auf dem Berg) alles, was einen unten beschäftigt hat. Man fühlt sich als säße man vor einem leeren Blatt Papier, das man neu beschriften darf. Es ist nicht schwer die Reset-Taste zu drücken. Man müsste sich das einfach nur öfter trauen…

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