BUREAUReview April

1/3.

Genau 1/3 des Jahres ist bereits um.

Wann?

Wann bitte soll das passiert sein?

Ich erinnere mich noch an Silvester und den 1. Januar als ob es gestern gewesen wäre.

Alles neu macht der… ähm April

Der April markiert bei mir oft einen Neuanfang. Ich habe keine Ahnung warum das so ist, aber gerade im April fange ich sehr oft etwas Neues an. Vor genau 10 Jahren habe ich einen sehr spannenden Job angenommen, der mich jahrelang hat zwischen Nürnberg und Moskau pendeln lassen.

Später war ich mal – zum Durchatmen – für ein Jahr in Nürnberg bevor es anschließend richtig wild wurde und ich zwischen Stuttgart und Nürnberg gependelt bin – mit Projekten im Ausland wie Brasilien, Schweiz und auch wieder Russland zwischendurch.

Und jedes Mal fing ich im April irgendwo etwas Neues an. Manchmal war´s auch im Mai, aber der April begleitet mich einfach schon immer als DER Monat für Veränderungen. Kaum ein anderer Monat steht in meinem Leben für so viel Neues, Aufregendes und Ereignisreiches.

Im April vor 10 Jahren

Auch im April vor 10 Jahren habe ich wirklich mehr als zufällig Matteo kennengelernt. Wir sind beide nicht die größten Romantiker und haben deshalb das Datum fast vergessen. Ich hatte den Abend schon verplant und musste kurzfristig absagen. Im Grunde gingen wir zwei Abend hintereinander aus und haben uns die ganze Zeit nur gefragt wo die Zeit hin ist. Zehn Jahre sind schon eine lange Zeit. Wow! Niemals hätte ich damals, in einem Club, gedacht, dass das so ernsthaft wird.

Unsere Kennenlerngeschichte war so überhaupt nicht „erfolgsversprechend“. Wir haben in einem Club getanzt, in den ich nur hin gefahren bin, um eine Freundin von ihrer Trennung abzulenken. Ich war noch nie zuvor in diesem Club gewesen, wusste überhaupt nicht was da an dem Abend für Musik lief und wer da so abhing. Null Plan von gar nichts! Im Vordergrund stand nur das Aufmuntern dieser besagten Freundin – sonst nichts.

M. und ich hatten wirklich nur Blickkontakt und uns auf der Tanzfläche „bemerkt“ – mehr nicht. Als ich ging, lief er mir nach und fragte mich nach meiner Nummer. Ich sagte, dass ich sie ihm nicht geben würde und was er meine wer er überhaupt ist?!

Daraufhin fragte er mich, ob er mir seine Nummer geben darf…

Gut, dass er sich damals getraut hat. Ich wäre sonst gegangen ohne ihn jemals wiederzusehen, da wir 50 km voneinander entfernt wohnten und ich eigentlich nie in seiner Stadt war. Wir hätten uns sicher nie mehr wieder gesehen. OK, wir hätten uns auch dann nicht gesehen, wenn ich ihm nicht eine SMS geschickt hätte und wir uns dann verabredet hätten.

Jetzt wird es melancholisch

Ich muss oft daran denken wo ich mal wie abgebogen bin. Wir alle treffen täglich Entscheidungen, die vielleicht (oder vielleicht auch nicht) unser Leben verändern.

Das mag hochtrabend klingen, aber am Ende besteht doch alles aus Entscheidungen. Ja oder nein, annehmen oder ablehnen… und so geht das den ganzen Tag. Jeden Tag.

Und heute…

Dieser April war für mich auch deshalb so „besonders“, weil ich sehr viel reflektiert habe und weiter gegraben habe. Ich habe schon vor einiger Zeit angefangen mich von Dingen und losen Kontakten zu trennen. Seither sortiere ich rigoros aus und stelle immer mehr fest, dass es kein Projekt ist (wie ich anfangs dachte), sondern vielmehr ein Prozess.

Im April musste ich lernen, dass mich diese Entscheidung wohl noch länger (vielleicht sogar für immer?) begleiten wird. Dieses Reflektieren und Aussortieren ist mir langsam aber sicher ins Blut übergegangen. Und auch wenn ich noch längst nicht da bin, wo ich hinmöchte, stelle ich doch fest, dass das der richtige Weg ist.

Und wie so oft bei richtigen Entscheidungen, „bereue“ ich nur eins: Nicht schon früher damit begonnen zu haben. Wobei bereuen hier vielleicht zu viel ist. Aber tatsächlich ist das Einzige, was ich je bereut habe, der Startschuss. Ich habe mir noch nie gedacht: Hättest Du doch dies und das anders gemacht. Ich denke mir grundsätzlich immer: Oh mein Gott, hättest Du das doch schon vor einem Jahr gemacht.

Das ist definitiv Einstellungssache. Entweder man reflektiert und zieht daraus einen Rückschluss. Oder aber man bereut jeden Schritt. Bei mir ist es definitiv Punkt 1.

April 2019

Was ich im April außerdem geschafft habe, war die Reflexion der Projekte, an denen ich arbeite. Ich habe mir vor einem Jahr, als ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe, vorgenommen, ein Jahr lang alles auszuprobieren und dann zu entscheiden. Das habe ich gemacht und – oh mein Gott – das war so, so wichtig! Ich kann nur jedem Gründer/Freelancer/Selbstständigen empfehlen sich einen Termin zu setzen bis zu dem man dies oder jenes tut und anschließend sich selbst und die Projekte (also auch die Kunden) zu hinterfragen. Aber dazu schreibe ich nochmal einen separaten Artikel.

Was ich sonst noch im April gemacht und geschafft habe:

  • Anfang April war ich bei einem coolen Event in München. Es ging um die Eröffnung des THE GRILLROOM (Werbung | Einladung) im Hotel LOUIS
  • Ich habe einen Workshop für StartUps besucht und wahnsinnig viel gelernt (auch dazu wird es noch weitere Infos geben)
  • An Ostern haben wir den Geburtstag meiner Mama gefeiert und ich war mal wieder zu Hause (in der Oberpfalz)
  • Ich habe meinen ersten „großen“ (nachdem ich bereits einen kleinen veröffentlich habe) Online-Kurs strukturiert und anfangen Inhalte zu erstellen. Auch dazu schreibe ich noch mehr. Eins vorab: es geht um einen Sprachkurs
  • Ich habe mich endlich mit jemandem getroffen, die auf meiner Wellenlänge ist und die ich schon seit Jahren (kein Scherz) treffen wollte, es aber nie geklappt hat
  • Ende April habe ich ganz spontan ein Blogger-Frühstück im EspressoLab veranstaltet, das richtig gut angekommen ist (+ 60 neue Follower für die Instagram-Seite des Cafés)
  • Und ich habe mir eine sehr interessante Location für Events und Workshops angesehen. Mehr darüber in Kürze <3

Alles in allem war der April ein richtig aufregender Monat voller Ideen, viel Arbeit aber auch viel Ausgleich. Ich weiß, dass viele denken ich würde den ganzen Tag nur Kaffee trinken. Aber ich habe für mich geschafft die Balance zwischen „im Café abhängen“ und arbeiten zu finden und möchte das nie, nie, nie wieder eintauschen.

Wie war euer April so?

Habt ein schönes Wochenende (darf man am Donnerstag schon wünschen, oder?)

Anna Benz-Reichenauer BUREAUStyle.com Blog

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