Mein Weg in die Selbständigkeit

Heute möchte ich als erstes DANKE sagen. Danke für eure guten Wünsche, die vielen Nachrichten und Kommentare zu meiner Selbständigkeit! Support ist einfach sehr wichtig und obwohl man sich bewusst für eine Situation entschieden hat, kommen natürlich immer wieder Zweifel auf. Das ist auch vollkommen normal und wird bestimmt nie anders sein. Aber gerade wenn man noch am Anfang steht, ist Unterstützung (und sei es nur „du schaffst das“) enorm wichtig. Deshalb DANKE, ihr Lieben!

Mit den Nachrichten habe ich auch zahlreiche Fragen bekommen: Wieso, weshalb, warum. Was ich vorhabe, wie ich den Schritt gewagt habe usw. Deshalb möchte ich euch heute auf die wichtigsten Fragen meine ganz persönlichen Antworten geben.

Wie ich den Entschluss gefasst habe

Wie bei den meisten Selbständigen war es auch bei mir ein längerer Prozess. Und dieser war wirklich lang! Schon Ende 2016 hatte ich die Idee hin und wieder Mal, hab sie aber dann wieder verworfen. Irgendwann habe ich dann gekündigt, bin dann aber dennoch geblieben. Statt einer ganz normalen Arbeitszeit in Vollzeit, konnte ich nämlich meine Stunden reduzieren und war erstmal mega-happy darüber.

Bald stellte sich das Ganze als eine gut gemeinte Theorie und eine halb-gare Lösung heraus. Ich habe es kaum geschafft weniger zu arbeiten und so kam es, dass selbst nach über einem Jahr Kollegen und Geschäftspartner mich ungläubig fragten, wann ich denn weniger arbeiten würde. Sie hätten es nämlich bisher gar nicht mitbekommen, dass ich nicht mehr in Vollzeit beschäftigt war.

Als Halbtagskraft ohne Kind ist man einfach trotz Stundenreduzierung extrem flexibel. Man muss nirgends hin und kann einfach immer und überall einspringen, Überstunden schieben oder auch Arbeitszeiten tauschen. Ich glaube auch nicht, dass es etwas mit der Branche zu tun hat. Tatsächlich bin ich aber überzeugt davon, dass das Modell der flexiblen Arbeitszeiten sich immer weiter durchsetzen wird. Aktuell läuft da ja schon die ein oder andere Diskussion…

Da war ich nun: zum Einen Stunden reduziert, zum anderen ständig abgehetzt und grundsätzlich zu spät zu jedem Termin in „meinem“ Business. So konnte das nicht weitergehen und ich begann mir ernsthaftere Gedanken zu machen.

Am Ende bin ich einfach ganz pragmatisch an die ganze Sache herangegangen und habe mir den worst case vorgestellt. Dieser schien gar nicht mal so wild und ich fasste den Entschluss es einfach mal zu machen.

Natürlich spricht aus mir gerade die absolute Vorfreude – das ist klar.
(Wenn ich irgendwann bei Wasser und Dosenravioli zu Hause sitze und heule, wird die Sache mit Sicherheit ganz anders aussehen.)

Dennoch muss ich natürlich ehrlich sein:

Ich bin mega-happy mit meiner Entscheidung!

Und sind wir doch mal ehrlich: So ein großer Schritt ist es dann am Ende doch nicht. Ich könnte mich jederzeit wieder bewerben. Ich arbeite nicht an großen Maschinen und benötige kein spezielles Werkzeug. Außer meinem Laptop brauche ich zum Arbeiten nur noch WLAN und eine Tasse Kaffee – mehr nicht. All das habe ich zu Hause bzw. in meinem neuen Büro (dazu bald mehr).

Aber es sind auch nicht nur diese Überlegungen gewesen. Tatsächlich habe ich mir schon immer vorgestellt auch junge Menschen ausbilden zu können und mir meine Organisationsstrukturen selbst kreieren zu können. Sich über den Arbeitgeber beschweren können viele (das habe ich z. B. nie verstanden), aber wirklich etwas an ihrer Situation ändern? Das trauen sich nur die wenigsten.

Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass man gleich kündigen muss. Ganz im Gegenteil. Ich würde immer erst nach Mitteln und Wegen suchen, bevor ich kündige. Die Unzufriedenheit allein ist auch ein schlechter Ratgeber.

Bei mir war es der Wunsch nach der Selbständigkeit und nicht die Vermeidung von etwas, das mich unzufrieden machte. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

In Zukunft werde ich natürlich weiterhin das BloggerBUREAU organisieren. Für 2018 plane ich auch noch mindestens ein Event in einer anderen Stadt. Außerdem möchte ich mehr Unternehmen bei der Social Media Kommunikation beraten. Beide Themen, sowohl das Influencer Marketing als auch die Social Media Kommunikation, lassen sich gut verbinden. Außerdem liegt mein Fokus (vorerst) auf den Branchen, die ich kenne.

Ich möchte nämlich tatsächlich keine Agentur sein, die alles macht. Das können die Großen der Branche gerne übernehmen, ich bleibe bei meinen Nischen. Was natürlich nicht heißt, dass ich diese nicht peu a peu ausbauen werde.

Der Papierkrieg hat noch nicht mal angefangen. Mich graust es einfach vor all dem bürokratischen Zeug, das ich noch erledigen muss. Aber das muss in den kommenden Wochen erledigt werden – hilft ja alles nichts. Dazu werde ich euch auch noch einen Post verfassen, weil ich weiß, dass sich viele für das Thema interessieren. Mit der Zeit habe ich viele Adressen, Kontakte und Links gesammelt, die ich gerne mit euch teile. Muss sich ja nicht jeder die Arbeit machen, wenn ich da schon durch bin.

In diesem Zusammenhang erzähle ich euch dann auch mehr zum Thema Büroräume. Zwar brauche ich nicht unbedingt ein Büro (dachte ich früher), aber irgendwie auch schon. Wer schon mal von zu Hause aus gearbeitet hat, der kennt das. Außerdem glaube ich, dass es so einfacher ist eine tägliche Routine zu entwickeln. Ab jetzt heißt es nämlich den Tag neu strukturieren und alles erstmal ordnen.

Neben meinen neuen Projekten freue ich mich auch sehr über die Mitarbeit an einer ganz besonderen Arbeit: der Masterarbeit von Patricia. Sobald es mehr dazu zu berichten gibt, werde ich euch natürlich mehr erzählen. Erstmal freue ich mich auf den Prozess der Zusammenarbeit. Für mich ist es die erste Masterarbeit, die ich betreue. Macht man ja auch nicht alle Tage. Und das Thema? Influencer Marketing, natürlich 😉

Ich hoffe, dass ich euch einen ersten Einblick in meine neue Tätigkeit geben konnte und euch ein Stück weit mitnehmen konnte. Es wird eine spannende Reise und ich freue mich, dass ihr mich begleitet.

Habt eine schöne & sonnige Woche!

Unterschrift Anna BUREAUStyle

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