Yoga by Veronika • BUREAUStyle

#coffeebreak – Yoga-Lehrerin Veronika über den Spagat zwischen Beruf und Familie und wie ihr die sozialen Netzwerke bei ihrer Arbeit helfen

Zum heutigen Interview habe ich Veronika eingeladen. Unter dem Namen „Yoga by Veronika“ unterrichtet sie – wie der Name schon sagt – Yoga. Veronika kenne ich schon seit einer halben Ewigkeit. Wir sind von der 8. bis zur 10. Stufe in einer Klasse gewesen. Jetzt leben wir beide in Franken und haben uns hier wieder getroffen. Klar, dass dabei ein Interview herausgekommen ist.

Liebe Veronika, bitte stell Dich doch mal kurz für meine Blogleser vor.

Meine Name ist Veronika Hindera, ich bin 36 Jahre alt und Mama einer kleinen Tochter. Gebürtig komme ich aus der Oberpfalz und bin meinem Mann zuliebe nach Mittelfranken gezogen.

Du bist jetzt Yoga-Lehrerin, aber das war ja nicht immer so. Welche Beruf hast Du ursprünglich gelernt und ausgeübt?

Ja, das ist richtig. Im ersten Leben habe ich Bankkauffrau gelernt und BWL studiert. Insgesamt habe ich 20 Jahre bei verschiedenen Bankinstituten gearbeitet.

Wie bist Du dann zu der Entscheidung gekommen Yoga-Lehrerin zu werden?

Die Entscheidung meine Ausbildung als Yogalehrerin zu machen, und mich diesbezüglich auch komplett beruflich neu auszurichten, fiel 2017. Yoga begleitet mich schon mein halbes Leben und da die Bankbranche immer rauer geworden ist und ich keine Lust mehr hatte an diesem „höher weiter schneller“ Wettbewerb teilzunehmen, habe ich Mitte 2017 die Bank verlassen und meine Ausbildung als <b>Prana Vinyasa Yogalehrerin</b> bei Sandra Amtmann gemacht. Im Frühjahr 2019 folgte dann meine Weiterbildung zur Prä- und Postnatal Yogalehrerin bei Patricia Thielemann von Spirit Yoga. Meine Kurse finden im Raum Ansbach und Schwabach statt.

Welche Yoga Stilrichtungen unterrichtest Du? 

Ich unterrichte <b>Prana Vinyasa Yoga,</b> eine energetische und kraftvolle Yogaart die in fließenden Bewegungen im Atemfluss praktiziert wird und sowohl dynamisch als auch sehr restorativ fast schon meditativ sein kann.  Die Essenz dieses energetischen und kraftvollen Yoga-Pfads besteht darin, mit Prana – unserer Lebensenergie – verbunden zu sein. Dies erreichen wir durch die Verbindung von Körper, Bewegung und Atem.

Besonders viel Freude bereiten mir die Schwangerschaftsyoga Kurse und die Postnatal Yoga Kurse (Mum & Baby Yoga) die ich geben darf. Ich habe selbst in meiner Schwangerschaft durch Yoga viel Vertrauen in meine ureigene Kraft gefunden, Ruhe und mentale Stärke für die Geburt gewonnen. Umso mehr freue ich mich wenn ich dies weitergeben darf. 
Und umso mehr freue ich mich wenn ich in diesen Kursen oder im Prana Vinyasa Yoga den Geist meiner Teilnehmer zur Ruhe bringen kann.

Was macht für Dich Yoga aus und was ist für Dich das Schöne am Unterrichten?

Für mich ist Yoga das zur Ruhe kommen des Geistes. Yoga gibt mir die Möglichkeit in Kontakt mit mir selbst zu treten, zu spüren und zu erkennen was mein Körper und Geist brauchen um Ruhe zu finden oder Kraft zu tanken. Dadurch bin ich fokussierter und es fällt mir leichter klare Entscheidungen zu treffen. Yoga gibt mir das Vertrauen in mich selbst, dass ich die Herausforderungen des Lebens mit Kraft und Leichtigkeit meistern kann. 

Dieses wieder in sich hinein spüren, achtsam mit sich und den anderen Menschen umzugehen ist für mich sehr wichtig und das möchte ich auch in meinem Unterricht weitergeben. Umso schöner ist es dann für mich, wenn ich mit meinem Yogaunterricht den Menschen diese Leichtigkeit (sukham) und Stabilität (sthira) mitgeben kann, nicht nur auf der Yoga Matte sondern auch für das tägliche Leben.

Du hast ein Kind und musst deshalb Vieles unter einen Hut bringen. Wie schaffst Du das?

Als Mama helfen nur Organisation, Zeitmanagement und ein gutes Netzwerk. Hilfe annehmen ist genauso wichtig wie Nein sagen zu können. Mein Kalender, ganz old school noch in Papierform, ist für meine Terminorganisation ganz wichtig.

Ein Tipp ist auch den eigenen Perfektionismus zu reduzieren.

Und ich kann nur empfehlen jede Hilfe anzunehmen die man kriegen kann. Sei es eine liebe Freundin, die mal auf die Kleine aufpasst, der Lebenspartner, der Babysitter. Und dann die freie Zeit effizient nutzen und fokussiert arbeiten und dabei auch mal die Auszeit mit einer Tasse Kaffee einplanen.

Yoga by Veronika

Hast Du Tipps wie man sein Zeitmanagement in den Griff bekommt?

Persönlich arbeite ich sehr viel in der Schlafenszeit meiner Tochter, besonders nachts. Emails schreiben, Rechnungen erstellen. Meine Yogastunden und die zugehörigen Playlists mache ich ebenfalls in den späten Abendstunden. Also Mama muss man seine Freiräume sehr gut nutzen und priorisieren. Was muss heute noch sein, wo ist meine Priorität. Ein aufgeräumtes Büro ist hierzu sicher hilfreich, es reicht aber auch der Laptop oder das Handy mit denen man seine Prioritäten-Liste abarbeiten kann. Ich bin ein großer Haptiker und Fan von Bullet Journals oder To Do Listen. Es macht auch Spaß wenn man etwas abhaken kann. Das Gefühl von „wieder etwas geschafft“ finde ich großartig.

Welche Rolle spielt für Dich Social Media und wie nutzt Du die sozialen Netzwerke in Deinem Beruf?

Social Media ist für mich und mein Business das wichtigste Marketinginstrument. Über Instagram und Facebook informiere ich über mein Yogaangebot und habe so die Möglichkeit meine Zielgruppe genau ansprechen zu können.

Klar mache ich auch noch Flyer, aber die Reichweite über Social Media ist natürlich viel größer.

Mir ist es auch wichtig, dass meine Yoga Schüler einen persönlichen Eindruck von mir bekommen können. Dieser ist sehr wichtig denn man geht am liebsten dorthin zum Yoga, wo man sich auch wohl und gut aufgehoben fühlt bei „seinem Lehrer“. Auch hierbei kann Social Media sehr hilfreich sein, da ich die Möglichkeit habe z.B. über Stories meine Yogasequenzen zu zeigen oder über Posts einen Einblick in mein Yoga Leben zu geben. Social Media macht mich als Lehrerin somit auch nahbarer und greifbarer.

Ganz lieben Dank für das Interview! Wir sehen uns dann in der nächsten Yoga-Stunde 😉

  1. Francorista

    Vroni ist die Beste !!! 🙂

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