Die kleinen Dinge

OMG, was ist das bitte für eine Woche? Würde ich eine Überschrift für diese Woche suchen, wäre es: Nichts klappt.

Aber der Reihe nach.

Anfang der Woche hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin, die ich lange nicht gesehen habe. Auch sie ist seit kurzem selbstständig. Wir kamen beide zu dem Ergebnis, dass wir früher, als wir beide noch gut (und vor allem regelmäßig) verdienten viel zu viel Geld für irgendwelches Zeug ausgegeben haben. Letztes Jahr hat sich mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt und ich habe zum ersten Mal angefangen mich mit meinen Finanzen auseinander zu setzen.

Und diese Woche war geprägt von „finanziellen Missverständnissen“. Anders kann man es gar nicht ausdrücken. Da wäre zum einen der hiesige Nahverkehr, der mir trotz Kündigung fröhlich weiter Geld abgebucht hat. Kaum war das Thema abgehakt, kam die liebe Bahn ums Eck: Ich habe 3x (!) für eine BahnCard bezahlt, die ich nicht bekommen habe. Zu allem Übel lässt sich die BahnCard leider auch nicht in der App darstellen. Ja, die Bahn ist dran und ich muss auch sagen, dass ich wirklich schnell Rückmeldungen erhalte. Ich will echt nicht meckern.

Allerdings besteht das Problem immer noch, sodass ich weiterhin zwar für die BahnCard bezahle, aber am Ticketschalter den vollen Preis zahlen darf. Aber das ist noch nicht mal das schlimmste daran. Das wirklich traurige an der Sache ist, dass ich das früher wohl gar nicht gemerkt hätte. Und damit bin ich längst nicht alleine.

Genau so ist der Blog von Madame Moneypenny entstanden. Natascha hat in eine Versicherung eingezahlt und sich erst nach drei Jahren gefragt wofür sie da eigentlich bezahlt. Es war ein schwer verständliches Produkt und hat ihr am Ende nach ihrer Aussage 18.000 (!) Euro gekostet. Im Vergleich dazu sind meine Beträge natürlich Micky-Maus-Zahlen. Ich will auch nicht jammern.

Am liebsten würde ich mich einfach nur ohrfeigen, dass ich hier viel zu viel bezahlt habe und es nicht mal gemerkt habe. Abgeschlossenes BWL-Studium hin oder her – am Ende war ich einfach zu bequem. Wie so viele mit denen ich bisher darüber gesprochen habe. Ich finde es so schade, dass das Thema Finanzwissen, das, was man WIRKLICH im Leben braucht, in der Schule meist gar nicht vorkommt.

Nur hilft eben alles Jammern nichts und man muss sich irgendwann mit den „Erwachsenen-Dingen“ auseinandersetzen.

Ist dann auch noch das Wetter schlecht und keine Schokolade im Haus ist alles doof. Mimimi.

Aber hey, es gab diese Woche auch so viel Positives!

Zum Beispiel habe ich heute herzlich mit einer REWE-Verkäuferin gelacht. Erst machte sie einen total genervten Eindruck, aber dann habe ich sie gefragt wo ich ein Produkt finde und sie meinte, dass sie das nur von „kleinen Leuten“ gefragt wird. Als ich wieder an ihr vorbeilief, haben wir noch einbißchen gequatscht und von Herzen gelacht. Danach war sie definitiv besser drauf.

Oder die Post, die mein Paket auf Anhieb gefunden hat. Nein, das ist leider nicht selbstverständlich. Ich habe in dieser einen Filiale noch nie ein Paket aufs erste Mal mitbekommen. Dafür „durfte“ ich jedes Mal nochmal vorbeikommen. Mein Rekord liegt bei 3x hinfahren und letzten Endes wurde das Paket doch noch an den Absender zurückgeschickt.

Deshalb freue ich mich auch schon über die kleinen Dinge.

Eine Rückmeldung von Google z. B. Wo man doch weiß wie riesig der Konzern ist und was ich für die für ein kleines Licht bin.

Oder eben das auf Anhieb gefundene Paket.

Ein Mittagessen mit einem anderen Selbstständigen, bei dem viel gelacht wurde.

Oder auch die ersten Blumen, die ich mir gestern am Hauptmarkt geholt habe und die jetzt unsere Wohnung noch etwas wohnlicher machen.

Immer dann wenn es regnet und alles doof erscheint, versuche ich an die kleinen Dinge zu denken. Etwas Positives, das mir passiert ist oder das ich irgendwo gesehen habe. Ein netter Kontakt, ein Kaffee mit einer Freundin, Blumen vom Nürnberger Hauptmarkt oder eine freundliche Verkäuferin beim REWE.

Am Ende ist es die Summe aus kurzen Momenten, die einen Tag ausmachen und diese Tage dann das Fazit der Woche bilden. Achtet mal bewusst darauf wie ihr den Augenblick erlebt. Gerade wenn man keine Zeit hat, alles schiefläuft und nichts klappt, hilft es, sich auf das Schöne im Leben zu fokussieren.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe,

Anna Benz-Reichenauer BUREAUStyle.com Blog

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