Do what you love, love what you do - Die Zukunft der Arbeit

Was will ich eigentlich im Leben machen und was bereitet mir wirklich Freude? Ich kenne so viele Menschen in meinem engeren Umfeld, die sich im Studium nochmal umentschieden haben oder einfach einen anderen, eher den unkonventionellen Weg gegangen sind.

Auch ich habe, wie ihr vielleicht schon wisst, mein Studium nach sechs Semestern sein lassen. Sechs Semester – das sind drei Jahre, die ich quasi in den Wind geschossen habe. Natürlich habe ich in der Zeit viel gelernt und mein Leben drehte sich auch nicht nur um das Studium. Aber dennoch war es damals keine einfache Zeit und eine für mich bis dato wichtige Entscheidung im Leben.

Ich? Entscheidungsfreudig?

Leider war ich damals nicht so entschlossen und auch nicht so entscheidungsfreudig. Ich habe viel zu lange hin und her überlegt und war mir absolut unsicher, ob ich den Schritt in eine absolut ungewisse Zukunft gehen sollte. Aber letzten Endes war es genau die richtige Entscheidung und heute weiß ich, dass ich mit dem Weg, den ich damals einschlagen wollte, nicht glücklich gewesen wäre.

Heute bin ich um Einiges reifer (ist auch auch ein paar Jährchen her, haha!) und mir fällt es sehr viel leichter mich zu entscheiden und meinem Herzen (statt meinem Kopf) zu folgen. Ich habe Ende vergangenen Jahres beschlossen meine Arbeitsstunden im Job zu reduzieren und bin erstmal auf Unverständnis gestoßen. Anfangs waren die Zweifler laut und niemand jubelte, als ich meinen Wunsch bekanntgab.

Es dauerte eine Zeit lang bis ich mein Vorhaben umsetzen konnte. Was sich jedoch in der Zeit niemals änderte, war mein fester Entschluss mein Leben ein Stück weit ändern zu wollen. Trotz der Widerstände und dem Unverständnis meine Stunden zu halbieren, habe ich mein Vorhaben durchgezogen und bin heute, fünf Monate später, glücklicher als je zuvor.

Was mich tatsächlich sehr verwundert hat, war gerade die Reaktion anderer Frauen. Viele fragten mich, ob ich schwanger wäre oder warum ich die Stunden reduzieren würde, wo ich doch kein Kind hätte. Es ist erstaunlich, wie unsere Gesellschaft im Jahr 2017 immer noch tickt. Es sind nach wie vor meistens nur die Frauen, die halbtags arbeiten und sie alle haben mindestens ein Kind, um das sie sich neben dem Job kümmern.

Hat man jedoch kein Kind und schaltet im Job dennoch einen Gang zurück, erntet man nur Unverständnis. Kollegen wünschen einem „einen schönen freien Nachmittag“ und übersehen dabei, dass ich, kaum zu Hause angekommen, mich nicht an den Balkon setze und die Füße hochlege.

Wenn ich am nächsten Tag gefragt werde wie ich meinen „freien“ Nachmittag verbracht habe und ich erzähle, welche Termine ich wahrgenommen habe und wie lange ich noch (meist bis in die Nacht) vor dem Laptop saß, ernte ich jedes Mal allergrößte Verwunderung.

Da mein eigentlicher Job sowie meine Selbstständigkeit mit Blog und BloggerBUREAU sehr viele Überschneidungen aufweisen, kommt es oft zu aberwitzigen Situationen. Kontaktiere ich eine Agentur als Bloggerin bzw. Gründerin des BloggerBUREAUs, erhalte ich nicht selten eine Antwort mit Bezug auf meine Messetätigkeit. Klar, heute ist jeder auch online eine Marke und ich bin sowohl bei XING als auch bei LinkedIn zu finden. Dort ist neben dem BloggerBUREAU natürlich auch mein „richtiger“ Arbeitgeber vermerkt. Und ausschließlich auf Letzteren beziehen sich die Menschen dann.

Aber warum ist das so? Leben wir nicht alle in einer aufgeklärten Welt und kennen alle Bücher wie „Die 4-Stunden-Woche“? Gibt es mittlerweile nicht unzählige Menschen, die als digitale Nomaden Apps am Strand von Bali programmieren und dabei keinesfalls schlechtere Arbeit abliefern als ihre Kollegen in einem Großraumbüro irgendwo in Deutschland?

Warum wird Leistung nach wie vor mit Anwesenheit gleichgesetzt und jemandem, der in Home Office arbeitet, nicht selten unterstellt, dass er gerade im Stadtpark in der Wiese liegt? Leiste ich zu Hause allein am Laptop sitzend tatsächlich weniger als in einem Großraumbüro mit ständig klingelndem Telefon und Kollegen, die schon morgens wissen wollen wann ich mittags Pause mache?

In den vergangenen fünf Monaten habe ich Einiges mehr über mich gelernt. Dass ich unter Druck viel besser arbeiten kann, wusste ich schon als Kind. Dass ich wirklich produktiver bin, wenn ich den ganzen Tag ausgelastet bin und meine to-do Liste kilometerlang ist, weiß ich spätestens, seit ich von zu Hause aus arbeite. Ich kenne in Nürnberg jedes Café mit W-LAN. (Leider sind es nicht so viele.) Ich schaffe an einem Montag, wo ich nicht im Büro bin, sondern nur an eigenen Projekten arbeite, viel, viel mehr als an jedem Tag in der Arbeit, weil ich mich eben nicht mit zig anderen Menschen abstimmen muss und auf die Befindlichkeiten jedes Einzelnen eingehen muss. Ich bin spät abends produktiv und deshalb gerade montags immer noch ein Stück weit besser gelaunt, weil ich mich eben nicht früh morgens aus dem Bett quälen muss, weil irgendjemand das mal so festgelegt hat.

Alles in allem bin ich richtig happy den Schritt gegangen zu sein.

Vor einigen Monaten habe ich diesen Blogpost verfasst. Mittlerweile bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich diesen heute noch so schreiben würde. Seitdem ist eben viel Zeit vergangen und die Welt hat sich ein Stück weitergedreht. Heute kann und will ich es nicht mehr ausschließen in absehbarer Zeit vom Bloggen und dem BloggerBUREAU zu leben.

Die Arbeitswelt von morgen

Gerade die Arbeitswelt wird sich in den kommenden Jahren extrem verändern und Unternehmen mit starren Strukturen werden es zunehmend schwer haben gut ausgebildetes Personal zu finden. Heutzutage ist es den jungen Menschen egal welches Auto sie fahren, die Verkäufe in der Altersgruppe der Millenials gehen seit Jahren zurück. Mit einem neuen Auto kann man niemanden mehr beeindrucken, höchstens negativ, weil sich viele dann fragen, warum man sich die hohen Instandhaltungskosten überhaupt antut.

Irgendwann wird auch der Letzte begriffen haben, dass wir heute in einer Zeit leben, die es uns erlaubt genau das zu tun, was wir lieben und trotzdem oder gerade deshalb glücklich zu sein und Geld zu verdienen. Heute muss niemand mehr im Job leiden, weil es unzählige Wege gibt den früher eingeschlagenen Weg zu korrigieren oder einen ganz neuen Weg einzuschlagen. Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass wir jetzt alle als digitale Nomaden um die Welt tingeln sollten.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich lohnt nach dem zu suchen, was einem wirklich Freude bereitet und dann genau das zu machen und genau davon zu leben. Ist man diesen Schritt einmal gegangen, wird man niemals mehr einen Job annehmen, nur weil man eben einen Job (respektive Geld) braucht und es sich so gehört. Mit der neu erlangten inneren Freiheit wird es dann nur einen Weg geben, nämlich den zu einem noch selbstbestimmteren und glücklicheren ICH.

Das Outfit

Ob im Büro oder zu Hause, ich liebe klassische Outfits. Gerade habe ich bei meiner Mama einen schwarzen Rock in Auftrag gegeben. Ich bin schon so gespannt auf das Ergebnis und werde ihn euch natürlich bald zeigen.

In meinem eigentlichen Job muss ich mich nicht fancy kleiden. Würde ich jeden Tag so ins Büro kommen, wäre das einwenig overdressed. Aber es hindert mich nicht daran mich trotzdem so zu kleiden wie ich möchte.

Do what you love, love what you do

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