Do´s & Don´ts im Influencer Marketing

Am Samstag habe ich im Rahmen des Blogger Market von MUCBOOK einen Vortrag zu den Do´s & Don´ts im Influencer Marketing gehalten. Im Rahmen der Munich Creative Design Week durfte ich zu meinem Lieblingsthema schlechthin sprechen: Influencer Marketing und alles, was in dieser Disziplin noch schiefläuft.

Und es läuft so Einiges schief, weshalb es hier noch einen großen Nachholbedarf gibt. Deshalb freue ich mich jedes Mal wenn ich eingeladen werde zu diesem Thema zu sprechen.

Vorbereitung ist alles

Ich muss mal kurz ausholen, damit ihr die Quintessenz versteht. Am Samstag ist mir auf dem Weg nach München erstmal meine Präsentation abgeschmiert. Und wisst ihr was? Ich war auch einbißchen froh darüber. Keine Ahnung wie ich das Gefühl beschreiben soll, aber das Thema Influencer Marketing ist einfach ein sich immer wieder veränderndes Gebiet. Also habe ich mein Keynote gestartet und einfach eine Präsentation gestartet.

Vor mir saß eine Gruppe aus (gar nicht mal mehr so jungen) Leuten, die durcheinander irgendwas auf ihren Handys angehört haben. Ohne Kopfhörer. Jackpot für jeden, der in Ruhe arbeiten will. Nicht.

Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen und die Ankunft war in weniger als 45 Minuten. Was tun?

Sich auf das Wesentliche konzentrieren

Also schrieb ich immer nur einen Begriff auf eine Folie. Am Ende gab es eine Zusammenfassung aus den drei – für mich – wichtigsten Punkten. Bähm! Das war´s.

Die Präsentation könnt ihr euch hier herunterladen:

Die drei wichtigsten Do´s im Influencer Marketing

Die drei wichtigsten Punkte im Influencer Marketing sind für mich folgende:

  • Respekt & Anerkennung
  • gute Vorbereitung
  • Stillstand vermeiden

Was meine ich damit?

Respekt und Anerkennung

Wenn ich bei einem Kunden sitze und das Thema aufs Influencer Marketing kommt, wird es lustig, locker und selten liebevoll. Sprechen wir über ein Event und was alles vorbereitet werden muss, dann ist man zu 100% bei der Sache. Kosten sind Kosten und Angebot zwar nachverhandelbar, aber in Stein gemeißelt.

Kommen wir zum Influencer Marketing wird es oft sogar etwas lächerlich.

„Wie? Die wollen auch noch Geld?“

„Wir wollen bitte nur große Influencer, so viele Follower wie die/der haben wir ja auch!“

„Und bringt es am Ende wirklich was?“

Ich habe absolutes Verständnis, dass man nachfragt! Oh bitte, fragt weiterhin nach! Ich stelle täglich viele dumme Fragen. Für mich sind sie hoch-brisant, für einen Software-Entwickler sind sie einfach nur basic, kindlich und lächerlich. Ich habe Null Ahnung von IT, aber ich habe einfach ein großes Interesse.

Fragen ist NIE schlimm, wirklich nicht!

Was ich jedoch nicht verstehe, ist der fehlende Respekt gegenüber Bloggern, Influencer, Content Creators – you name it. Einerseits hätte ich als Marke gerne die Reichweite dieser Person. Andererseits weiß ich den Wert gar nicht zu schätzen und fange jeden Satz mit „es ist ja NUR…“ – einfach ergänzen mit – „ein Bild, ein Post, ein Video…“.

Also was jetzt? Willst Du die Leistung haben oder willst Du sie nicht haben? Ist es NUR ein Bild oder meinst Du, dass Du durch dieses eine Bild doch einen Mehrwert generieren kannst? Entscheide Dich bitte, liebe Agentur, liebes Unternehmen, liebe Marke.

Stillstand vermeiden

„Mal was gehört, mal was gelesen…“ Und „Unsere Praktikantin hat auch 30.000 Follower auf Instagram.“

Schön für die Praktikantin. Ich freue mich aufrichtig für sie!

Und was genau hat das jetzt mit Influencer Marketing zu tun?

Noch besser sind Kenntnisse aus dem letzten Jahrzehnt. Wir alle hatten mal mit „Experten“ zu tun, die seit der Uni keine einzige Veranstaltung besucht haben, auf die sie ihr Arbeitgeber nicht schon fast hingeprügelt hat. Wir alle kennen solche Kollegen, Bekannte und, ja, wie gesagt, Experten ihres Fachgebiets.

Das mag in einigen wenigen Bereichen funktionieren (oder ähm, nein, eigentlich nicht), aber schon gar nicht im Influencer Marketing. Marketing per se ist doch eine Disziplin, die im ständigen Wandel ist. Im Studium wurde ich darauf getrimmt nur aktuelle Literatur zu lesen. Kennen wir doch alle: eine Klausur im Steurrecht (würg!) geschoben, schon kann man mit dem aktuellen gelben Steuerbuch den Kamin anzünden und sich das nächste Buch holen. Warum? Weil der Gesetzgeber hier ständig etwas ändert.

Im Marketing sind es die Menschen, die gefühlt immer etwas Neues konsumieren wollen. Kann sich noch jemand daran erinnern wie es ohne Instagram Stories war? Dabei ist es noch gar nicht so lange her…

Einen Schritt zurück: sich überhaupt mal zu informieren

Was ist das Influencer Marketing? Wie können wir es für uns einsetzen? Soll der/die Influencer/in auch unser Produkt in die Kamera halten? Ein unpacking machen oder etwas verlosen? Wenn ja, was? Und was passiert danach?

Wenn ich mit Kunden über das Influencer Marketing spreche, dann komme ich mir oft wie ihr eigener Unternehmensberater vor.

Klar kann ich Tipps geben. Ohne Ende! Lasst mich reden und ich rede stundenlang nur darüber und zeige euch zig Beispiele wie das klappen könnte.

Aber am Ende sollte doch jedes Unternehmen Influencer Marketing in seinen eigenen (!!!) Marketing-Mix aufnehmen und nicht andersherum, also sein ganzes Tun nach den Möglichkeiten des Influencer Marketings ausrichten. Möglich ist Vieles. Aber was passt zu genau DEINEM Business?

Mal darüber Gedanken machen.

Wie gesagt, ich könnte noch ewig darüber sprechen. Es ist so ein breites Feld – ein einziger Vortrag ist da eigentlich nichts. Besser wäre es meinen Workshop (ganztags) zu dem Thema zu buchen. Darin kann ich auf viele Möglichkeiten eingehen, konkrete Ansätze liefern, das rechtliche Thema behandeln und vieles mehr. Bei Interesse schreibt mir einfach eine E-Mail.

Letzten Endes war ich ganz froh darüber, dass meine Präsentation noch im Zug abgeschmiert ist und ich eine neue zaubern durfte. So konnte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren und die wichtigsten Punkte ausarbeiten. Die Berichterstatter auf Twitter taten sich auch leichter:

Ich freue mich schon auf den nächsten Vortrag, Workshop oder was auch immer in Zukunft noch kommen mag! Seit Jahren höre ich mir an, dass das Thema bereits „durch“ ist. Aber die Nachfrage und vor allem die vielen Fragen, die ich nach dem Vortrag beantworten durfte, sagen mir etwas anderes. Deshalb bei Interesse – einfach melden. Ich freue mich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.