Finanzen im Überblick behalten – meine Tipps

Ich hatte noch nie den Drang meine Finanzen im Überblick zu behalten und habe das immer als eine lästige Pflicht gesehen. 2018 war dann das Jahr, das alles verändert hat. Unter anderem habe ich meine Einstellung zum Geld und meinen Finanzen grundlegend überdacht. Wie von Zauberhand entdeckte ich immer mehr grandiose Quellen, Bücher und Gruppen rund um dieses Thema und habe mir für 2019 vorgenommen mein Wissen auf eine andere Stufe zu heben.

Aktuell fühlt sich alles noch überwältigend an. Aber ich freue mich auf diese Reise hin zu mehr Finanzwissen. Eigentlich ist es schon traurig, dass ich das nach einem abgeschlossenen BWL-Studium sagen muss… Aber die Wahrheit ist, dass einem kein reguläres Studium das nötige Wissen vermitteln. Traurig, aber wahr.

Zum Glück gibt es heute genug andere Quellen und niemand muss mehr ein Studium aufnehmen, um sich in eine Sache einzuarbeiten. Es gibt genug gute (!) Online-Kurse, Bücher und sonstige Materialien.

Finanzblog

Mein Lieblingsblog zu dem Thema ist Madame Moneypenny: https://madamemoneypenny.de

Abgesehen vom Blog hat Natascha Bücher veröffentlicht (eins davon habe ich auf dem Flug nach Malta gelesen) und Online-Kurse konzipiert. Ich habe an zahlreichen ihrer Live-Sessions und Webinare teilgenommen bis es wirklich „klick!“ gemacht hat.

Austausch mit anderen

Mein Mindset war vor 2018 ein anderes – das habe ich schon oft genug erwähnt. Aber einer der Wendepunkte war die Finanz-Gala in Frankfurt zu der Matteo und ich im Mai vergangenen Jahres eingeladen waren. Es war mit Abstand eines der coolsten Events: 2-Sterne-Küche und Tom Gaebel – was will man mehr?

Am Tisch entstanden tolle Gespräche mit anderen Menschen und auch wenn sie vielleicht nichts Weltbewegendes gesagt und keine „einmaligen“ Tipps geteilt haben, hat mich der Abend nachhaltig beeindruckt. Kennt ihr das? Man unterhält sich, niemand sagt etwas außergewöhnliches und dennoch ist man am Ende des Tages nachhaltig beeindruckt.

2019 will ich mich definitiv mehr mit solchen Menschen unterhalten und weiter austauschen. Denn die Wahrheit ist, dass wir die Summe dessen sind, was wir aus unserer Umwelt aufnehmen. Der eine schaut viel Fern, der andere geht auf viele informative Events. Beides ist weder richtig noch falsch. Aber jeder sollte die Möglichkeiten, die einem heute geboten werden, erkennen und das tun, was er für richtig hält.

Kakeibo – Die japanische Kunst des Geldsparens

Von Kakeibo habe ich bis vor ein paar Tagen noch nie etwas gehört. Aber ich bin ein großer Japan-Fan und liebe alles, was aus Asien kommt. (OK, vielleicht nicht alles, aber vieles.)

Eher zufällig bin ich dann auf das Kakeibo-Journal gestoßen. Es sieht aus wie ein Buch und ist einfach schön gemacht. Da ich durch und durch haptisch veranlagt bin, war ich sofort ein Marketing-Opfer und habe mir das Buch gekauft.

Das System ist so simpel wie genial: Zu Beginn des Monats stellt man sich Ziele auf, notiert Ausgaben und überprüft das Ganze am Ende des Monats nochmal bevor man sich wieder Ziele für den darauffolgenden Monat setzt.

Da ich schöne Journals mag und Excel-Tabellen bei mir bisher nie funktioniert haben, bin ich ganz zuversichtlich hier länger dranzubleiben als bei den bisherigen Methoden. Ich halte euch aber selbstverständlich auf dem Laufenden 😉

Regelmäßigkeit

Das Wichtigste an der ganzen Finanz-Geschichte ist aber die Regelmäßigkeit. Von „keine Ahnung wie es gerade um meinen Kontostand steht“ bis hin zu „täglich einloggen und überprüfen“ habe ich alle Phasen durch. Für 2019 habe ich mir einige Ziele zum Tracken gesetzt. Finanzen gehören ebenfalls dazu. D. h. im Klartext ich beschäftige mich täglich mit meinen Finanzen. Gestern habe ich das Thema Kontenführung genauer beleuchtet, mich mit Gebühren und verschiedenen Konten auseinandergesetzt. Heute steht ein steuerliches Thema auf der Tagesordnung.

Man muss nicht viel tun, aber sich täglich einen Überblick zu verschaffen, seine Ausgaben zu tracken, sich beim Rechnungen schreiben zu disziplinieren und vieles mehr trägt am Ende dazu bei, dass man ein viel besseres Gefühl für seine Finanzen entwickelt.

In 2019 stehen bei mir zudem einige größere Ausgaben an, die man übrigens in das Kakeibo-Journal schon zu Beginn des Jahres einträgt. Natürlich weiß man nicht, was das Jahr bringt, das ist klar. Aber Reisen, größere Anschaffungen (hallo neue Technik und Home Office) lassen sich durchaus planen.

Konsum überdenken und Unnötiges loswerden

Schon 2018 habe ich damit begonnen nicht genutzte Dinge loszuwerden oder zu verkaufen. Und ja, es hat mich total angefixt. Ich habe schon als Kind Kaufladen gespielt und in der Grundschule Obst an Touristen verkauft. Das erste selbst verdiente Geld fühlte sich richtig gut an und ich liebe es nach wie vor Dinge zu verkaufen.

Die Wahrheit ist aber auch, dass ich einfach zu viele Dinge besitze, die man noch loswerden könnte. Vor Kurzem haben wir ein paar Bücher an einen Online-Händler geschickt und da ist mir wieder bewusst geworden wieviele bereits gelesene Bücher, die ich seitdem nie wieder in der Hand hatte, ich noch verkaufen kann. Massen, ganze Regale voller Bücher. Ich spreche gar nicht von Technik wie dem alten iPhone oder einer älteren Kamera… Überhaupt sollte man einfach nicht daran denken was man noch alles verkaufen könnte, sondern einfach Tag für Tag ein Ding nach dem anderen online stellen, verschenken oder auf dem Flohmarkt verticken.

What´s next? 

Neben dem täglichen Tracking, das ich mit Hilfe meines neuen Moleskine-Kalenders vornehme (ich bin ein richtiges Opfer was Notizbücher und schöne Kalender angeht), werde ich einen Online-Kurs für Unternehmer absolvieren und mich weiter in das Thema Steuern einarbeiten.

Habt ihr auch Finanz-Ziele für das neue Jahr?

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