Leonardo Royal Nürnberg im Tafelhof Palais

Vor einigen Tagen war es endlich soweit: Mein erstes „richtiges“ Event seit Beginn der Pandemie. Ich habe mich wirklich sehr auf diesen Termin gefreut und obwohl ich gerade so viel um die Ohren habe (neues Mentoring-Programm ist gestartet, ich habe diverse Kundenaufträge, Anfragen und natürlich auch noch ein kleines Kind zu Hause), habe ich mir meinen Terminkalender sofort freigeräumt und das Datum fett im Kalender eingetragen.

Und ich kann euch sagen: Es hat sich gelohnt! Alleine das Essen war einfach ausgezeichnet – dazu aber gleich mehr.

Ich bin mit dem Auto hingefahren und konnte gleich aus der Tiefgarage ins Hotel hochfahren. Perfekt und wirklich so wie es sein soll. Kein langes Herumirren, keine Suche nach einem Parkplatz. Wenn man in der Stadt lebt, hat man hierfür irgendwann wirklich feine Antennen. Oder wenn man in seinem früheren Leben, als ich noch wirklich sehr viel in Hotels übernachtet habe, seinen Mietwagen irgendwo in Hotelnähe parken wollte, kann man ein Lied davon singen. Also auf jeden Fall ein Pluspunkt.

Los ging es mit einer Pressekonferenz. Und jetzt könnte man denken „wie langweilig!“, aber ich habe sehr viel Interessantes erfahren. Die Leonardo Hotels waren mir ein Begriff. Aber wusstet ihr, dass der Name tatsächlich in Nürnberg seinen Ursprung hat? Dazu habe ich hier ein kurzes Video für euch (Klick!). So spannend! Und grandioses Storytelling, by the way.

Nach ein paar Pressefotos im Innenhof des Palais ging es zu einer Führung durch das Hotel. Das Ganze natürlich absolut Corona-konform mit Maske und in kleineren Gruppen. Wir haben uns einige Zimmer angesehen, wobei hier insbesondere das „Leonettes“-Zimmer im Vordergrund stand. Diese Zimmer-Kategorie feierte Premiere. Das Besondere daran: Diese Zimmer sind speziell für die Businessfrauen konzipiert worden.

Und ich finde sie sehr durchdacht. Angefangen bei stimmungsvollen Lichtinseln, über einen stärkeren Föhn bis hin zum Bügelbrett mit Bügeleisen – alles ist für die reisende Businessfrau konzipiert. Beim Bügeleisen mussten ein paar der anwesenden Frauen schmunzeln – ich finde das einfach nur genial. Wie oft musste ich in den vergangenen Jahren an der Rezeption anrufen und um ein Bügeleisen bitten. Dann hieß es „alle gerade verliehen“ oder „wir bringen es Ihnen aufs Zimmer“ und man musste warten, warten und wieder warten. Auf Businessreisen hat man aber sowieso schon wenig Zeit, alles ist durchgetaktet. Man ist höchstens mal kurz im Hotel, um sich frisch zu machen und weiter geht’s zu Kundenterminen, Abendevents oder einen Drink mit Kollegen an der Bar. Da will man nicht ewig auf das Bügeleisen warten.

Dasselbe gilt beim stärkeren Föhn. Wer lange Haare hat und „Hotelföhns“ kennt, der weiß wie genervt man ist, wenn die Haare einfach nicht trocken werden wollen. Und auch da wieder: der Zeitfaktor ist absolut entscheidend – im Alltag natürlich auch, aber auf Businessreisen umso mehr.

Cool fand ich auch die Co-Working Places. Ich habe in den letzten Jahren einige Co-Working Places in Nürnberg, Fürth und Erlangen getestet bis ich ein eigenes Büro gefunden habe (übrigens ebenfalls mit einer Co-Working Möglichkeit).

Neben 238 Zimmern und Suiten bietet das Leonardo Royal Nürnberg ein Restaurant mit 170 Sitzplätzen (und ausgezeichneter Küche), eine Bar mit Außenterrasse im Innenhof, sowie einen kleinen Fitnessraum und einen Tagungsbereich für bis zu 300 Teilnehmer.

Ausgezeichnetes Levante-Food-Konzept

Wer man sich jetzt als Nürnberger denkt „Das interessiert mich jetzt eher weniger. Wann übernachte ich schon in einem Hotel in der eigenen Stadt?“ – Mooooment! Ich habe noch gar nichts vom Restaurant erzählt. Eins steht fest: Ich werde definitiv bald wieder hingehen, allein wegen der sehr guten Küche.

Es handelt sich um levantinische Küche und soweit ich informiert bin, gibt es in Nürnberg bisher nichts Vergleichbares (sollte jemand doch einen Tipp für mich haben, freue ich mich über einen Kommentar). Generell mag ich Tapas – ob sie eben Tapas, Mezze oder sonstwie heißen. Jedes Mal wenn ich die Möglichkeit dazu habe, versuche ich ein Restaurant zu finden, das in diese Richtung geht.

Aber seht selbst:

Ein weiterer Eyecatcher soll die Nusscrememaschine am Frühstücksbuffet sein. Darauf bin ich schon gespannt, denn langsam gibt es in Nürnberg und Umgebung kein Frühstücksangebot, das ich nicht ausprobiert habe. Und wer probiert nicht gern neue Dinge aus? Ich jedenfalls freue mich schon allein des neuen Food-Angebots wegen darüber, dass das neue Leonardo Royal in Nürnberg eröffnet hat.

Die Terrasse im Innenhof ist ebenfalls schön. Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis dieser neue Foto-Spot in jedem Feed der lokalen Instagram-Szene auftaucht. Bei dem Besuch hat mich die liebe Anetta, seit Mitte Mai im Team benz reichenauer communication. begleitet und auch schon tolle Bilder gemacht. Auch sie ist überzeugt: Das Tafelhof Palais wird, nachdem der Augustinerhof nun schon für unzählige Foto-Produktionen als neuer Hotspot herhalten durfte, DIE Location für Blogger und Influencer Nürnbergs.

Die kritischen Stimmen

Natürlich kenne auch ich die kritischen Stimmen die ganzen Neueröffnungen betreffend. Und auch ich werde nicht verschweigen, dass ich im Moment noch verhalten optimistisch bin, ob denn alle Hotels, die auch in den kommenden Monaten eröffnen werden, genug Gäste finden. Bekanntlich komme ich selbst aus der Messebranche und gerade bei den großen Messen herrschte früher einfach ein Riesenmangel an Hotelbetten. Aussteller wie Besucher mussten lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Auch unter diesem Gesichtspunkt wurden in Nürnberg viele Hotels geplant und dann kam eben Corona. Ob es ab Herbst wie gewohnt weitergeht und die Messen in dem Umfang von Vor-Corona stattfinden, weiß natürlich niemand. Ganz so kritisch wie in dem Bericht des BR dargestellt, sehe ich die ganze Sache nicht. Ich konnte auch ein paar Sätze während der Eröffnung dazu wechseln und mein Gesprächspartner und ich sind zu dem Schluss gekommen, dass es wieder aufwärts gehen wird (zwei ewige Optimisten) und Messen sowie sonstige Veranstaltungen wieder das Niveau aus 2019 erreichen werden.

Und, mal ehrlich, Nürnberg hat ja nichts eingebüßt. Irgendwann geht es wieder weiter. Dann finden auch diverse Stadtfeste, der Christkindlmarkt und auch die ganzen Messen (vielleicht sogar noch mehr, denn die NürnbergMesse ist in dem Bereich innovativ, ich weiß das, ich habe da zuletzt gearbeitet) wieder statt. Ich bin also wirklich optimistisch, dass auch das Hotel ganz bald wieder viele Besucher empfangen wird.

Eine davon werde ich sein, und zwar ganz bald, im tollen Restaurant mit der ausgezeichneten levantinischen Küche.

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