Mein neuer Alltag mit Baby

Wie mein neuer Alltag mit Baby aussieht, ob ich mich zu Hause langweile und überhaupt noch etwas schaffe – das waren die meistgestellten Fragen in den vergangenen Wochen. Heute erzähle ich euch wie mein neuer Alltag aussieht und wie ich Business und Baby unter einen Hut bringe.

Mein bisheriger Alltag

Mein neues Leben mit Baby ist natürlich komplett anders als mein „altes“ Leben. Früher stand ich gegen 6 Uhr auf (zumindest seit ich 2019 eine Morgenroutine entwickelt habe) und gestaltete den Tag so wie ich wollte. Mal standen Termine mit Kunden an, mal arbeitete ich von zu Hause, meistens aber in Cafés (you know me) oder im Co-Working.

Abends kam dann mein Mann nach Hause und wir sind zusammen in die Stadt oder, im Sommer, haben uns was zu essen gekauft und am Pegnitzgrund gepicknickt. Am Samstag gehen wir jetzt schon seit über zwei Jahren in einem italienischen Café in der Stadt frühstücken und anschließend meistens noch zum Thalia. An den Sonntagen sind wir meistens weggefahren – überwiegend mit der Bahn und in 90% aller Fälle Richtung Süden, also an einen der Seen rund um München oder nach Regensburg.

Das war so ziemlich mein bisheriger Alltag.

Mein neuer Alltag

Jetzt ist natürlich aaaaalles anders. Naja, zumindest fast.

Ich weiß eigentlich gar nicht wann mein Tag beginnt bzw. endet, denn so einen richtigen Anfang gibt es halt nicht. Aber ich beginne so gegen 4 Uhr. Das ist meistens die Zeit um die mein Mann aufsteht und zusammen mit Mia ins Wohnzimmer „umzieht“. Es sieht wirklich aus wie ein Umzug, denn einer von uns trägt das Kind, der andere trottet mit dem Nestchen, in dem sie aktuell schläft, hinterher. Dann gibt´s noch allerlei Utensilien wie ihre Decke, Schnuller etc., die ebenfalls mit müssen. Mia bekommt dann hier vom Papa ihr Fläschchen (ich stille, aber nicht voll, daher bekommt sie beides).

Und hier beginnt der beste Teil des Tages: der Schlaf! Um kurz nach 4 gehe ich ins Bett. Dann kann ich auch endlich das Fenster öffnen (früher haben wir bei geöffnetem Fenster geschlafen) und – je nach Terminlage und Wochentag – bis zu 5 Stunden am Stück schlafen. Das ist wirklich das neue Paradies auf Erden!

Allerspätestens um 9 werde ich von den beiden geweckt und mein Tag geht los. Mein Mann holt Brötchen (seit ihrer Geburt tatsächlich jeden Tag) und ich kümmere mich um das Kind. Danach frühstücken wir. Während er aktuell im Home Office verschwindet, wie gesagt, je nach Terminlage auch schon mal um 8, beginnt für mich der ganz normale Tag mit füttern, wickeln, spielen und das Ganze nochmal von vorn. Zwischendurch schläft sie natürlich, aber läääääängst nicht so viel wie immer behauptet wird. Von wegen Babys schlafen den ganzen Tag. Haha! Meins jedenfalls tut es nicht.

Die Mittagspause von Matthias verbringen wir meistens zusammen und gehen irgendwo was essen. Kochen wäre eine Alternative, ja. Die Frage ist nur wann. Und wenn das Kind schläft, dann muss ich wirklich leise sein, denn noch schläft sie nicht in ihrem Bettchen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Die Mittagspause richtet sich auch nach den Terminen von meinem Mann. Die Corona-Zeit ist halt eine Ausnahme – auch für uns. Eigentlich arbeitet er ja in Baden-Württemberg und wir haben dort eine Zweitwohnung. Aber mit einem kleinen Baby ist die Wohnung dann doch zu klein und hellhörig. Außerdem wurde Home Office mehr oder weniger verordnet. In ein paar Wochen kann es natürlich ganz anders aussehen.

Auch der Nachmittag verläuft meistens gleich: ich bin beim Kind, er im Büro gleich nebenan.

Abends, also nach Feierabend, gehen wir meistens nochmal eine Runde spazieren. Oder die beiden ziehen alleine los. Oder wir spielen einfach alle zusammen (ja, man kann mit einem 10 Wochen alten Baby schon Einiges spielen, hätte ich früher auch nicht gedacht).

Gegen 21 Uhr gehen die beiden ins Bett – ja, auch mein Mann. Und dann beginnt mein Arbeitstag – kein Scherz. Ich sitze von 21 bis 00 Uhr, also drei Stunden am Laptop. Zwischendurch muss ich manchmal noch im Schlafzimmer vorbeischauen. Es gibt aber auch Tage, wo sie alle 5 Minuten weint und ich gar nicht an den Laptop kann, weil sie mich braucht. Dann gibt es Tage, an denen sie sich vom Papa beruhigen lässt. Jeder Tag mit Baby ist halt anders, aber wir haben ungefähr eine Routine für uns gefunden. Wie gesagt, alles unter der Voraussetzung, dass es erstmal so bleibt mit Home Office an drei Tagen.

An den anderen beiden Arbeitstagen bin ich mit ihr allein und das ist schon eine andere Hausnummer. Seit Besuch wieder erlaubt ist, kommen meistens meine Eltern vorbei, was natürlich richtig, richtig cool ist. Dann kann ich mich entweder mal ne halbe Stunde hinlegen oder auch wichtige Telefonate führen, die ich sonst, zwischen 21 und 00 Uhr nicht führen kann.

Der Streßfaktor

Anfangs war der Streßfaktor wirklich hoch, denn sie hat ausschließlich auf mir oder meinem Mann geschlafen und ließ sich überhaupt nicht ablegen. So ging es die ersten sieben Wochen Tag für Tag. Ich saß also jede Nacht da und habe mir gefühlt das halbe Internet reingezogen – übers Handy und mit der niedrigsten Helligkeitsstufe, die das iPhone zulässt.

Zwischendurch habe ich mich gefragt, ob es jemals anders sein würde. Als es dann anders kam, habe ich direkt am ersten Tag so einen Energieschub verspürt, dass ich sofort wieder angefangen habe zu arbeiten. Und es ist bis heute so geblieben.

Streß spüre ich jetzt keinen mehr. Mein Blutdruck, der zwischenzeitlich immer neue Höhen erklommen hat, ist mittlerweile auch wieder OK (meistens zumindest).

Klar ist es stressiger. Meinen Kaffee trinke ich zu Hause grundsätzlich kalt, obwohl ich ihn nicht in der iced Variante mache. Aber kaum ist der Kaffee fertig, ist irgendwas. Aus „nur mal schnell“ werden schnell zwei Stunden. Und kaum ist Montag Morgen ist schon wieder Donnerstag Abend. Ich habe ja generell Probleme mit der inneren Zeituhr, aber seit ich Mama bin ist es noch eine Million Mal schlimmer geworden.

Andererseits bin ich sehr happy, dass ich beides haben kann: Familie und meinen Job, den ich so flexibel ausüben kann. Übrigens muss ich euch zum Thema Job noch etwas erzählen… Aber das ist eine separate Geschichte und wird ein andern Mal erzählt (aber auf jeden Fall noch diese Woche).

So erleichtere ich mir den Alltag

Da ich von Anfang an wusste, dass die gesamte Schwangerschaft über zwei Wohnungen haben würden und auch später der Alltag mit einem Mann, der in Baden-Württemberg arbeitet, nicht so einfach sein würde, habe ich mir einen Plan zurechtgelegt.

Kochboxen

Für mich sind Kochboxen die perfekte Alternative zum Essen in Restaurants oder Cafés. Selbst in unserer Mini-Küche in BaWü haben wir tolle Gerichte gezaubert. Mich hat überzeugt, dass man keine Lebensmittel verschwendet, nichts übrig bleibt und die Gerichte immer schmecken und leicht gelingen. Wer also keine Lust (und/oder Zeit) aufs Einkaufen hat, spart sich diesen mit Kochboxen. Bisher haben wir ausschließlich bei Hello Fresh bestellt. In Zukunft will ich aber auch noch andere Anbieter testen.

Falls ihr die Boxen auch testen wollt, habe ich einen Code für euch:

Mit dem Code spart ihr 20 EUR bei Hello Fresh. Die Versandkosten in Höhe von 4,99 EUR entfallen ebenfalls (Stand 21.06.2020).

Reinigungskraft

Es gibt Menschen, die wirklich gerne putzen. Bei mir ist das mal so mal so. Manchmal finde ich das sehr entspannend, fast schon meditativ.

In der Schwangerschaft wurde es natürlich irgendwann immer beschwerlicher zu putzen (Stichwort Badewanne). Also habe ich mich nach Unterstützung umgesehen und bin bei Helpling gelandet. Auf der Plattform kann man sich ganz einfach Hilfe holen. Man kann sich die Bewertungen anderer Kunden ansehen und so seine perfekte Putzfee (m/w/d) finden.

Mit dem Code wpjh09 spart ihr ganze 50% auf eure erste Buchung einer Reinigungskraft. Einfach bei der Buchung angeben und schon könnt ihr euch über eine saubere Wohnung freuen und das zu einem super Preis. Hier geht´s direkt zu helpling.de

Außerdem haben wir uns schon früh einen Saugroboter geholt, den ich täglich in der Wohnung herumfahren lasse. Er sorgt auf jeden Fall schon mal für eine generelle Sauberkeit.

Abgesehen davon hilft es einfach sehr miteinander zu sprechen und sich abzustimmen. Wir haben seit Mia´s Geburt eine ganz klare Aufgabenverteilung und jeder weiß wofür er zuständig ist. Ich finde das einfacher als ständig zu fragen oder bitten zu müssen. Das sorgt einfach für weniger Streß untereinander und Harmonie in der Beziehung 😉

Und so sieht er aus, mein neuer Alltag mit Baby: Definitiv anders, aber längst nicht so stressig wie gedacht. Habt ihr Fragen? Gerne beantworte ich diese in den Kommentaren!

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