Nicht immer heiter Sonnenschein - Mein Leben als Selbstständige | BUREAUStyle Business Lifestyle Blog Nürnberg

Ich werde immer wieder gefragt wie mein neuer Alltag als Selbstständige aussieht und was ich den ganzen Tag so mache – Stichwort Kaffee trinken. Allgemein gibt es ja diese Vorstellung von den digitalen Nomaden, die nur an den schönsten Stränden unterwegs sind und dort arbeiten. Aber kleiner Hinweis am Rande: Sand und Sonne tun keinem Laptop gut 😉

Wie aber sieht mein Tag aus? Was mache ich so von morgens bis abends und wie weit bin ich mit der Aufgabe meinen Alltag neu zu strukturieren (Spoiler: nicht weit).

Mein neuer Tagesablauf

Obwohl ich nach wie vor spät ins Bett gehe (grundsätzlich nicht vor Mitternacht), stehe ich spätestens um 7 Uhr auf. Früher habe ich viel mehr Schlaf gebraucht. Dies lag aber auch daran, dass ich in den letzten Monaten an wahnsinnigen Schlafstörungen gelitten habe. Ich erzähle euch mehr darüber, wenn ich kann.

Es klingt verrückt, aber seit Anfang Mai kann ich wieder schlafen und es ist ein geniales Gefühl! Man weiß gar nicht wie gut es einem geht, wenn man solche Schlafprobleme gar nicht kennt. Während ich mich vor einigen Wochen noch dazu zwingen musste um 08:30 Uhr aufzustehen, springe ich jetzt um 7 aus dem Bett.

Danach gibt es erstmal Kaffee (ja, ich habe auch eine Kaffeemaschine zu Hause) und ich schaue morgen magazin. Spießig, gell? Aber seit ich bewusst kaum mehr Nachrichtensendungen anschaue, informiere ich mich mit einem Ohr in der täglichen Sendung. Im Grunde weiß ich dann alles, was gerade so passiert und das reicht mir dann auch.

E-Mails checken, Social Media

Parallel checke ich alle meine Social Media Kanäle und neuerdings auch Pinterest Analytics. Auf meinem neuen Instagram Kanal, von dem ich euch noch gar nichts erzählt habe (es ist noch ein geheimes Projekt von mir), bekomme ich unglaublich viele Direktnachrichten, die beantwortet werden wollen. Also wird erstmal das abgearbeitet.

Nachdem ich meine E-Mails gecheckt habe, schreibe ich mir eine to do Liste für den Tag. Für mich sind solche Listen das A und O – ich kann nicht ohne! Die Liste setzt sich dann aus neuen Aufgaben und denjenigen, die ich am Tag zuvor nicht erledigt habe oder nicht erledigen konnte, zusammen.

Dann kommt es einwenig darauf an welche Termine ich an dem Tag habe bzw. was genau meine Aufgaben sind. Wenn ich keine Termine habe, aber z. B. das Thema Rechnungen bezahlen, Buchhaltung ansteht, dann mache ich das von zu Hause aus. Meist brauche ich hierfür andere Unterlagen und ich will nicht vertrauliches Zeug in der Gegend herumtragen.

Wenn ich allerdings nur kreative Arbeit zu erledigen habe, also z. B. Konzepte schreiben und Ideen ausarbeiten, gehe ich gleich in ein Café. Das ist auch der Moment in dem der Eindruck entsteht ich würde den ganzen Tag Kaffee trinken. Das mag sein, dass es so aussieht. Allerdings arbeite ich dabei auch – kein Witz 😉

Mein Leben als Selbstständige

Ich habe schon oft überlegt mir das Geld zu sparen und einfach von zu Hause aus zu arbeiten. Auf dem Blog habe ich euch noch nie unsere Wohnung gezeigt, aber ich verrate euch jetzt mal was: Ich habe zu Hause ein Home Office! Ein Zimmer, das wir beide, Matteo und ich, gar nicht nutzen. Wir betreten es nur zum Lüften – that´s it. Eigentlich schade, aber andererseits bin ich mit dem Zustand auch nicht unglücklich.

Wenn ich von unterwegs arbeite, bin ich einfach viel produktiver als zu Hause. Denn hier klingelt immer wieder der Postbote, kommt irgendein Handwerker, um irgendwas am Haus zu machen, der natürlich bei allen gleichzeitig klingelt. Sicher ist sicher. Dann ruft wieder jemand an und will mir irgend ein Abo andrehen… Pausen vor dem Fernseher werden einfach sinnlos ausgeweitet und mir fallen Tausend Dinge ein, die ich noch in der Wohnung erledigen, verschönern oder aufräumen könnte.

Rechne ich die Ausgaben für Kaffee und Snacks zusammen, komme ich über den Monat auf eine schöne Summe Geld. Allerdings bin ich produktiver und kann mehr arbeiten. Am Ende ist es also durchaus lukrativer (für mich) von unterwegs zu arbeiten und so teilweise auf ganz neue Ideen zu kommen. Das Ganze zum Preis eines Kaffees.

Treffen im Café

Alle Termine versuche ich in irgendeiner Form mit Kaffee oder Essen zu verbinden. So spare ich mir oft das hin- und herfahren zwischen Wohnung und Stadt.

Treffen und Vorträge

Wenn ich mich abends noch verabrede, dann sind es meist interessante Vorträge oder Networking Events. Im Sommer ist zum Glück einbißchen weniger los, sodass ich hier nicht jeden Abend unterwegs bin. Im Herbst und Winter sieht die Sache anders aus. Dann bin ich meist an 2-3 Abenden pro Woche unterwegs.

Habe ich nichts vor, gehen Matteo und ich jeden Abend in die Stadt. Zu Fuß, versteht sich.
Da wir beide den ganzen Tag am PC sitzen, brauchen wir Bewegung. Meistens laufen wir in eins der Cafés, zur Hallerwiese oder gehen einfach spazieren. Mir ist tägliche Bewegung sehr wichtig, sonst bin ich körperlich zu wenig ausgepowert und kann schlechter einschlafen.

Insgesamt versuche ich meinen Tag einwenig zu strukturieren. Gerade als Sebstständige habe ich natürlich (gefühlt) mehr Freiheiten als in der Festanstellung. Wenn ich abends nach Hause komme, setze ich mich nochmal an den Laptop – das ist absolut nichts Ungewöhnliches. Meistens höre ich mir noch einen Podcast oder ein Webinar an, wobei ich anmerken muss, dass ich tagsüber auch viele Podcasts höre.

In meinem Job ist Weiterbildung absolut entscheidend. Ausbildung schön und gut, aber im Grunde kann man es sich nicht erlauben einfach mal monatelang nichts zu tun. Mich hat das im Angestelltenverhältnis schon immer sehr gewundert, wie sich Menschen gegen eine Fortbildung oder einen Kurs gewehrt haben. Natürlich muss das jeder für sich wissen. Aber wie kann ich einfach so vor mich hinleben und davon ausgehen, dass meine Kenntnisse und Fähigkeiten von vorgestern morgen auch noch gebraucht werden? Habe ich noch nie verstanden, werde ich auch nicht mehr verstehen. Aber auch da: Gut, dass wir alle so unterschiedlich sind. Und niemand muss sich nach dem anderen richten.

So sieht mein Tag aus.
Habt ihr euch diesen in etwa so vorgestellt oder hattet ihr andere Erwartungen?

Mein Leben als Selbstständige

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