Malta Tag 1 mit BUREAUStyle

Tag 1 auf Malta und warum etwas mehr Reisevorbereitung gut gewesen wäre

Ich kann es zwar immer noch nicht glauben, aber wir haben es doch tatsächlich nach Malta geschafft. Nach diesem Jahr bräuchte ich zwar einen mehrwöchigen Urlaub irgendwo ganz weit weg, aber ein paar Tage auf Malta tun es für den Anfang an. Dachte ich…

Überhaupt war Malta ein absolut spontanes Ziel. Ich habe eine WhatsApp von einem Urlaubsportal bekommen: Malta – supergünstig. Da Matteo den Urlaub für den gesamten Dezember schon eingereicht hatte, musste er seinen Arbeitgeber nicht mehr fragen. Und ich habe bekanntlich niemanden, den ich fragen muss #daslebeneinerselbstständigen

Der Grund warum ich dieses Jahr gar nicht weggekommen bin, war nun derselbe Grund, weshalb ich innerhalb von 5 Minuten unseren Urlaub auf Malta gebucht habe.

Es hat eben alles im Leben zwei Seiten und das ist definitiv so – und nicht nur so ein Kalenderspruch.

Einerseits arbeite ich täglich (ja, auch im Urlaub), andererseits muss ich niemanden um Erlaubnis bitten, wenn ich ein paar Tage wegfahren will. Und ich glaube ich habe mich noch nie so wenig auf einen Urlaub vorbereitet wie auf Malta. Nämlich gar nicht.

Am Freitag hatte ich einen „ganz normalen“ Arbeitstag am Laptop, war in meiner Klavierstunde, anschließend mit Matteo türkisch essen und irgendwann am Abend sind wir dann ganz entspannt zum Flughafen gefahren. Gepackt habe ich auch erst wenige Stunden vor Abflug. Vielleicht habe ich aus diesem Grund zig Sachen dabei, die weder zum Wetter hier passen (20 Grad!) noch sonst irgendeinen Sinn ergeben.

Aber egal!

Ich wollte einfach noch dieses Jahr unbedingt raus. Für 2019 stehen so viele neue Projekte an und ich möchte einfach nicht genauso weitermachen wie 2018. Das Jahr war zwar grandios, aber auch grandios anstrengend. Hier auf Malta will ich für mich ein paar Dinge entscheiden, auch wenn der Laptop mein ständiger Begleiter ist und ich weiterhin an zahlreichen Projekten arbeite.

Und beinahe hätte ich genau das, also am Laptop arbeiten, nicht mehr machen können. Denn was ist auf Malta anders? Richtig, der Stromstecker. Und wer hatte keinen Adapter dabei, weil sie sich Null vorbereitet hat? Richtig, ich.

Zum Glück sind wir dieses Mal in einem Resort, was sonst eher nicht so unser Fall ist. Und genau dieses Resort scheint auf alles vorbereitet zu sein. Hier gibt es auch für ein paar Euro einen Adapter, den ich zu Hause in 2facher Ausführung herumliegen habe. Yay!

Wir sind erst spät am Freitag angekommen und haben nur wenig von der Anlage gesehen. Alle Restaurants und die Bar hatten schon zu. Zum Glück gab es Essen aus dem Automaten – immerhin. Aber am nächsten Tag…

Bei Anbruch der Dunkelheit kann ich nur sagen: Wow, wow, wow! Malta ist so schön UND ein Paradies für alle Foodies. Nicht auf den ersten Blick. Aber dann so richtig.

Am ersten Tag sind wir nach dem Frühstück (britisch natürlich) erstmal zum Strand gegangen. Wir haben ein Zimmer-Upgrade bekommen und haben ein Zimmer direkt mit Meerblick gekriegt. Aber was das Meer angeht, habe ich ein Ritual: Jedes Mal, wenn ich am Meer bin, muss ich es begrüßen und mich auch wieder verabschieden. Ich habe keine Ahnung woher das kommt, aber so haben wir das schon immer gemacht. Wir das ist meine Familie. Der eine oder andere von euch weiß, dass ich auf der Halbinsel Krim aufgewachsen bin. Ich kann nicht lange ohne Meer sein und habe auch heute wieder gespürt: Ich war einfach zu lange nicht mehr am Meer und das tut mir definitiv nicht gut.

Nachdem wir uns drei Mal umgezogen haben, weil wir einfach jedes Mal „zu warm“ angezogen waren, ging es endlich Richtung Bushaltestelle. Unser erster Urlaub ohne Mietwagen. Warum? Na wegen Linksverkehr. Keiner von uns wollte das auf sich nehmen und so haben wir uns für den Bus entschieden, der aber auch nur wenige Meter vom Hotel hält. Und zur Bushaltestelle läuft man einfach am Strand entlang. Ich glaube es gibt Schlimmeres…

Wir sind erstmal spontan nach Valletta gefahren und waren total geflasht. Was für eine schöne Stadt! Und so anders als alle anderen Hauptstädte in Europa. Ich finde, dass viele Städte nach und nach ihre Einzigartigkeit verlieren. Dieselben Stores, dieselben Restaurant-Ketten… Aber nicht Valletta. Wir haben heute, weil wir von der Woche davor noch recht geschafft, nur einen Bruchteil der Stadt gesehen. Aber schon die paar Stunden haben uns echt positiv überrascht. Was für ein Flair!

 

Vor der Reise habe ich mit wenigen Leuten darüber gesprochen. Im Grunde haben wir uns ja selbst kaum vorbereitet und uns überhaupt nicht informiert. Ich hatte aber dennoch drei Meinungen mitbekommen: Malta wäre die Lieblingsdestination in Europa (Aussage 1), auf Malta findet man nur schwer etwas richtig Leckeres (Aussage 2) und einen richtig ausführlichen Blogpost, den ich euch gerne hier verlinke.

Puh, am Ende war ich definitiv bei Aussage 1. Und das Essen – OH. MY. GOD! Eigentlich hatten wir gar keinen so großen Hunger. Aber dann sind wir an einem total schönen Lokal vorbeigelaufen, wo sowohl Einheimische als auch Touristen waren – perfekt!

Nach einem Blick auf die Tageskarte habe ich „Spaghetti in schwarz“ bestellt. Eine absolute Empfehlung! Matteo hat sich für einen Maltesischen Salat entschieden. Das ist ein Salat mit getrockneten Tomaten, Oliven und der typisch Maltesischen Wurst.

Die Portionen haben wir kaum geschafft – sie sind hier echt riesig! An den Spaghetti wären wir locker zu zweit satt geworden. Wirklich locker. Mit zwei großen Flaschen Wasser haben wir 34,00 EUR bezahlt. Eigentlich dachte ich, dass das Essen in Deutschland günstig wäre. Und auf eine Insel muss doch normalerweise so gut wie alles importiert werden. Trotzdem ist es hier wirklich günstig. Also noch ein Pluspunkt für Malta.

 

 

Anschließend sind wir noch durch die Straßen geschlendert und haben viele historische Gebäude und Denkmäler angeschaut. Auf dem Gebiet sind wir beide einwenig nerdig unterwegs. Und als wir so durch Valletta schlenderten, wie gesagt, vollkommen ohne Plan, einfach treiben lassen, stießen wir auf Is-Suq tal-Belt. Dabei handelt es sich um eine Food-Halle mit einem integrierten Food-Markt. Dort findet man wirklich alles. Mich hat es einwenig gewundert, dass die meisten Touristen Burger und Pommes bestellt haben. Dabei hat Malta so viel mehr zu bieten. Zum Beispiel grandiosen Käse in Pfeffer-Kruste. Den haben wir uns natürlich auch gleich geholt. Und noch ein paar andere Delikatessen.

Kaffee gibt es im Is-Suq tal-Belt für 1,80 EUR. Das ist aber auch der Preis, der in anderen Cafés verlangt wird. Kaffee ist also auch hier günstiger als bei uns. Für mehr hat es dann leider nicht gereicht. Ich meine natürlich unser Magenvolumen. Denn im Grunde waren wir schon komplett satt von Spaghetti mit Tintenfischen (Tintenfischtinte) und Maltesischem Salat.

Aber hey, es war erst der erste Tag. Wir sind noch ein paar Tage hier und werden noch das ein oder andere maltesische Gericht probieren.

Am Abend sind wir dann glücklich, sehr satt und zufrieden wieder zurück ins Hotel. Für den ersten Tag auf einer uns gänzlich unbekannten Insel waren das sehr viele Eindrücke. Ich bin gespannt was wir in den kommenden Tagen erleben werden und hoffe auf eine ruhige See. Denn bekanntlich (wenn man sich vorher informiert hat), hat Malta noch zwei Nachbarinseln, die wir natürlich auch erkunden wollen.

Ob wir uns nächstes Mal besser auf eine Reise vorbereiten? Aufs Auswandern vielleicht. Aber ehrlich gesagt lasse ich mich gerne überraschen und schau vor Ort was ich unternehmen kann. In Zeiten von mobilem Internet, lasse ich mich lieber treiben und recherchiere nicht zu viel bevor ich einen neuen Ort entdecke. Denn ich will ihn, den Ort, wirklich entdecken und nicht nur meine to do-Liste abarbeiten. Und hey, im Gegensatz zu Mallorca haben wir dieses Mal wenigstens ein Hotel gebucht und nicht erst vor Ort nach einer Unterkunft geschaut…

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