Reisen – Luxus oder völlig normal?

Reisepläne schmieden gehört definitiv zu meinen liebsten Tätigkeiten. Ich fühle mich jedes Mal einwenig verloren, wenn ich nichts geplant habe. Und wisst ihr was? Aktuell habe ich nichts geplant. Das liegt vor allem daran, dass ich mich gerade sowieso in einer Phase befinde, in der ich gar nicht weiß wie es weitergehen wird. Es ist alles aufregend und spannend – ja, aber eben auch unbekannt.

Das ist nicht der einzige Grund weshalb ich bisher nichts geplant habe, aber es ist eben auch einer der Gründe. Im Moment macht es mir tatsächlich mehr Spaß mein Leben zu ordnen, Dinge auszusortieren und den Kopf freizubekommen. Aus letzterem Grund fahre ich zwar immer wieder weg, aber mache eben keine großen Reisen.

Und dann sind da natürlich noch die Finanzen. Wie gesagt, aktuell macht es mir tatsächlich mehr Freude Steuererklärungen zu machen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich das mal sagen würde. Niemals! Zwar mache ich meine Steuererklärung schon immer selbst (und nicht nur meine, auch die meiner Eltern, meines Mannes etc.), aber mir hat es nie so richtig Freude bereitet. Gerade bin ich dabei meine Sparpläne zu überdenken, Finanzen in Ordnung zu bringen (v. a. den ganzen Papierkram) und insgesamt aufzuräumen.

Vorhin bin ich dann über diesen Artikel von Franziska gestolpert. Mir gefällt ihr Blog und ihre Einstellung richtig gut! Und auch dieser Artikel trifft den Nagel mal wieder auf den Punkt. Konkret geht es darum, dass Reisen mittlerweile als selbstverständlich gilt und sie als Studentin oft gehört hat, dass man doch dafür sparen könnte. Das ist wirklich ein Witz, den nur Menschen bringen, die selbst genug Geld haben, ehrlich! Und ich kann sie da so gut verstehen, denn auch mir ging es früher nicht anders.

Zwar bin ich schon als Kind mit meinen Eltern viel gereist, aber damals natürlich nur innerhalb der Grenzen des flächenmäßig größten Landes der Welt. In den 80er Jahren war das Land, bzw. der Zusammenschluss der Republiken, noch größer. Meine Oma wohnte einige Flugstunden entfernt und dass Bahnreise auch weniger als zwei Tage dauern können, habe ich im Grunde erst mit 10, 11 Jahren erfahren.

Ende 1993 kam ich mit meiner Familie nach Deutschland und alles änderte sich. An Reisen haben wir damals gar nicht gedacht. Das Ziel war für meine Eltern klar: mein Vater würde so schnell wie möglich eine Arbeit finden (er sprach bereits Deutsch, da es seine Muttersprache ist), wir müssten so bald wie möglich die Sprache lernen. Schule, Ausbildung, Studium – völlig egal.

Aber wenn ich ehrlich bin, sind meine Freunde und Klassenkameraden damals auch kaum verreist. Gerade am Land war es nicht üblich wochenlang ans Meer zu fahren, schließlich hatte gefühlt jeder einen Hof, den er bewirtschaften musste.

Dagegen bin ich mit meiner Familie ständig verreist. Aber wisst ihr wie? Mit dem Auto und zwar ausschließlich. Es dauerte viele Jahre bis meine Eltern das erste Mal wirklich in den Urlaub ans Meer geflogen sind. Früher war das Meer nur eine Autostunde entfernt, jetzt mussten sie jahrelang darauf verzichten. Dafür haben wir uns halb Europa angesehen. Alles, was man irgendwie mit dem Auto erreichen kann, wurde zum Objekt der Begierde. Passenderweise kennen meine Eltern an jeder Landesgrenze jemanden oder haben Verwandte. So hatten wir jedes Mal mindestens eine Couch (Couchsurfing war damals noch gar kein Begriff) oder teilweise auch das ganze Stockwerk für uns – je nachdem wie die Freunde oder Verwandten gewohnt haben.

Zurück aus den Ferien klang das so als würden wir Tausende von Euro (bzw. damals noch Mark) für unsere Reisen ausgeben. Dass wir im Grunde nur Benzingeld bezahlt haben und das Essen von zu Hause mitgenommen haben, hörten meine Freunde gar nicht bzw. verstanden es nicht. Ich bin mir sicher, dass viele uns beneidet haben. Die Frage war deshalb nicht ob sondern wo wir – mal wieder – unterwegs waren. Aber, wie gesagt, diese Reisen waren einfach nur spottbillig.

Im Studium war es dann allerdings schlagartig anders. Ich bin mit 18 von zu Hause ausgezogen und habe auf Menschen getroffen, die alle mindestens 20 waren und schon mehrere Monate im Ausland verbracht haben. Alle! OK, es war ein internationaler Studiengang. Aber dass ich reisetechnisch so schnell zum Außenseiter werden würde, das hätte ich nicht gedacht. Viele meiner Kommilitonen haben neben ihrem Studium gearbeitet. Aber es war eben ausschließlich ihr Taschen- bzw. Reisegeld. „Ein Monat im Café und ich kann quer durch Südamerika trampen. Das ist auch gar nicht teuer!“

OK, die Lebenshaltungskosten mögen in Südamerika gering sein, aber wie zum Teufel kam man hin? Geld für ein Flugticket ausgeben… Oh Gott, das wäre für mich nicht in Frage gekommen! Von dem Geld, das ich mir nebenher verdient hatte, kaufte ich mir Zugtickets nach Hause oder eben Essen. Ja, soweit so banal.

Reisen war für mich schon immer meine Lieblingsbeschäftigung. Allerdings spielte es für mich eben keine Rolle wie ich verreist bin bzw. wo ich übernachtet habe. Heute ist es anders. Schlichtweg weil ich es mir leisten kann. Ich arbeite offiziell seit ich 14 bin. Seit über zehn Jahren arbeite ich im Vertrieb und Marketing wie man so schön sagt „rentenversicherungspflichtig“. Natürlich kann ich mir die Reisen mittlerweile leisten – das ist klar.

Aber auch ich finde ich regelmäßig befremdlich wenn Menschen unehrlich sind und so tun als ob, wie es Franzi in ihrem Artikel schreibt. Viele sind einfach nicht ehrlich. Meine Kommilitonen waren es auch nur auf Nachfrage. Achso, du musst gar nicht für Miete und Essen aufkommen und die Autoversicherung übernimmt dein Vater? Na dann ist es auch vollkommen logisch, dass du dir mit dem bisschen Kellnern locker eine Reise „erarbeitet“ hast.

Heute bin ich die Meisterin der „best deals“ was das Reisen angeht. Es macht mir einfach Spaß mich durch die Weiten des Internets zu wühlen und die besten Schnäppchen zu finden. Natürlich werde ich oft eingeladen oder bekomme von den Unternehmen etwas gesponsert. Trotzdem habe ich nie vergessen wo ich herkomme und wieviel die Reise „eigentlich“ (wenn man sie mir nicht finanziert hat) kostet. Ich gebe wirklich gerne Geld für Erinnerungen aus und da gehören Reisen für mich definitiv dazu.

Wohin die nächste Reise geht? Keine Ahnung. Wenn es sich ergibt, wird es eine etwas längere Reise werden… Ansonsten habe ich natürlich meine persönliche Bucket List und zig Länder, die ich bereisen möchte. Die, die ich bereits bereist habe, habe ich jetzt auf meiner Scratch Karte markiert. Besser gesagt habe ich die freigescracht. (Wieder so eine Wortkreation von mir, haha!) Auf dem Bild seht ihr die Karte „in Arbeit“. Bis ich alle Länder freigerubbelt habe, dauert es noch einwenig…

Mich würde es interessieren wie ihr zum Thema Reisen steht? Könnt ihr euch das leisten oder empfindet ihr Reisen nach wie vor als etwas Besonderes, worauf man zuerst sparen muss?

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TRAVEL | Meine verrückten Reiseabenteuer II

Eigentlich könnte ich eine Kolumne zu all den Geschehnissen, die mir auf Reisen passieren, schreiben. Aber erstmal belasse ich das mal bei den Blogposts. Im Teil I habe ich euch schon von meinem unfreiwillig langen Aufenthalt in Istanbul, Herzklopfen in Spanien und dem „fremden“ Koffer erzählt.

Hier kommen weitere verrückte Reiseabenteuer, die mir in den vergangenen Jahren passiert sind.

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TRAVEL | Best travel quotes

Schon als Kind bin ich viel gereist und war einfach super-gern unterwegs. Ich bin als kleines Mädchen geflogen, tagelang mit der Bahn gefahren und wollte immer mit meinen Eltern auf Reisen gehen. Einzig im Auto und Bus wurde mir regelmäßig schlecht, was sich mittlerweile schon sehr gebessert hat.

Reisen war für mich schon immer Teil meines Lebens und ich wollte immer noch mehr reisen. Immer, wenn mir jemand sagt, dass ich doch schon viel gereist bin, kann ich darüber nur müde lächeln. In meinen Augen bin ich nicht annähernd so weit gereist wie ich wollte und immer noch will.

Zum Thema Reisen und Freiheit habe ich aktuell sowieso die wildesten Gedanken und bin schon gespannt, wie das Ganze enden wird… Nur so viel: Gerade passiert wirklich viel in meinem Kopf.

Da hilft es die Gedanken zu sortieren und sich die Welt anderer Menschen anzusehen. Und was liegt da nicht näher als die Aussagen zu Reisen, die andere Menschen getätigt haben? Meine liebsten Travel-Quotes habe ich euch hier zusammengefasst.

Die besten Quotes zum Thema T R A V E L

“Travel is fatal to prejudice, bigotry, and narrow-mindedness.” – Mark Twain

Das ist sowas von wahr! Reisen erweitert den Horizont und das merke ich mit jeder Reise, jedem noch so kleinen Trip und sei es nur die 2 Stunden entfernte Stadt übers Wochenende.

“The world is a book and those who do not travel read only one page.” – St. Augustine

“There are no foreign lands. It is the traveler only who is foreign.” – Robert Louis Stevenson

“The whole object of travel is not to set foot on foreign land; it is at last to set foot on one’s own country as a foreign land.” – G. K. Chesterton

“To travel is to discover that everyone is wrong about other countries.” – Aldous Huxley

“Do not follow where the path may lead. Go instead where there is no path and leave a trail” – Ralph Waldo Emerson

“Remember that happiness is a way of travel – not a destination.” – Roy M. Goodman

„Not all those who wander are lost“ – J. R. R. Tolkien

„Whereever you go becomes a part of you somehow“ – Anita Desai

„Traveling – It leaves you speechless, then turns you into a storyteller“ – Ibn Battuta

„The journey itself is my home“ – Matsuo Basho

„Travel brings power and love back into your life“ – Rumi

„Once a year, go someplace you’ve never been before“ – Dalai Lama

„Every exit is an entry somewhere else“ – Tom Stoppard

„The traveler sees what he sees. The tourist sees what he has come to see“ – G. K. Chesterton

„Travel far enough to meet yourself“ – David Mitchell

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BUREAUReview | Instagram im Mai

In den vergangenen Wochen ist mal wieder richtig viel passiert und ich habe die Impressionen wieder verstärkt für euch auf Instagram geteilt. Folgt ihr mir auch fleißig auf Instagram? Falls nicht, hier geht es zu meinem Account.

Ich habe gerade im Mai so viele neue Dinge erlebt, dass ich eigentlich täglich 100 neuer Fotos posten könnte. Aber ich will es ja nicht übertreiben. Außerdem komme ich gerade, aufgrund vieler neuer Projekte, kaum zu etwas. Kurzerhand habe ich mir deshalb eine Auszeit genommen und sitze gerade in unserem Hotel auf der wunderschönen Insel Curacao.

Aber der Reihe nach. Was war bei BUREAUStyle und BloggerBUREAU in den vergangenen Wochen los?

(von links oben nach rechts unten)

Instagram Bilder von BUREAUStyle

Anfang Mai ging es erstmal fünf Tage nach Moskau. Ich bin leider noch gar nicht dazu gekommen die vielen Bilder hochzuladen und meine Posts fertigzustellen. Ich muss euch in Zukunft unbedingt noch mehr über Moskau erzählen! Außerdem gebe ich euch gerne Tipps wo man am besten essen kann, wo man übernachtet und was man in Moskau alles erlebt haben muss. Ich schwöre, dass ich in Zukunft wieder (habe ich das je?) regelmäßiger poste. Versprochen!

So entstand auch das 2. Bild vom Autobahnkreuz auf dem Weg von Moskau nach München. Sieht es nicht irgendwie richtig cool aus von oben? Außerdem ist es auch eine Art Metapher für die vielen Gedanken, die ich gerade in meinem Kopf habe. Aktuell herrscht dort das blanke Chaos, das sage ich euch…

Den Blumenkranz habe ich ganz spontan auf dem Weg zum Gorky Park gekauft. Das Bild entstand dann auch dort, in einem der coolsten Stadtparks, die ich je gesehen habe. Im Gorky Park müsst ihr unbedingt das Eis probieren und zwar egal welches. Außerdem würde ich an eurer Stelle locker mindestens einen halben Tag für den Gorky Park einplanen. Aber auch dazu wird es demnächst einen Post geben.

Wer bitte liebt keine Burger? In letzter Zeit schießen ja Burger-Buden wie Pilze aus dem Boden. Diesen hier haben wir in der Kuhmuhne verspeist. Oder besser gesagt mein Begleiter 😉 Die Kuhmuhne haben wir bereits in der Woche der Eröffnung das erste Mal aufgesucht. Allerdings gab es da in den ersten paar Wochen einige Anlaufschwierigkeiten. Mal war der Ofen kaputt, dann war wieder etwas ausgefallen, dann war der Laden gleich ohne Grund zu… Aber die Kuhmuhne hat sich wirklich gemacht und ist wohl einer der am besten besuchten Burger-Länden Nürnbergs. Unbedingt einen Abstecher wert!

Food auf Instagram

Und wo wir schon beim Essen sind. War das Catering beim 1. BloggerBUREAU Nürnberg nicht der absolute Hammer? Was? Nicht da gewesen? Nicht weiter wild! Am 9. Oktober (Oh Gott, schon so bald!) gibt es die 2. Edition des Bloggerevents von und mit mir. Ziel der „Flucht“ auf eine mehr oder weniger einsame Insel war eigentlich das Konzept für das 2. Bloggerevent zu schreiben. Bisher habe ich allerdings nur Kabelsalat in meinem Kopf und noch nichts zu Papier gebracht / in den Laptop eingegeben…

Über den Wolken fühle ich mich irgendwie immer wohl! Wäre ich nicht so eine Niete in Physik gewesen, hätte ich wohl schon längst einen Pilotenschein. Allerdings müsste ich hierfür wohl meinen Job kündigen und alles, was mir lieb und teuer ist, aufgeben, denn ich würde dafür Tag und Nacht lernen müssen. Und am Ende wahrscheinlich trotzdem nichts kapieren. In der Zwischenzeit verlasse ich mich lieber auf das Können der Jungs (und manchmal auch Mädels) im Cockpit der großen Maschinen.

Das Bild entstand auf der Dachterrasse des DESIGN OFFICES Nürnberg nach dem 1. Bloggerevent. Ich habe so lange hin und her überlegt und mir Tausend Konzepte ausgedacht bis ich alles über Bord geworfen und einfach mal innerhalb von 6 Wochen das Event organisiert habe. Als das Bild entstand konnte ich es selbst noch gar nicht glauben, dass ich es a) überlebt habe, b) tatsächlich so viele gekommen sind und c) nichts zerdeppert oder anderweitig schief gelaufen ist.

Die Mädels haben in ihren weißen Klamotten bei bestem Wetter (war wohl bisher der schönste Tag des Jahres, was?) umwerfend ausgesehen. Da strahlt doch eine mit der anderen um die Wette, findet ihr nicht? Ich bin mir sicher, dass wir auch im Oktober mit der ein oder anderen Bloggerin viel Spaß haben werden!

Morgen folgt Teil 2 meines Instagram BUREAUReviews der vergangenen Wochen. Dann gibt es auch einen Ausblick auf zukünftige Projekte auf BUREAUStyle.

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TRAVEL | Kreta Impressionen

Es ist Februar und der nächste Urlaub ins Warme ist noch gar nicht in Planung. Erstmal geht es für mich in ein paar Wochen nach Paris bevor es später nach Moskau geht. Keine wirklich warmen Ziele. Zeit in Erinnerungen zu schwelgen.

Ich habe ein Leiden. Und nein, es äußert sich nicht mit Schmerzen. Oder, Moment mal. Vielleicht doch. Es sind eher kleine Stiche, die ich spüre, wenn ich ans Reisen, andere Länder und das Unterwegssein an sich, denke. Schon als Kind haben meine Eltern mich überall hin mitgenommen. Es wäre mir selbst im Alter von drei Jahren nie im Leben eingefallen etwas lautstark zu fordern oder geschweige denn mich auf den Boden zu werfen und zu schmollen. Ich war ein durch und durch pflegeleichtes Kind mit vielen Freunden, aber auch unzähligen Hobbies wie Ballett, Klavier und allerlei Ideen im Kopf. Rückblickend kann ich sogar sehr gut nachvollziehen, warum es meinen Eltern stets leicht fiel mich einfach unter den Arm zu klemmen und mit mir im Flugzeug und mit der Bahn unterwegs zu sein. Allein der Weg zu meiner Oma dauerte fünf Flugstunden. Das Reisen war also einfach schon immer ein untrennbarer Bestandteil meines Lebens.

Soweit der positive Teil.

Der „Nachteil“, wenn man diesen als solchen bezeichnen kann, ist jedoch, dass ich seitdem quasi durchgehend an Fernweh leide. Ich kann nicht anders.

Auch meine Jobs führten mich – zum Glück – immer wieder ins Ausland. So konnte ich schon die ein oder andere Stadt sehen, die ich sonst wohl nicht so schnell besucht hätte. Darunter ist auch Moskau, wo ich ca. 30 Mal war und im Mai wieder hinfahren werde. Aber auch Städte in Asien wie Hong Kong und Guangzhou oder auch Sao Paulo in Brasilien. Viele Städte kenne ich berufsbedingt zwar nur bei Nacht, aber gerade dann zeigen die meisten von ihnen ihr wahres Gesicht und das ist einfach nur spannend und absolut interessant zu entdecken.

Zwischendurch erkunde ich aber auch super-gern meinen Lieblingskontinent und das ist – ganz klar – Europa. Da ich zwar nicht in Deutschland, aber eben in Europa geboren bin und auch absolut hinter der europäischen Idee stehe und später auch Europäische BWL studiert habe (ja, das gibt es wirklich!), bin ich ein Fan von Europa durch und durch.

Und ich weiß nicht, ob es uns allen bewusst ist, aber ich bin, gerade weil ich schon einbißchen rumgekommen bin, der festen Überzeugung, dass es ein Riesenglück ist, in Europa zu leben. Wir sind so schnell mit der Bahn im Grünen, in den Bergen oder einfach nur in der nächsten Stadt. Vom Flugzeug ganz zu schweigen. Kurzum: Ich erkunde Europa wirklich super-gerne und kann mir nicht vorstellen eines Tages zu sagen, dass ich bereits alles gesehen habe und mich hier langweile. Nie im Leben!

auf Kreta

In den vergangenen 2 Jahren waren mein Freund und ich ziemlich spontan in Griechenland. In meinen Augen ist es auch ein sehr vielfältiges Land und es lohnt sich genauer hinzusehen. Griechenland ist so voller Geschichte, aber auch voller Mythen, Missverständnisse, gutem Essen und ausgezeichneten Urlauben. Im vergangenen Jahr ging es für uns nach Kreta, wo wir eine Woche lang die Insel mit einem Mietwagen erkundeten. Den Vertrag mal eben schnell in der Hotellobby unterschrieben ohne das Auto vorher gesehen zu haben und mit einem Benzintank auf Reserve, ging es für uns auf Erkundungstour, auf der wir so viel erlebten, wie sonst in einem halben Jahr. Emotionen pur! Von absoluter Begeisterung (unglaublich schöne Strände und faszinierende Natur) bis hin zur Todesangst (unglaublich gefährliche Serpentinen und die Angst irgendwo mitten im Nichts stehen zu bleiben).

Und jetzt, wo es draußen noch immer recht ungemütlich ist und gestern sogar ein paar Schneeflocken an meinem Bürofenster vorbeigeflogen sind, denke ich einfach an den Urlaub auf Kreta, an Chania und die schönen Strände, die Menschen, das Essen und das Auto ohne Benzin im Tank, aber mit einem Vermieter, der uns ganz freundlich den Weg zur nächsten Tankstelle mit einer simplen Armbewegung gewiesen hat. Griechenland eben… Fernweh eben.



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TRAVEL | 5 Tipps gegen Fernweh

Ein Monat des neuen Jahres ist bereits rum. Wie sieht es da mit euren Reiseplänen aus? Hattet ihr Reisen für den Januar geplant und diese auch schon angetreten oder leidet ihr gerade auch an Fernweh? Falls es euch auch so wie mir geht und ihr am liebsten heute als morgen verreisen wollt, hier sind meine 5 Tipps gegen Fernweh.

1. Essen gegen das Fernweh

Wenn wir verreisen, dann tun wir das meistens mit allen Sinnen. Mein Geschmackssinn ist dabei besonders ausgeprägt, denn ich L I E B E Essen! Ich könnte ständig und überall essen und freue mich über kulinarische Geschenke immer sehr. Deshalb mein erster Tipp gegen das Fernweh: Kocht das Gericht, das ihr an dem jeweiligen Ort gegessen habt nach. Tausende grandioser Foodblogs machen das möglich. Ich bin überzeugt, dass es kein Rezept gibt, das nicht bereits im Internet ist. Und solltet ihr wirklich kein Talent zum Kochen haben, dann geht Essen und bestellt euch genau DAS Gericht, das euch an den letzten Urlaub erinnert, dem ihr immer noch nachhängt.

2. Erinnerungen gegen das Fernweh

Wie oft kommt es vor, dass wir Tausende von Bildern mit nach Hause nehmen und diese dann auf der Festplatte oder der Speicherkarte vor sich hin gammeln? Eben! Plant euch einen verregneten Nachmittag für diese Bilder ein und nehmt euch die Zeit sie in etwas Neues, Wunderbares zu verwandeln. Mittlerweile kann man aus den eigenen Bildern so viele tolle Dinge machen! Wie wäre es z. B. mit einem Video, das aus Bildern besteht? Oder einem Fotobuch? Unser letzter Urlaub wurde in einer Uhr verewigt. Für jede Zahl ist dort Platz für ein Bild vorgesehen. Ähnlich dieser hier.

3. Filme gegen das Fernweh

Wie wäre es mit einem Film gegen das Fernweh? In jeder größeren Stadt gibt es auch Kinos mit Filmen in Original-Sprache, meist mit Untertiteln. Der letzte Urlaub in Barcelona war einfach nur traumhaft? Wie gut, dass es von L´Auberge Barcelona ganze drei Teile gibt. Der Abend ist gerettet!

4. Sprachen lernen gegen das Fernweh

Der letzte Urlaub in Griechenland war unvergesslich und ihr wollt unbedingt wieder hin? Wie wäre es mit ein paar Brocken Griechisch? An jeder Volkshochschule (oder Bildungszentrum, wie es in Nürnberg heißt), gibt es zahlreiche Sprachkurse. Dabei lernt man oft nicht nur die Sprache, sondern auch viel über die Kultur. Und beim nächsten Mal bestellt man sich sein Essen einfach in der Landessprache. Perfekt, oder?

5. Reisen buchen gegen das Fernweh

Wenn gar nichts mehr hilft, hilft nur noch der Weg nach vorne: die nächste Reise buchen. Lange im Voraus oder mit überlegter Planung kann man wirklich jede Menge sparen. Die besten Portale für meine Trips habe ich euch hier zusammengefasst.

Wohin soll die nächste Reise gehen? Schreibt mir einen Kommentar. Unter allen Kommentaren verlose ich 10 Moleskine Cahier Notizhefte für die nächste Reise, die garantiert wieder Fernweh auslösen wird.

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