TRAVEL | Meine verrückten Reiseabenteuer II6 min read

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Eigentlich könnte ich eine Kolumne zu all den Geschehnissen, die mir auf Reisen passieren, schreiben. Aber erstmal belasse ich das mal bei den Blogposts. Im Teil I habe ich euch schon von meinem unfreiwillig langen Aufenthalt in Istanbul, Herzklopfen in Spanien und dem „fremden“ Koffer erzählt.

Hier kommen weitere verrückte Reiseabenteuer, die mir in den vergangenen Jahren passiert sind.

Asthmaanfälle in London

Eins vorab: Ich habe gar kein Asthma. Ich habe zwar ein kleineres Lungenvolumen, aber das hängt wohl mit der Tatsache zusammen, dass ich in einem Dorf am Meer aufgewachsen bin und jetzt in einer 500.000 Einwohner Stadt lebe. Soweit zu meinem gesundheitlichen Zustand. Aber Asthma habe ich definitiv nicht. Im Alltag nicht. Nicht, wenn ich alleine fliege. Leider immer dann, wenn ich mit meinem Schwager (dem Mann meiner Schwester) unterwegs bin. Eines Tages fragte er mich ganz unvorbereitet, ob ich nicht für einen Tag nach London mitkommen wollte. Damals war ich Studentin, dauernd knapp bei Kasse und freute mich natürlich riesig, als ich erfuhr, dass alles in allem gerade mal 50 Euro kosten würde. Es ging also mit dem Auto nach Frankfurt-Hahn und morgens um 7 war ich schon in London und habe ein English Breakfast verdrückt. Soweit alles fein. Mein Schwager und sein Geschäftspartner hatten Termine, mein Freund, der auch mitgekommen war, und ich bummelten durch England´s Hauptstadt.

Wir trafen uns, wie vereinbart, am Flughafen und haben beschlossen noch was zu trinken und die obligatorischen Postkarten zu versenden (das mache ich wirklich bei jedem Trip). Und so saßen wir da bis jemanden auffiel, dass es unsere Namen waren, die da über den Lautsprecher aufgerufen wurden. Also rannten wir los. Über den ganzen Flughafen… An gefühlt tausenden Menschen, die uns den Weg versperrten… Eine gefühlte Ewigkeit bis zum Gate.
Im Flieger angekommen, konnte ich den gesamten Flug nach Frankfurt kein Wort sagen. Stattdessen habe ich nur piepsende Geräusche von mir gegeben, die mich selbst sehr erschreckten.

Zu allem Überfluss sagte der Pilot durch, dass wir unseren time slot aufgrund der Wartezeit auf die letzten Passagiere verpassten hatten und erst mit Verspätung starten werden. Daraufhin drehten sich alle zu uns um und ermordeten uns mit ihren Blicken. Mein hohes Piepsen hörte erst mit der Landung in Frankfurt auf.

Tipp: Immer schön die Zeit im Auge behalten. Zeitverschiebung beachten! Nicht trödeln. Nicht mit dem Schwager reisen.

Reisen ohne Pass

Als ich in längere Zeit in Süd-Spanien war, beschloss ich zum Abschluss ein paar Tage nach Barcelona zu reisen. (Das war auch der Moment, als ich mich in diese Stadt verliebt habe!) In Torrevieja, an der Costa Blanca, bin ich bei 19 Grad aufgebrochen. Wir sprechen hier von der zweiten Dezember-Woche. Dort herrscht nämlich immer sehr mildes Klima, da der Ort in einer Art Lagune liegt und es dort eigentlich nie kälter als 10 Grad wird. Plus, versteht sich. In Barcelona angekommen verbrachte ich 3 Nächte in einem Hotel ohne (!) Heizung. Und das bei Temperaturen um die Null Grad sowie Regen. Entsprechend schnell habe ich mich erkältet und kam in einem fürchterlichen Zustand am Flughafen an. Bekanntlich braucht man für Reisen innerhalb der EU lediglich den Personalausweis. Dieses kleine Ding ging mir dann leider zwischen der Personenkontrolle und dem Gate verloren. Erst als das Boarding begann, bemerkte ich, dass ich mich nicht ausweisen konnte. Zum Glück merkte ich das gleich zu Beginn und sagte das auch gleich der Dame am Boarding-Schalter direkt am Gate. Daraufhin rief sie die Polizei.

Thank God it´s Lufthansa

Na toll, dachte ich. Diese nahm den Fall auf und durchsuchte den Flughafen nach meinem Ausweis. Keine Spur!
Erst als alle Passagiere im Flieger saßen, durfte ich ebenfalls an Bord. Mir wurde erklärt, dass man nur deshalb eine Ausnahme machte, weil ich deutsche Staatsbürgerin bin, den Ausweis bereits bei der Kontrolle nachweislich vorgezeigt habe und die Lufthansa eine deutsche Fluggesellschaft ist. Mit einer andere Fluggesellschaft hätte man das wohl nicht machen können – so die Aussage.

Und so kam ich nach Monaten in Deutschland an. Mit vielen Erinnerungen und allerlei Einkäufen, aber ohne Pass. Nachdem ich den Verlust auch bei der deutschen Polizei gemeldet hatte und meinen neuen Personalausweis beantragt habe, kam endlich der Tag, als ich den neuen Perso abholen durfte. Der Beamte war ziemlich angetan vom Fundort meines inzwischen wieder aufgetauchten Dokuments und ließ mich raten, wo man diesen gefunden hätte.

„Am Flughafen in Barcelona vielleicht?“

Er schaute enttäuscht. Ich habe sein Pointe versaut.
Als er mir dann sagte, dass man diesen in einem Kiosk am Flughafen gefunden hat, fiel es mir wieder ein: Ich habe im Kiosk am Gate Taschentücher gekauft (da erkältet) und den Ausweis, den ich noch von der Kontrolle in der Hand hatte, einfach liegen lassen.

Tipp: Reise nie wenn Du krank bist. Bleibe lieber zu Hause und kuriere Dich gut aus. Alles andere bringt nichts. Man hat einfach seine Sinne nicht beisammen.

Eine Kurzstrecke ist eine Kurzstrecke ist eine Kurzstrecke

Im vergangenen Jahr waren mein Freund und ich beim BeautyBlogger Café in Berlin eingeladen. Wir haben das Wochenende genutzt und einen Kurz-Trip in unsere Hauptstadt geplant. Da wir ein sehr zentral gelegenes Hotel bewohnten, reichten uns jeweils Fahrkarten für die Kurzstrecke. Und so waren wir ständig nur mit diesen Dingern unterwegs. Am Tag unserer Abreise wollten wir wieder ein neues Frühstückscafé ausprobieren. Wir lieben Frühstück! Wir sind also einbißchen umhergeirrt und haben anschließend beschlossen lieber doch den Geheimtipp aus dem Netz auszuprobieren. Eins vorab: Das Café war wirklich toll! Der Weg dorthin weniger.

Lost in Berlin

Da wir vorher schon etwas umhergeirrt sind, merkten wir nicht, dass wir nicht an derselben Haltestelle wie sonst immer eingestiegen waren. Mit der Kurzfahrkarte durften wir 3 Stationen fahren. Wir fuhren versehentlich 4 Station und haben dies tatsächlich nicht gemerkt. Besser gesagt hätten wir es nicht bemerkt, hätten uns die beiden mehr oder minder „freundlichen“ Fahrkartenkontrolleure nicht bei der Einfahrt in den U-Bahnhof darauf hingewiesen. Am Ende gab es eine Strafe in Höhe von 60 Euro für jeden (!). Mein Freund war genervt und beschwerte sich, dass die Touristen vergrault werden würden…
Nach einer (!) E-Mail an die Berliner Bahnbetriebe wurden uns aus Kulanz die Hälfte der Strafe erlassen. Ein Hoch auf die Berliner Bahnbetriebe! (Das ist KEINE Werbung, liebe Blogger-Kolleginnen und –Kollegen).

Tipp: Es lohnt sich IMMER nachzufragen! Im schlimmsten Fall hört ihr ein „Nein“ (das im Übrigen nicht akzeptiert werden muss). Im besten Fall kommt man euch entgegen. Auch in Berlin.

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3 Responses
  • Foo Hung
    Juni 16, 2016

    Reisen ohne merkwürdige / lustige Ereignisse sind doch langweilig 😀

    Mir / uns ist auch mal was blödes passiert… Wir haben von Nürnberg nach Berlin 8 Stunden gebraucht, nicht wegen Staus, sondern weil ich mit dem Handy rumgespielt habe…

    Ich habe nämlich mein Handy als Navi benutzt. Die App habe ich nach einer Weile ausgemacht, nachdem das Navi uns angezeigt hat, dass es 200 Kilometer geradeaus ging.

    Nach ca. 2 Stunden hat mich mein Kumpel dann gefragt, warum Berlin immer noch nicht ausgeschildert wurde. Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass wir in Frankfurt gelandet waren. Von Frankfurt aus mussten wir weitere 5 1/2 Stunden fahren 😀

  • Anna
    Juni 16, 2016

    Haha! Das ist aber auch gut 😉 Also mir passiert sowas ständig. Ich bin aktuell wieder unterwegs und allein über die vergangenen Wochen könnte ich ein Buch schreiben.

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