Was ist Personal Branding und warum ist das so wertvoll?

Personal Branding ist seit Jahren ein Trend. Vor allem in der Gründer- und StartUp-Szene.

Allerdings wird Personal Branding oft missverstanden und ich wundere mich bis heute warum so wenige darüber reden. Aber der Reihe nach.

Was ist Personal Branding?

Im Grunde ist es die Summe dessen, was Dich als Person ausmacht, was über Dich gesprochen wird, was über Dich geschrieben wird und wie Du Dich nach außen positionierst.

Dagegen wird unter Personal Branding oft ein eigenes Logo verstanden (nein!) oder eine markante Lippenstiftfarbe, die man stets verwendet (doppelt nein!). Gibt man bei Pinterest „Personal Branding“ ins Suchfeld ein, bekommt man diese Ergebnisse angezeigt:

Dabei ist das viel zu kurz gedacht.

Und selbst diejenigen, die das Thema absolut unpassend finden und damit nichts zu tun haben wollen, haben ebenfalls eine Personal Brand oder zu Deutsch sind eine Personenmarke – ob sie es wollen oder nicht. Wie Paul Watzlawick eins sagte: Man kann nicht nicht kommunizieren.

Genauso kann man nicht eine leere Hülle darstellen. Das geht einfach nicht. Jede/r im eigenen Umfeld hat eine Meinung oder ein Bild von mir als Person. Und die Leute sprechen über mich – ob ich es will oder nicht. Ich kenne Menschen, die selbst heutzutage erstaunt sind, wenn ich ihnen Bilder von ihnen im Internet zeige. So viele sind sich zu 100% sicher, dass es keine Bilder von ihnen im Netz gibt. Und das im Jahr 2021. Sie selbst seien schließlich „nicht online“ und wären nicht „auf Facebook“.

Selbst wenn nicht: Niemand lebt auf einer einsamen Insel. Außer die, die wirklich auf einer einsamen Insel leben.

Warum ist eine Personal Brand so wertvoll?

Das Gute am Personal Branding ist, dass man es gestalten kann. Heute kann jede:r mit Hilfe von Internet eine Stimme bekommen, sich in einem bestimmten Bereich positionieren oder einfach nur seiner Leidenschaft nachgehen und diese mit der ganzen Welt teilen.

Aber warum ist das so wertvoll?

Nun, den meisten fehlt, bevor sie anfangen sich mit dem Thema wirklich auseinanderzusetzen, schlichtweg die Phantasie. Eine Personal Brand ist für mich das wichtigste Tool überhaupt.

Lange Zeit habe ich den Wert einer Personal Brand komplett unterschätzt. Dann begann ich mich damit zu beschäftigen und belegte Kurse, kaufte irgendwelche Abo-Modelle – nur um dann festzustellen, dass all diese Experten schlichtweg an der Oberfläche kratzten.

Mir war das zu wenig. Ich wollte mich von Grund auf mit dem Thema beschäftigen und nicht einfach nur herausfinden wie ich an die aktuellen Top-Themen komme und anschließend einen Post auf LinkedIn darüber gestalte. Das ist in meinen Augen nur die absolute Spitze des Eisbergs.

Also begann ich tiefer zu graben. Vor allem mein Studium der Wirtschaftspsychologie ließ mir keine Ruhe. Ich wollte mehr Wissen und der Sache auf den Grund gehen.

  • Warum hatten ausnahmslos alle meine Kunden Fragen was sie als nächstes posten sollten?
  • Warum wussten die meisten von ihnen nicht, ob sie über ihr Hobby oder ausschließlich über ihre Arbeit berichten sollten?
  • Und wie fand man heraus in welche Richtung man seine Personal Brand entwickeln sollte?

Es dauerte. Es dauerte einige Kurse, einige Bücher und noch sehr viel länger, bis ich für mich die Antwort gefunden hatte. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Allerdings war es eben kein schneller Prozess. Vielmehr habe ich mich immer wieder gefragt warum dies und das passierte, warum mich die und der auf bestimmte Themen ansprachen usw. Ich habe sehr viel hinterfragt, gelesen, wieder hinterfragt und mich einfach nur gewundert.

Irgendwann habe ich, so skeptisch ich zu Beginn war, erkannt, dass eine Personal Brand einen unglaublichen Wert hat. Diesen kann man meiner Meinung nach relativ schwer messen – auch wenn es oft versucht wird.

Eine kostenlose Möglichkeit bietet da der Social Selling Index von LinkedIn.

Und so sieht mein Social Selling Index aus:

An sich schon ganz ok, wenn man bedenkt, dass ich kaum Zeit auf LinkedIn verbringe und auch (noch) keine Content Strategie für LinkedIn habe.

Letzteres möchte ich jedoch in Zukunft ändern. Denn vor allem seit Jahresbeginn habe ich erkannt, wie stark dieses (und weitere) Netzwerk ist und was es wirklich bringt dort (und auch auf anderen Netzwerken) aktiv zu sein.

Mittlerweile habe ich aufgehört mich zu wundern, wenn mal wieder ein Kunde wie aus dem nichts kommt. Wenn ich einfach so gebeten werde einen Vortrag zu einem bestimmten Thema zu halten, über das ich öffentlich noch nie gesprochen habe. Wenn Kooperationsanfragen abseits von ausgelutschten Influencer-Produkten wie Leggings kommen.

Ich habe aufgehört mich zu wundern, da ich mich intensiv mit mir und anschließend mit meiner Personal Brand auseinandergesetzt habe. Und ich habe auch endlich eingesehen, dass ich meinen Kunden weitaus mehr helfen kann, wenn ich ihnen beim Aufbau ihrer persönlichen Marke helfe und erst dann bei ihren Social Media Aktivitäten. Nur so ergibt das wirklich einen Sinn, nicht andersherum.

Du bist neugierig geworden und willst wissen, wie ich Dir helfen kann? Dann schreibe mir gerne eine Nachricht. Ich freue mich auf Deine Anfrage & erläutere Dir gerne wie ich Dich beim Aufbau Deiner Personal Brand unterstützen kann.

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