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Zwischen Bayern und BaWü

Hello again! In den letzten Wochen wurde es hier etwas ruhiger und ich bekam schon besorgte Nachrichten, ob ich denn überhaupt noch blogge bzw. auf Social Media aktiv bin. Ja, bin ich!

Allerdings ist seit Juli gefühlt so viel passiert, dass ich kaum hinterhergekommen bin alles zu verarbeiten, geschweige denn darüber zu bloggen. Dieses Jahr war das mit Abstand verrückteste Jahr überhaupt und ich werde hier natürlich ausführlich darüber berichten. Wobei ausführlich… naja, das ist immer Ansichtssache. Generell habe ich das Gefühl, dass ich die kürzesten Blogbeiträge schreibe. Aber vielleicht lese ich einfach nur Blogs mit langen Blogbeiträgen? #whoknows

Zwischen Bayern und Baden-Württemberg

Eine der vielleicht größten Neuigkeiten ist unser „Umzug“ nach Baden-Württemberg. Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich großer Fan des Ländles bin. Ich habe keine Ahnung was das zwischen mir und BaWü ist. Es war definitiv nicht Liebe auf den ersten Blick, den an meinem ersten Tag in Stuttgart habe ich den halben Tag geheult… Anschließend bin ich zum Bäcker und habe mir eine Leberkässemmel geholt. Dabei musste ich gleich feststellen, dass die BaWüler natürlich ihren eigenen Begriff dafür haben. Dabei hätte ich fast wieder geheult…

Aber so schwer mir der erste Tag damals während meines Praktikums „beim Daimler“ fiel, eine Trilliarde Mal schwerer fiel mir der Abschied. Mitten in der bisher größten Krise, die der Automobilmarkt bis dato erlebt hatte, musste ich gehen. Mein Praktikum war zu Ende, die Bachelor-Arbeit geschrieben und erste Anzeichen einer Krise machten sich bemerkbar. Um die ganze Dramatik mal zu verdeutlichen: Die Werte, die ich bei meiner Bachelor-Arbeit als Grundlage für alle Berechnungen angenommen habe, waren drei Wochen später um ein vielfaches höher und meine Arbeit absolut nutzlos (nicht per Definition, aber eben weit von der Realität entfernt). Ich konnte also nicht in Stuttgart bleiben, was mir fast das Herz gebrochen hätte.

Einige Jahre später kam Anlauf Nr. 2 und mein Job in der Marketing-Abteilung bei Porsche. Damals packte mich aber das Heimweh und irgendwie fand ich eine Wochenendbeziehung uncool. Matteo wollte nicht nach Stuttgart ziehen, also zog ich zurück nach Nürnberg. Und blieb da.

Ich blieb solange bis mein Mann nach über sechs Jahren in seinem alten Job eine Traumstelle gefunden hat. Und wo? Im Ländle natürlich. #facepalm

Langsam habe ich einfach aufgehört mich noch über irgendetwas zu wundern. Es ist wie es ist und ich freue mich, dass es nicht ganz woanders ist (Nürnberg ist die nördlichste Stadt, in der ich leben will. Sollten wir jemals umziehen, würde es „in den Süden“ gehen.). Aber dass es ausgerechnet Baden-Württemberg ist? Schicksal? Zufall? Glück?

Egal was es ist: Wir werden in Zukunft zwei Wohnungen haben und erstmal zwischen beiden Bundesländern pendeln. Tatsächlich klingt es viel dramatischer, als es in Wirklichkeit ist. Am Ende sind es keine 200 km. Allerdings liegt der neue Arbeitsplatz mitten in der Schwäbischen Alp (oder ist es eher „auf der Alp“?) Einbißchen Umweg ist schon dabei, aber an sich ist die Strecke nicht so lang.

Willst Du Gott zum Lachen bringen, erzähle ihm von Deinen Plänen.

Blaise Pascal

Anfangs haben wir uns eine möblierte Wohnung genommen. Komplett ohne Stress, ohne wirklich umziehen zu müssen und mit Null Aufwand. Auf Dauer werden wir uns mal umsehen und dann auch entscheiden, wo die neue Wohnung liegen soll. Dabei haben wir die Wahl zwischen drei Städten und die muss man sich erstmal alle genauer ansehen.

Aber erstmal freue ich mich auf´s Ländle, mein geliebtes Stuttgart und einfach darauf wieder einbisschen zurück zu sein, ohne Nürnberg und unsere Wohnung in Johannis aufgeben zu müssen. Warum sich entscheiden, wenn man beides haben kann? Die Fahrerei macht uns beiden nichts aus, denn tatsächlich kann man die Zeit in der Bahn sehr gut nutzen. Ab Nürnberg ist man fast allein im Zug. Mit der BahnCard ist das Reisen noch nicht mal teuer. (Unser Auto ist hier vieeeeel teuerer). Während der Fahrt kann man lesen/arbeiten/Podcasts hören – im Grunde alles, was man will. Und nach vier Jahren in Nürnberg war es auch für mich an der Zeit einwenig rauszukommen.

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